Dynamo Dresdens Lucas Röser (2.v.re.) erzielt per Kopf das 1:0 und jubelt mit Rico Benatelli, Paul Seguin und Jannik Müller  Dynamo Dresdens Lucas Röser (2.v.re.) erzielt per Kopf das 1:0 und jubelt mit Rico Benatelli, Paul Seguin und Jannik Müller  © Imago
Dynamo Dresdens Lucas Röser (2.v.re.) erzielt per Kopf das 1:0 und jubelt mit Rico Benatelli, Paul Seguin und Jannik Müller 

Dynamo Dresden zerlegt Erzgebirge Aue im Sachsenderby

Souveräner und ungefährdeter 4:0-Sieg der Neuhaus-Elf gegen erschreckend schwache Erzgebirger

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Dresden. Die SG Dynamo Dresden hat das Sachsenderby in der 2. Fußball-Bundesliga hochverdient mit 4:0 (2:0) gewonnen. Die Tore für die Schwarz-Gelben am Sonntagnachmittag erzielten Lucas Röser (21.), Rico Benatelli (44.), Florian Ballas (47.) und Erich Berko (75.). Bei herrlichem Sonnenschein zum ersten Advent vor 30453 Zuschauern im ausverkauften DDV-Stadion waren die Gastgeber den Veilchen haushoch überlegen und hätten nach mehreren Lattentreffern das Ergebnis sogar noch höher gestalten können. „Das ist immer ein Spiel der besonderen Art“, hatte Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Minge vor Anpfiff der Partie bei Sky orakelt – und behielt Recht. Die SGD feierte den ersten Derby-Heimsieg gegen Aue seit über fünf Jahren und macht dadurch in der Tabelle einen Riesensatz vom Relegationsplatz 16 auf Rang 11.

Erstmals überhaupt in dieser Saison bot Trainer Uwe Neuhaus die gleiche Elf wie im vorangegangenen Spiel auf. Das hatten die Dresdner am Montag beim Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf nach einem Blitzstart mit drei Toren in den ersten zehn Minuten letztlich mit 3:1 gewonnen. Auch Gästetrainer Hannes Drews vertraute in seiner Anfangself den selben Spielern wie in der Vorwoche. Und der DFB schickte mit Manuel Gräfe einen seiner erfahrensten Schiedsrichter zu dem Prestigeduell. Vielleicht ein gutes Omen: Der Berliner hatte im Februar 2017 das bislang letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften geleitet, das die Landeshauptstädter erdrutschartig mit 4:1 gewonnen hatten.

Dynamo beginnt schwungvoll und mit viel Druck

Wie schon in Düsseldorf legte Dynamo auch diesmal los wie die Feuerwehr. In der vierten Minute schepperte es mächtig am Quergestänge des Kastens von Gäste-Torwart Martin Männel: Erich Berko hatte am zweiten Pfosten seinen Gegenspieler Sebastian Hertner abgeschüttelt und Philip Heises feine Hereingabe direkt genommen, doch sein Geschoss prallte von der Lattenunterkante zurück ins Feld. Ein erstes Achtungszeichen hatten die Dresdner vor prächtiger Heimkulisse gesetzt und das zweite folgte zehn Minuten später: Heises Freistoß war die perfekte Vorlage für Innenverteidiger Florian Ballas, dessen Kopfball Männel mit starker Parade von der Linie kratzte. Zwei Eckbälle später krachte das Gebälk erneut: Nach Heises Eckball stieg SGD-Kapitän Marco Hartmann hoch und Martin Männel kam etwas zu spät heraus, aber der Ball landete am Dreiangel. Zweimal Aluminium in der Anfangsviertelstunde – Dynamo im Pech.

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Von ihrem Offensivfeuerwerk ließen sich die Dresdner dadurch nicht abbringen. Der nach seinem Traumtor in Düsseldorf mit neuem Selbstvertrauen ausgestattete Haris Duljevic zog in der 18. Minute nach innen und zog aus der Distanz ab. Männel konnte das scharfe Knallbonbon nur wegfausten. Kurz danach aber war es dann durch einen Schlafeinlage in der Auer Defensive soweit: Duljevic konnte auf der linken Seite seelenruhig und maßgeschneidert flanken und Hertner sowie Rapp gaben Lucas Röser freies Geleit bei seinem platzierten Kopfball zum hochverdienten 1:0 (21.). Mit seinem fünften Saisontor ließ er das Stadion toben.

Aue fand dadurch etwas besser ins Spiel. Die erste richtige Torchance für die Veilchen war ebenfalls gleich ein Lattentreffer: Den Freistoß von Routinier Christian Tiffert verlängerte Nicolai Rapp per Kopf ans Quergestänge (28.). Diesmal waren die Schwarz-Gelben im Glück, doch mehr ließen sie im ersten Durchgang defensiv nicht zu. Gegen Aues kleines Zwischenhoch hielten sie ordentlich dagegen und kamen gegen Ende von Halbzeit eins wieder auf. Und wie: Erneut war die Hintermannschaft der Erzgebirger zu weit weg. Niklas Hauptmann bediente Rico Benatelli und der Ex-Auer täuschte an der Strafraumgrenze gegen Fabian Kalig kurz einen Schuss mit rechts an, um dann mit links abzuziehen. Sein platzierter Ball flog unerreichbar für Männel ins rechte Eck. Im Gegensatz zum letzten Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, als die Dresdner früh führten und letztlich 1:2 verloren, legten sie diesmal nach und gingen mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause.

Vorentscheidung durch Ballas kurz nach Wiederbeginn

Gäste-Trainer Drews reagierte und brachte für den mit Gelb verwarnten defensiven Mittelfeldmann Philipp Riese den offensiveren Mario Kvesic für die zweite Halbzeit ins Spiel. Doch kurz nach Wiederanpfiff legten die Gastgeber gleich nach. Florian Ballas nickte Heises Eckball zum 3:0 ein (47.). Nach dem Kopfballduell mit Kalig fiel Dynamos Innenverteidiger unglücklich über Tiffert auf den Rücken – die Folge war für Dresdens Abwehrmann ein sehr schmerzhafter Torjubel, doch für ihn ging die Partie weiter. Und die lief für Dynamo bestens. Zur ganz großen Offensive war man nicht mehr gezwungen, setzte gelegentliche Nadelstiche.

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Einer davon war eine schöne Hereingabe von Heise, die Lucas Röser und Erich Berko in der Mitte relativ frei vorm Auer Tor knapp verpassten (63.). Vier Minuten später bejubelte Röser dann seinen vermeintlichen zweiten Treffer des Tages, doch Gräfe wollte nach einem Freistoß bei der Ballmitnahme des Dresdner Stürmers ein Handspiel erkannt haben und pfiff ihn zurück (67.). Das wäre wohl die endgültige Entscheidung gewesen. Doch die folgte wenig später: Marco Hartmann gewann ein Kopfballduell und legte quer auf den völlig freien Berko, der aus kürzester Distanz den Ball zum 4:0 über die Linie drückte (75.). Jetzt war Aue endgültig platt. Dynamo spielte die Schlussviertelstunde gekonnt runter und Uwe Neuhaus nutzte sie, um sein Wechselkontingent auszuschöpfen. Das starke Trio Duljevic (76.), Hartmann (80.) und Hauptmann (85.) verließ den Platz. Patrick Möschl, Manuel Konrad und Andreas „Lumpi“ Lambertz kamen dafür in die bereits entschiedene Partie.

Letztlich steht ein souveränes 4:0 zu Buche. Kleiner Wermutstropfen: Nach einem Foul an Fandrich sah Kapitän Marco Hartmann seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison (73.) und fehlt damit am nächsten Sonnabend im Dresdner Gastspiel beim 1. FC Union Berlin.

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Region/Dresden SG Dynamo Dresden SG Dynamo Dresden (Herren) FC Erzgebirge Aue FC Erzgebirge Aue (Herren) SG Dynamo Dresden-FC Erzgebirge Aue (03/12/2017 13:30) 2. Bundesliga

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