17. April 2018 / 08:42 Uhr

Dynamo Dresden sucht den Weg aus der Krise

Dynamo Dresden sucht den Weg aus der Krise

Stefan Schramm
Uwe Neuhaus, Trainer SG Dynamo Dresden
Uwe Neuhaus wartet mit Dynamo Dresden seít vier Spielen auf einen Sieg. © Imago
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Vier Spiele sieglos, punktgleich mit dem Relegationsplatz: Trainer Neuhaus erwartet „vier Endspiele“ .

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Dresden. Es ist zweifelsfrei die tiefste Krise, die Dynamo Dresden in der Ära von Trainer Uwe Neuhaus durchlebt. Zwei Jahre lang ging es steil bergauf – aus Liga drei bis in die oberen Gefilde der 2. Fußball-Bundesliga. In dieser Saison jedoch stehen die Zeichen auf Stagnation, wenn nicht sogar auf Rückschritt. Denn aktuell schlittern die seit vier Begegnungen sieglosen, mit St. Pauli auf dem Relegationsplatz punktgleichen Schwarz-Gelben immer tiefer in den Tabellenkeller. Der Zeitpunkt könnte ungünstiger nicht sein.

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Nur noch vier Partien sind in dieser Spielzeit zu absolvieren. Die 0:4-Heimpleite gegen Aufstiegsaspirant Holstein Kiel „ist ein dickes Brett, das wir erst mal verarbeiten müssen“, sagt Neuhaus. Zeit dafür bleibt wenig. Denn am Sonntag steht die Auswärtspartie bei Tabellenschlusslicht 1. FC Kaiserslautern an. Die „Roten Teufel“, ein langjähriger Erstligist, wollen vor heimischem Publikum auf dem Betzenberg quasi die letzten Strohhalm ergreifen, um nicht in die Drittklassigkeit abzustürzen.

Insgesamt sogar „vier Endspiele“ dürften es Neuhaus zufolge für Dynamo werden. Denn auch das nächste Heimspiel gegen die Fortuna aus Düsseldorf, die dann möglicherweise ihren Aufstieg endgültig klarmachen kann, und die beiden Ostderbys bei Erzgebirge Aue sowie an der Lennéstraße gegen Union Berlin – beide sind aktuell noch nicht gerettet – dürften kein Zuckerschlecken werden.

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Problem: Innenverteidigung

Dennoch versucht Neuhaus wie eh und je, Positives herauszuziehen. Denn „auf der anderen Seite steht eine Leistung, die uns Hoffnung macht. Viele sagen: Lieber schlecht spielen und dafür die Punkte holen. Aber wir haben uns für diesen Weg entschieden und ich bin nach wie vor absolut überzeugt, dass dieser Weg der richtige ist“, bleibt Neuhaus bei seiner Linie, von der auch die Mannschaft überzeugt sei: „Wir werden nicht alles über den Haufen werfen.“ Und auch im Verein hat der Chefcoach nach wie vor Rückhalt, bleibt bei Dynamo auch noch weiterhin am Ruder. Denn Panik wolle man jetzt keinesfalls aufkommen lassen, obwohl die derzeitige Situation nicht gerade rosig ist.

Woran es krankt, ist deutlich: Die ersatzgeschwächte Innenverteidigung – Sören Gonther ist noch nicht wieder fit, Jannik Müller fällt bis Saisonende verletzt aus, Florian Ballas konnte wegen einer Erkrankung nicht trainieren – machte zu viele Fehler. Und vorn blieben alle Torchancen ungenutzt. Vier Stürmer hat die SGD im Kader. In Topform ist in dieser entscheidenden Saisonphase aber offenbar keiner von ihnen. „Wir haben zwei Schritte nach hinten gemacht“, gab Neuhaus nach dem Spiel gegen Kiel zu: „In Kaiserslautern wird es schwer genug, aber ich glaube, dass die Mannschaft in der Lage ist, das wegzustecken und auch wieder zu gewinnen.“ Ein für den Dienstag geplantes Testspiel gegen den Chemnitzer FC wurde unterdessen abgesagt.

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