10. September 2018 / 14:21 Uhr

Dynamo Dresden gerät weiter unter Druck: Frings sagt der SGD ab

Dynamo Dresden gerät weiter unter Druck: Frings sagt der SGD ab

Jochen Leimert
Torsten Frings (l.) und Uwe Neuhaus kennen sich gut und schätzen sich. Sagte Frings deshalb Dynamo ab, weil er ihn nicht beerben wollte?
Torsten Frings (l.) und Uwe Neuhaus kennen sich gut und schätzen sich. Sagte Frings deshalb Dynamo ab, weil er ihn nicht beerben wollte? © imago/Jan Huebner
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Der 41-jährige ehemalige Trainer des SV Darmstadt 98 hatte kein Interesse mehr an einem Engagement bei den Schwaz-Gelben. Ein Grund für die Absage könnte das sehr gute Verhältnis zum entlassenen Uwe Neuhaus sein. 

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Dresden. Dynamo Dresden tut sich nach wie vor schwer, einen geeigneten Nachfolger für den am 22. August entlassenen Cheftrainer Uwe Neuhaus zu verpflichten. Eigentlich wollte der Tabellen-14. Anfang dieser Woche einen neuen Mann präsentieren, der die Geschäfte von Interimstrainer Cristian Fiel übernimmt, doch offenbar haben sich die Schwarz-Gelben einen weiteren Korb eingehandelt, denn laut Sky soll Torsten Frings Dynamo abgesagt haben. Der Ex-Nationalspieler, der einst in Dortmund noch unter dem damaligen BVB-Co-Trainer Neuhaus Spieler war und später als Trainer mit Darmstadt 98 gegen Neuhaus und Dynamo antrat, ist seit Dezember 2017 ohne Trainerjob. Bei den „Lilien“ war der 41-Jährige nach einer Negativserie nach nur einem Jahr entlassen worden. Es war seine erste Station als verantwortlicher Cheftrainer.

Noch im April 2018 zeigte sich Frings stark interessiert, wieder ins Geschäft einzusteigen und beharrte dabei auch nicht auf einem Engagement in der Bundesliga. Damals sagte er dem „Weser-Kurier“: „Es muss passen, das Gefühl muss stimmen. Auf eine Liga bin ich nicht festgelegt, ein geiler Drittliga-Klub wäre auch okay. Ich sage nicht: Hier kommt Torsten Frings, ich habe ein paar hundert Bundesligaspiele, ich will Bundesliga trainieren. Entweder es passt oder eben nicht. Druck verspüre ich keinen.“ Offenbar hatte Frings bei Dynamo kein gutes Gefühl oder er hat andere Pläne, will nicht tief in den Osten ziehen und einen traditionell eher unruhigen Verein übernehmen – zumal er Neuhaus als Kollegen sehr schätzt.

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Gern denkt Frings indes an seine letzten Tage als Spieler in Toronto zurück: „Es war eine wunderschöne Zeit. Ich ärgere mich, nicht vorher den Schritt ins Ausland gemacht zu haben. Toronto war ja zum Ausklang. Ich hätte es während meiner guten Jahre riskieren sollen. Toronto ist eine fantastische Stadt, ich habe dort viele Freunde und bin so oft wie möglich dort. Ich könnte mir vorstellen, dort noch mal hinzugehen. Vielleicht ja auch als Trainer.“

Mit der Absage von Frings – so sie denn wirklich erfolgt ist –, ist der Handlungsdruck für die Sport-Geschäftsführer bei Dynamo weiter gewachsen. Viel Zeit, die Mannschaft etwas kennen zu lernen und sie auf das Auswärtsspiel am kommenden Freitag beim SSV Jahn Regensburg vorzubereiten, hat der neue Mann nicht mehr. Findet sich überhaupt noch einer, der kurzfristig einspringt und kein Problem damit hat, nicht als Wunschkandidat eins, zwei oder drei anzuheuern, dann wartet eine schwere Aufgabe auf ihn. Frühestens am Dienstag kann "Mister X" seinen Job antreten, denn an diesem Montag soll laut Verein keine Trainerpräsentation mehr stattfinden.

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