12. Juli 2018 / 09:59 Uhr

Dynamo Dresden probt mit Neuzugang Dumic und neuem System

Dynamo Dresden probt mit Neuzugang Dumic und neuem System

dpa
Dynamos Neuzugang Dario Dumic am Ball.
Dynamos Neuzugang Dario Dumic am Ball. © Steffen Manig
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Dynamo Dresden soll flexibler werden. Die vergangene Saison hat gezeigt, dass der Fußball-Zweitligist zu ausrechenbar ist. Da agierten die Sachsen zumeist nur im vom Cheftrainer Uwe Neuhaus bevorzugten 4-3-3-System, worauf die Konkurrenz oft die richtigen Antworten fand.

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Bereits in der alten Spielzeit mussten Veränderungen her, doch der Versuch im 4-4-2-System wurde von Neuhaus nach nur vier Partien eingestellt. „Ich glaube, dass da immer so ein bisschen was auf der Strecke bleibt. Zwei Siege und zwei Niederlagen sind nicht ganz so schlecht. Aber bei zehn Gegentoren, da wirst du irgendwann diese Ausgeglichenheit nicht halten können“, zeigte sich der 58-jährige wenig überzeugt. Ohnehin spiele er lieber mit drei Spitzen.

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Um der Mannschaft dennoch wieder mehr Stabilität zu geben und auch um das Spiel variieren zu können, braucht es aber Alternativen zum Altbewährten. „Deswegen werden wir in der Vorbereitung im Bereich der Dreierkette oder Fünferkette arbeiten, je nachdem, wie man es sehen möchte“, erklärte Neuhaus. Vorn bleibt dabei alles wie gewohnt: Eine Sturmspitze und zwei Flügelstürmer. Diese werden jedoch in Zukunft noch mehr als bisher von den beiden Außenverteidigern unterstützt, sie schalten sich bei eigenem Ballbesitz in den Angriff ein. Hinten bleibt dann zur Absicherung eine Dreierreihe übrig, die sich bei gegnerischem Angriff mithilfe der Außenverteidiger zur Fünferkette formiert.

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Eine nicht unerhebliche Rolle in der Dreierkette könnte dabei Dario Dumic zukommen. Der 26 Jahre alte Innenverteidiger ist zunächst für ein Jahr vom niederländischen Erstligisten FC Utrecht ausgeliehen, soll hinten für mehr Stabilität sorgen. Denn mit 52 Gegentoren präsentierte sich Dresdens Abwehr in der vergangenen Saison äußerst anfällig, nur vier Teams waren schlechter. „Dario ist ein zweikampfstarker, wuchtiger Innenverteidiger mit sehr starkem Kopfballspiel. Er bringt bereits einiges an Erfahrung mit, ist in seiner Entwicklung aber ganz sicher noch nicht abgeschlossen. Außerdem ist er ein Typ, der auf dem Platz über seine ausgeprägte Mentalität Akzente setzen und seine Mitspieler mitreißen kann“, beschreibt Interims-Sportgeschäftsführer Kristian Walter den Neuzugang.

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Dem 1,96 Meter großen Bosnier, der zugleich einen dänischen Pass besitzt, soll künftig eine Führungsrolle zukommen. Zwar spricht Dumic noch kein Deutsch, doch ist er multilingual geschult, spricht nach eigener Aussage dänisch, englisch und bosnisch. „Niederländisch verstehe ich und spreche es auch ganz ordentlich“, sagt er. Seine Familie war einst aufgrund des Jugoslawien-Krieges nach Dänemark geflohen, Dumic war damals ein Jahr alt. Deutsch hofft Dynamos neue Nummer Drei so schnell wie möglich zu lernen, auch gemeinsam mit Kumpel Haris Duljevic, der vor einem Jahr in die sächsische Landeshauptstadt wechselte. Beide debütierten ungefähr zu gleichen Zeit in der bosnischen Nationalmannschaft, verbringen viel Zeit miteinander.

Seit seiner Ankunft in Dresden sei Dynamos Flügelstürmer eine große Hilfe, habe Dumic die Stadt gezeigt und erklärt, „wie der Hase bei Dynamo läuft.“ Privat wird viel gelacht, doch auf dem Platz versteht der Innenverteidiger keinen Spaß. „Das ist mein Beruf, da lache ich nicht so oft. Ich will in jeder Trainingseinheit und in jedem Spiel 100 Prozent geben, das Beste aus mir rausholen für meine Mannschaftskameraden und den Verein.“

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