Erfurt gegen Dresden Alexander Ludwig (Erfurt) im Dreikampf mit Patrick Möschl (re.) und Niklas Kreuzer (li.). © FS
Erfurt gegen Dresden

Dynamo Dresden gewinnt das Benefizspiel beim FC Rot-Weiß Erfurt mit 2:1

Angreifer Peniel Mlapa köpft das Siegtor für den Zweitligisten vor knapp 2000 Zuschauern im Erfurter Steigerwaldstadion.

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Erfurt/Dresden. Dynamo Dresden hat das Benefizspiel beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt am Freitagabend verdient mit 2:1 (1:1) gewonnen. Der Tabellen-15. der 2. Bundesliga verschaffte sich damit nach dem peinlichen 0:3 in Kiel das erhoffte Erfolgserlebnis. Trainer Uwe Neuhaus setzte vor 1915 Zuschauern insgesamt 18 Spieler ein, verschaffte einigen Talenten und Dauerreservisten Spielpraxis.

Dynamo von Beginn an dominant

Dynamo begann die Partie diesmal mit einer Doppelspitze: Lucas Röser und Eero Markkanen bildeten im Steigerwaldstadion ein Sturmduo. In einem 4-4-2-System griffen die Schwarz-Gelben an – und rissen das Spiel an sich. Markkanen hatte in der 4. Minute eine erste gute Chance, doch der Finne schoss vorbei. Die Gäste setzten gegen die ohne die Ex-Dynamos Christoph Menz und Jens Möckel angetretenen Thüringer weiter nach, doch die Führung für den Favoriten fiel erst in der 38. Minute: Patrick Möschl markierte das 1:0 mit einem noch leicht abgefälschten Distanzschuss.

Lange währte die Freude darüber aber nicht. Im Gegenteil: Frust machte sich in der 41. Minute breit, als Schiedsrichter Alexander Sather eine Schwalbe von Carsten Kammlott nicht bestrafte, sondern einen Elfmeter gegen Dynamo verhängte: Samir Benamar trat an und verwandelte zum 1:1. „Das war für mich eine lächerliche Entscheidung, weil ich ganz klar den Ball gespielt habe“, ärgerte sich Florian Ballas in der Halbzeitpause am MDR-Mikrofon. Der Innenverteidiger, der in den letzten Wochen alle Partien über die gesamte Spielzeit bestreiten musste, ging danach unter die Dusche und machte in der zweiten Halbzeit Nachwuchstalent Toni Stelzer Platz. Der 18-Jährige durfte sich in den zweiten 45 Minuten gemeinsam mit dem von Adduktorenproblemen wieder genesenen Noah Awassi bewähren. Justin Leonard Löwe bekam eine Chance als Rechtsverteidiger, später löste auch noch Vasil Kusej Finnlands Nationalspieler Markkanen ab.

Mlapa erzielt späten aber verdienten Siegtreffer

Nach der Pause brauchte Dynamo einige Zeit, sich neu zurechtzufinden. Der eingewechselte Peniel Mlapa verpasste in der 67. Minute am kurzen Pfosten eine Eingabe von rechts nur knapp. Niklas Hauptmann, ebenfalls nach dem Seitenwechsel gekommen, traf nur das Außennetz (69.). Andreas Lambertz versuchte es aus der Distanz, doch Maximilian Engl im Erfurter Tor lenkte den Ball über die Latte (79.). Vier Minuten später scheiterte Mlapa mit einem Kopfball an Engl, dann traf der Togolese doch noch: Eine Hereingabe von Philip Heise nickte der Mittelstürmer zum 2:1 für die Schwarz-Gelben ins rechte Eck ein (84.).

Die Erfurter, bei denen Präsident Rolf Rombach am Nachmittag überraschend zurückgetreten war, gaben sich aber bis zum Schluss nicht auf. Sie hatten noch Chancen, das 2:2 fiel aber nicht mehr. RWE-Trainer David Bergner, früher auch mal Nachwuchs- und Co-Trainer bei Dynamo, war nach dem Abpfiff nicht unzufrieden: „Wir haben ganz gut gegengehalten. Nach 30, 40 Minuten haben wir die Angst verloren.“

Neuhaus: "Jeder Sieg tut gut"

Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus zeigte sich mit dem Spiel seiner Mannschaft in Erfurt zufrieden. Er wertete es als mit 2:0 gewonnen, denn "es war kein Elfmeter - nicht einmal im Ansatz", so der Westfale. Gern hätte der Dresdner Coach in Erfurt noch mehr Tore seiner Mannschaft gesehen, "denn in der Anfangsphase haben wir vier Hundertprozentige gehabt. Wenn wir die verwerten, kommt ein kleines bisschen die Sicherheit zurück. Daran müssen wir arbeiten."

Zeigte sich zufrieden mit dem Testspiel in Erfurt: SGD-Coach Uwe Neuhaus. © Imago

Hauptsache für den Trainer war aber das Erfolgserlebnis: "Jeder Sieg tut gut." Der Coach war vor allem mit der ersten Halbzeit zufrieden: "Da haben wir es schon gut gemacht." Hinten habe man bewusst auf das Herausspielen verzichtet, viel mit langen Bällen agiert. Dass er das 4-4-2 probiert hatte, sei noch kein Fingerzeig für die Liga, aber schon dafür gedacht, "um mal ein bisschen die Sinne zu schärfen, die Aufmerksamkeit zu erhöhen." Es sei kein hochklassiges Spiel gewesen, aber schon "ein Schritt in eine gute Richtung". Das Spiel habe seinen Zweck erfüllt. Als Manko sieht er weiterhin die Chancenverwertung, die Ruhe vor dem gegnerischen Tor fehle seiner Mannschaft im Moment.

Dynamo, 1. Halbzeit: Schwäbe – Kreuzer, Ballas, Awassi, F. Müller – Möschl, Seguin, Benatelli, Duljevic – Markkanen, Röser

Dynamo, 2. Halbzeit: Wiegers – Löwe, Awassi, Stelzer, Heise – Möschl, Lambertz, Hauptmann, Berko – Markkanen (78. Kusej), Mlapa

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