02. Dezember 2018 / 18:14 Uhr

Fan des FC St. Pauli reanimiert: So geht es ihm! Dynamo äußert sich zu Skandal

Fan des FC St. Pauli reanimiert: So geht es ihm! Dynamo äußert sich zu Skandal

Redaktion Sportbuzzer
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Ein Fan musste im Millerntorstadion des FC St. Pauli reanimiert werden.
Ein Fan musste im Millerntorstadion des FC St. Pauli reanimiert werden. © imago/Oliver Ruhnke
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Es ist einer der größten Skandale der aktuellen Saison in der 2. Liga: Ein Fan des FC St. Pauli bricht während des Spiels gegen Dynamo Dresden auf der Tribüne zusammen, muss reanimiert werden - und wird dann auch noch von Dynamo-Fans auf der Trage mit Bechern beworfen. So geht es dem Fan jetzt - und das sagt Dresden dazu.

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Schockierende Szenen in der 2. Liga: Am Samstagnachmittag ist ein Fan des FC St. Pauli beim Spiel gegen Dynamo Dresden auf der Tribüne des Millerntorstadions zusammengebrochen. Wie der Kiezklub jetzt bestätigt, hatte der Fan wenige Minuten nach der Halbzeit einen Herzinfarkt erlitten. Kurz nachdem er zusammensackte, retten herbeigeeilte Sanitäter sein Leben, indem sie ihn reanimierten. Doch dann kommt es zum Skandal: Als die Sanitäter die Sperrzone auf der Tribüne verlassen, werden sie und der gerade reanimierte Mann auf dem Weg zum Krankenwagen von Dynamo-Anhängern mit Bierbechern beworfen. In einigen soll sich laut Hamburger Abendblatt sogar Urin befunden haben.

So geht es dem reanimierten St.-Pauli-Fan

Doch am Sonntag gibt es endlich eine gute Nachricht: Der Pauli-Fan, der auf die Intensivstation eines Hamburger Krankenhauses eingeliefert wurde, befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. St. Pauli twitterte: "Wir hatten Kontakt mit der Familie des Mannes, der gestern auf der Nord einen Herzinfarkt erlitten hat. Der Mann ist aktuell nicht in Lebensgefahr. Die Familie möchte sich bei allen, die lebensrettende Hilfe geleistet und Anteil genommen haben, herzlich bedanken."

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Dynamo Dresden entschuldigt sich für Skandal

Dynamo Dresden hat sich mittlerweile von den Fan-Ausschreitungen distanziert und sich zum Skandal geäußert. „Es sind in Hamburg im Zusammenhang mit einigen Anhängern im Gäste-Block verschiedene Dinge vorgefallen, die wir zutiefst ablehnen und verurteilen, weil sie menschenverachtend sind und die Werte unserer Sportgemeinschaft mit Füßen treten“, sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born am Sonntag in einer Vereinsmitteilung. „Bei den betroffenen Menschen möchte ich auch auf diesem Wege im Namen des Vereins um Entschuldigung bitten“, sagte Born.

Mehr zum Skandal

Wie der polizeiliche Lagedienst am mitteilte, wurden bei diversen Ausschreitungen am Rande des Spiels 34 Menschen verletzt. 450 Beamte hatten die Partie abgesichert. Schon vor dem Match hatten Dynamo-Fans sanitäre Anlagen in der Arena zerstört. Nach dem Abpfiff suchten Fans beider Klubs die Auseinandersetzung, doch die Polizei ging dazwischen und beendete die Streitereien, bevor sie richtig beginnen konnten.

Dynamo Dresden: Aufarbeitungsprozess hat begonnen

Die Polizei Hamburg teilte am Sonntag mit, in zwei Fällen habe es Strafanzeigen wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegeben gegen bislang unbekannte Tatverdächtige. Ein Gäste-Fan soll den „Hitler-Gruß“ gezeigt haben. Bei der Abreise soll am Hauptbahnhof aus einer Dynamo-Fan-Gruppe „Sieg Heil“ gerufen worden sein, hieß es weiter. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden sechs Polizeibeamte und drei Ordner verletzt. Im Rahmen der massiven Ausschreitungen erlitten durch den polizeilichen Einsatz von Pfefferspray etwa 25 Zuschauer Augenreizungen.

Laut Born hat der intensive Aufarbeitungsprozess der Ereignisse hat „unmittelbar nach dem Spiel mit allen Verantwortlichen begonnen. Wenn die interne Analyse abgeschlossen ist und alle Beteiligten die Chance hatten, ihre Sicht der Dinge darzulegen, werden wir uns als Verein in aller Deutlichkeit zu den Vorfällen im Millerntor-Stadion äußern.“

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