Andreas Lambertz beim Interview im Teamhotel Andreas Lambertz beim Interview im Teamhotel © Jochen Leimert
Andreas Lambertz beim Interview im Teamhotel

Dynamo Dresdens „Lumpi“ hat noch Spaß am Kicken

Andreas Lambertz kann sich vorstellen, noch ein Jahr bei Dynamo zu spielen

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Marbella. Für Dynamos Meistertrainer Walter Fritzsch wäre er schon viel zu alt, doch mit 33 Jahren hat Andreas Lambertz noch immer seinen Platz im Zweitliga-Team von Fritzschs derzeitigen Nachfolger Uwe Neuhaus. Der gebürtige Dormagener ist zwar kein unumschränkter Stammspieler mehr, aber alles andere als eine Randfigur. Das belegen allein zwölf Einsätze in der ersten Saisonhälfte, von denen der Routinier in neun in der Anfangsformation stand. Bei Union Berlin schoss er vor Weihnachten sogar das 1:0-Siegtor für die Dresdner, im Trainingslager traf er auch einmal beim 2:1-Erfolg gegen die U23 von Werder Bremen. „Lumpi“, wie auf seinem Trikot steht, hat auch noch keine Lust, mit dem Kicken aufzuhören: „Ich komme bisher gut durch, fühle mich ganz gut. Bisher bin ich auch von Verletzungen weitestgehend verschont geblieben. Solange mein Körper da nicht sagt: ,Das war’s jetzt!‘, würde ich sagen: Ich spiele so lange die Knochen halten.“

DURCHKLICKEN: "Lumpi" hat noch nicht genug

Dem unermüdlichen Mittelfeldarbeiter gibt auch der Rat früherer Kollegen, mit denen er bei Fortuna Düsseldorf sogar in der Bundesliga unterwegs war, zu denken: „Ich habe mit so vielen Spielern gequatscht – sei es mit Sascha Rösler oder anderen, die aufgehört haben. Die haben mir auch schon vor Jahren gesagt: ‚Genieß’ es, so lange wie es geht. Es ist schneller vorbei, als du es selber merkst. Und dann stehst du auf einmal da.‘ Jetzt weiß ich ja auch, dass ich in ein gewisses Alter gekommen bin und dass es sich so langsam dem Ende zuneigt.“

Konkrete Pläne für die Zeit nach der aktiven Karriere, die vor allem durch 13 Jahre bei den Fortunen geprägt wurde, hat Lambertz noch keine. Er hat allerdings einen Anschlussvertrag in Düsseldorf mitgenommen, als er 2015 nach Dresden wechselte. Genau definiert ist seine künftige Tätigkeit darin nicht: „In welche Richtung es da gehen kann oder soll, ist nicht so einfach. Es gibt die Möglichkeit, an der Linie zu bleiben, als Nachwuchstrainer und vielleicht Trainerscheine zu machen, um dann ins Nachwuchsleistungszentrum zu gehen. Oder du wechselst doch hoch auf die Geschäftsstelle.“ Was ihm lieber wäre, weiß er noch nicht: „Ich könnte mir eigentlich beides vorstellen.“

Durchklicken: Andreas Lambertz' Karriere bei Dynamo

Doch noch ist nicht entschieden, in welchem Verein er ab Sommer weitermacht. Obwohl seine Familie bereits wieder an den Rhein gezogen ist, da für seine beiden Kinder die Einschulung bzw. ein Wechsel auf eine weiterführende Schule anstand. „Wir haben ganz bewusst so entschieden und auch gesagt: ,Egal wie und wo die Reise weitergeht, wir machen das so. Auch wenn es dann nochmal woanders hingehen oder ich hierbleiben sollte. Dass wir das auf jeden Fall hinkriegen.‘ Und bisher kriegen wir das richtig gut hin.“ So ist Dynamo durchaus weiter ein Thema für den Kultkicker, der 13 Jahre für Fortuna Düsseldorf spielte und dort in einer einmaligen Karriere von der Oberliga bis ins Oberhaus aufstieg: „Ich bin für alles offen, habe für alles ein offenes Ohr. Man muss sich alles anhören.“ Spaß mache es ihm noch bei der SGD: „Hier fühle ich mich gut, nehme meine Aufgabe ernst. Mit ,Harti‘ (Marco Hartmann/d. Red.) zusammen und dem Rest des Mannschaftsrats. Ich denke, dass wir uns auch oft genug einbringen. ,Harti‘ war natürlich jetzt auch oft angeschlagen, sodass ich dann auch noch mehr gefragt wurde. Ich glaube, wenn du diese Aufgabe dann auch noch hast, dann macht es dir auch noch irgendwie Spaß und du musst dich da auch weiterhin voll reinhängen.“

Sollte er als Spieler noch einmal woandershin wechseln, dann hat er bisher keine feste Vorstellung von der Ligazugehörigkeit des aufnehmenden Vereins: „Ich glaube man kann und sollte sich einfach immer alles anhören, egal was kommt. Es muss ja auch irgendwie passen, ich muss ja auch weiterhin Spaß daran haben.“ Erst einmal hofft er, dass Dynamo sich positioniert. Aber er drängt den Verein nicht: „Ich glaube, dafür ist noch Zeit, es ist ja gerade erst Mitte der Saison.“ Sport-Geschäftsführer Ralf Minge wird wohl nicht so lange warten, will noch in Marbella mit dem Oldie reden. Er weiß um die besonderen Qualitäten von Lambertz, der seine Erfahrung auch einbringe, wenn er mal nicht spielt: „Er versucht, die Mannschaft mit zu pushen.“ Lambertz sei ein Musterprofi, „ein echter Typ“. Man werde nun abgleichen, welche Vorstellungen beide Seiten für die Zeit ab Sommer haben.

Text von Caroline Grossmann und Jochen Leimert

Region/Dresden SG Dynamo Dresden SG Dynamo Dresden (Herren) Andreas Lambertz (SG Dynamo Dresden) 2. Bundesliga

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