Dresdens Moussa Koné jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 gegen VfL Bochum. Dresdens Moussa Koné jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 gegen VfL Bochum. © Dennis Hetzschold
Dresdens Moussa Koné jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 gegen VfL Bochum.

Dynamo Dresdens Koné auf Wolke sieben: „Es war total verrückt“

Der neue Dynamo-Stürmer ist noch immer baff von seinem Debüt gegen VfL Bochum.

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Dresden. In der Stadt hat er erst einen kleinen Bummel gemacht und noch nicht sehr viel von Elbflorenz gesehen, dennoch fühlte sich Moussa Koné auf Anhieb wohl in Dresden. Hauptgrund dafür waren der warmherzige Empfang bei Dynamo und natürlich sein Traumeinstand beim 2:0-Sieg gegen Bochum, als er in der 89. Minute Jokerqualitäten bewies und das zweite Tor erzielte. „Es war total verrückt. Ich habe noch nie vor so einer großen Kulisse gespielt: 24 000 Leute, unglaublich! Das hätte ich mir nicht besser vorstellen können“, blickte der 21-Jährige noch einmal zurück.

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Wie überwältigt er von seinem Debüt war, das konnte jeder erahnen, der ihn nach dem Tor den Platz küssen und zudem Grüße in Richtung Himmel schicken sah. „Das ist meine Art zu jubeln. Ich bin sehr gläubig“, sagte der Muslim, der täglich früh um sechs aufsteht, um das erste von fünf Gebeten zu sprechen. Konkret überlegt habe er sich den Freudenausbruch aber nicht, „das ist einfach spontan so gekommen. Ich werde mir überlegen, ob ich das weiter so mache, wenn ich weiter so munter hier treffe“.

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Was sich bewährt, das behält Koné gern bei. Dass er auf einem Bein hüpfend den Rasen betritt, ist eine Marotte aus seiner Zeit in Zürich: „Da hat das funktioniert, da habe ich das beibehalten.“ Gern hätte er sich auch wieder die Rückennummer 14 gesichert, doch weil die bei Dynamo schon Peniel Mlapa hat, ging das nicht. „Dann wollte ich die 24, weil ich immer Nummern mit einer Vier hatte, aber das ging auch nicht, weil die auch schon weg war. Da habe ich die 27 genommen.“

Dass es mit Dynamo geklappt hat, freut den Senegalesen riesig. Obwohl er gern beim FC Zürich war und sich freundlich von den Weiß-Blauen verabschiedete, wollte er unbedingt nach Dresden: „Dynamo ist einfach ein großer Club, das habe ich mir seit dem Sommer gemerkt. Ich wollte damals schon wechseln, aber das hat nicht geklappt. Es hat mich aber beeindruckt, wie die Verantwortlichen an mir dran geblieben sind.“ Jetzt möchte er mithelfen, den Klassenerhalt zu sichern, „denn wir spielen jetzt gegen viele unmittelbare Konkurrenten. Da will ich zeigen, was ich kann, und versuchen, das umzusetzen, was der Trainer sagt. Dann hoffe ich, dass es eine gute Rückrunde für die Mannschaft und mich wird.“

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Mit dem Fußball begonnen hat er in seiner Heimatstadt Dakar, als er sieben Jahre alt war. Beim Zweitligisten Sacré-Coeur in der Hauptstadt des Senegal arbeitete er sich nach oben, durchlief auch alle Junioren-Auswahlmannschaften, ehe sich ihm die Chance Zürich bot. Die nutzte er ohne langes Zögern, „denn im Senegal gibt es wahnsinnig viele Spieler, die den Traum haben, nach Europa zu wechseln. Da ist das schwierig“, erzählt Koné. Zu seinen Vorbildern zählt neben einem Spieler aus Dakar der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo, „weil er sich jeden Tag weiter verbessern will“.

Am liebsten spielt Koné hinter den Spitzen, doch auch links oder rechts ist das für ihn kein Problem – je nachdem, wo ihn der Trainer aufstellt. Sein starker Fuß ist der rechte, mit dem er auch gegen Bochum traf, „aber ich kann auch mit dem linken abschließen“.

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Das Abenteuer Dresden geht der Stürmer erst einmal allein an, obwohl er sich als Familienmensch beschreibt, einen Bruder und einen Halbbruder hat. Seine Frau Fatun Jan lebt in Paris, „sie soll aber bald nach Dresden nachkommen“. Seine Freizeit verbringt er gern damit, Musik aus seiner Heimat zu hören, mit Freunden im Senegal zu telefonieren oder zu beten. Seine Deutschkenntnisse will er in Dresden auch weiter verbessern, Stunden nehmen. Auf dem Platz kann er sich gut verständigen, dennoch möchte er die Sprache weiter lernen. Zwar gebe es bei Dynamo nur wenig Leute, die Französisch sprechen, aber „die Mannschaft und die Betreuer sind unheimlich hilfsbereit“, ist Koné dankbar. Mit Dynamo hat er auch noch einiges vor, nicht umsonst einen Vertrag bis 2022 unterschrieben: „Das Ziel von Dynamo ist langfristig angelegt und nicht der Abstiegskampf in der 2. Liga. Dem kann ich mich anschließen.“

Den gelben Streifen an seiner linken Schläfe hat er sich aber nicht extra für seinen neuen Verein ins Haar färben lassen: „Den habe ich schon länger, aber er ist ein wenig verblasst, deshalb werde ich ihn jetzt mal kräftig nachfärben lassen.“

Region/Dresden SG Dynamo Dresden-VfL Bochum 1848 (04/02/2018 13:30) Moussa Kone (FC Zürich) SG Dynamo Dresden (Herren) VfL Bochum 1848 (Herren) SG Dynamo Dresden VfL Bochum 2. Bundesliga

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