Dynamos Trainer Uwe Neuhaus hatte nach der deutlichen Niederlage gegen Holstein Kiel sichtlich die Nase voll. Dynamos Trainer Uwe Neuhaus hatte nach der deutlichen Niederlage gegen Holstein Kiel sichtlich die Nase voll. © Matthias Rietschel
Dynamos Trainer Uwe Neuhaus hatte nach der deutlichen Niederlage gegen Holstein Kiel sichtlich die Nase voll.

Dynamo Dresden hält zu Neuhaus - „Auf keinen Fall in Panik verfallen“

Die Schwarz-Gelben rutschen immer mehr rein in den Kampf um den Klassenerhalt. Doch wie schon in der Hinrunde wollen die Verantwortlichen kühlen Kopf bewahren und den Trainer nicht in Frage stellen.

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Dresden. Dynamo Dresden hält auch in der schwersten Phase der bisher gemeinsamen Zeit zu Uwe Neuhaus. Der 58-Jährige steht einem Bericht der „Sächsischen Zeitung“ (Montag) zufolge „nicht zur Disposition“. Neuhaus soll auch die entscheidenden vier Spiele im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga auf der Trainerbank des sächsischen Traditionsclubs sitzen.

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Eine Kurzschlussreaktion nach der bitteren 0:4-Pleite am vergangenen Samstag daheim gegen den Tabellendritten Holstein Kiel soll es nicht geben. Erst recht wohl nicht vor dem so bedeutungsvollen Auswärtsspiel am kommenden Sonntag gegen den Tabellenletzten 1. FC Kaiserslautern. Dort, das ist klar, muss ein Sieg her, nachdem die Dresdner durch die Vier-Spiele-Serie ohne Drei-Punkte-Erfolg auf den 15. Platz abgerutscht sind. 37 Zählern wie Dynamo hat auch der FC St. Pauli auf dem Abstiegsrelegationsplatz.

Bewährtes Vorgehen

„Natürlich müssen wir jetzt einen Weg finden, das Team bis zum nächsten Spiel in Kaiserslautern wieder in die Spur zu kriegen“, sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born der „Bild“-Zeitung. Der 50-Jährige betonte allerdings: „Eins dürfen wir dabei aber auf keinen Fall: in Panik verfallen!“

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Schon in der Hinrunde hatte sich ein solches Vorgehen ausgezahlt: Fünf Spiele war Dresden sieglos geblieben, zum Schluss der Negativserie setzte es gegen den kommenden Gegner Kaiserslautern daheim ein 1:2, Dynamo rutschte auf den Abstiegsrelegationsplatz ab. Neuhaus stand auch damals nicht zur Disposition. Lohn dafür waren drei Siege in Serie.

Jetzt ist die Lage wieder bedrohlich, denn nur vier Spiele stehen noch aus. Und die Gegner haben es in sich: Lautern kämpft auf dem Betzenberg gegen Dresden wohl um die letzte Chance um den Klassenverbleib. Danach empfängt Dresden Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf, der unter Umständen in Dresden am 28. April den Aufstieg perfekt machen könnte. Am 6. Mai geht es zum Sachsen-Derby zum FC Erzgebirge Aue, der mit 39 Punkten auch noch lange nicht gerettet ist. Im Saisonfinale hat Dresden Heimrecht, der Gegner heißt Union Berlin, derzeit auch nur drei Punkte besser als Dynamo.

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Mannschaft steht hinter Neuhaus

Mut sprach Holstein-Trainer Markus Anfang den Dresdnern zu. „Ich glaube, dass Dynamo in den nächsten Spielen seine Punkte machen wird“, sagte er. Dresdens Problem: „Im Moment drücken wir den Ball nicht über die Linie“, sagte Neuhaus.

Abrücken von der offensiven und attraktiven Spielweise will er aber nicht. „Ich weiß natürlich auch, dass es viele gibt, die sagen: lieber schlecht spielen und Punkte holen.“ Er und auch die Mannschaft seien aber davon überzeugt, dass ihr gemeinsamer Weg, der Neuhaus und Dynamo ein Jahr nach seiner Amtsübernahme von der dritten Liga zurück in die zweite und dort in der vergangenen Spielzeit auf Platz fünf geführt hatte, der richtige sei.

Neuhaus hat die Mannschaft hinter sich, hatte sie zuletzt bei Entscheidungen immer mit ins Boot genommen. So auch bei der Rückkehr zum bewährten 4-3-3-System. „Eine Garantie kann man ja nie ausstellen. Aber ich glaube, dass die Mannschaft so gestrickt ist, dass sie diesen Weg weitergehen will. Wir werden jetzt nicht Woche für Woche alles umwerfen, sondern analysieren, was die Gründe dafür waren“, erklärte Neuhaus.

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