12. Januar 2018 / 10:02 Uhr

Dynamo Dresdens Niklas Hauptmann treibt seinen Bruder an

Dynamo Dresdens Niklas Hauptmann treibt seinen Bruder an

Jochen Leimert
Niklas Hauptmann am Strand vor dem Teamhotel “Guadalmina”.
Niklas Hauptmann am Strand vor dem Teamhotel “Guadalmina”. © Jochen Leimert
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Spielt bei Dynamo in naher Zukunft bald ein Brüderpaar?

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San Pedro de Alcantara. Für ein Foto kommt Niklas Hauptmann gern mal mit an den Strand, doch sonst meidet er die zugige Playa de Guadalmina, an der das gleichnamige Teamhotel der Dynamos liegt. Der 21-Jährige will sich auch im Trainingslager in Spanien nicht erkälten: „Ich bin da etwas empfindlicher als andere“, erklärt er. Wegen eines Infektes ein paar Tage auszufallen, das kann und will sich der ehrgeizige Mittelfeldspieler nicht leisten. „Ich habe mir zum Ziel gesetzt, die Vorbereitung mal komplett durchzuziehen, weil ich da immer meine Probleme habe“, versichert er, „bisher läuft es gut“. Nach dem Spiel gegen die U23 von Werder Bremen (2:1) habe es mal etwas gezwickt, doch am Donnerstag konnte er schon wieder alles mitmachen.

Niklas Hauptmann am Strand vor dem Teamhotel “Guadalmina”.
Niklas Hauptmann am Strand vor dem Teamhotel “Guadalmina”. © Jochen Leimert
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Im Sommer hatte er die Vorbereitung noch verpasst: Wadenprobleme und Adduktorenbeschwerden bremsten den Kreativspieler aus. „Ich habe die Vorbereitung so gut wie gar nicht mitgemacht“, erinnert sich Hauptmann ungern. So kam der zweitälteste Sohn von Ex-Auswahlspieler Ralf Hauptmann erst spät in Tritt, bestritt sein erstes Punktspiel über 90 Minuten am 1. Oktober beim 2:0 in Heidenheim. Die ersten vier Partien der laufenden Zweitliga-Saison gehörte er nicht einmal zum Kader, ehe er über Kurzeinsätze in die Stammelf zurückfand: „Es hat lange gedauert, wieder bei 100 Prozent zu sein.“ Die sind aber nötig, denn auf den Achterpositionen ist der Konkurrenzkampf bei Dynamo besonders hart: „Egal ob sich da mal einer verletzt oder nicht – wir haben da genug Leute. Es kommt für mich gar nicht infrage, da irgendwo was schleifen zu lassen.“

Deshalb will Hauptmann an der Costa del Sol jede Einheit nutzen. Ihm macht es auf dem Rasenteppich im Football Center auch riesigen Spaß, den Ball laufen zu lassen: „Wir haben Bedingungen hier, wie ich sie noch nirgendwo vorgefunden habe. Die Plätze sind perfekt für uns, um das einzustudieren, was wir wollen.“ Er freut sich schon auf das letzte Testspiel, das am Sonnabend um 16 Uhr in La Linea gegen den FC Groningen steigt. Pfeift der Schiedsrichter an, dann ist Hauptmann mit einem Schlag in einer anderen Welt: „Dann ist Spiel – dann haust du alles raus, was drin ist im Tank“, erzählt Hauptmann, „und wenn klar ist, dass du nur 45 Minuten spielst, dann versuchst du in der kurzen Zeit, erst recht die Welt einzureißen.“

Niklas Hauptmann (Mitte) in einem Trainingsspiel im Marbella Football Center.
Niklas Hauptmann (Mitte) in einem Trainingsspiel im Marbella Football Center. © Jochen Leimert

Zwölf Punktspiele und ein Pokalspiel hat er in dieser Saison bislang bestritten, zwei Vorlagen sprangen dabei heraus. Das ist ihm zu wenig, doch ohne Vorbereitung und in einer sportlich nicht so erfolgreichen Phase für die Mannschaft sei es besonders schwierig gewesen, zu seiner Bestform zu finden. „Wenn man nicht gut spielt und die Mannschaft verliert, ist das schon was, was ziemlich belastet. Nicht nur im Spiel, sondern auch danach zu Hause. Da haben einige Leute schon mal meine schlechte Laune abbekommen.“ In den letzten Begegnungen kam er jedoch immer besser ins Rollen. „Jetzt gilt es, das in der Rückrunde von Anfang an auf den Platz zu bringen.“ Sein Ziel für die verbleibenden 16 Spiele ist klar umrissen: „Ich will so viele Spiele machen wie möglich – am besten alle.“

Er möchte dabei versuchen, auch etwas mehr in die Spitze zu gehen, um mehr Torgefahr auszustrahlen. „Der Trainer gibt mir da relativ viel Freiheiten. Er weiß, dass ich hinten im Aufbauspiel helfen kann und erwartet natürlich auch, dass ich als Achter auch nach vorn meine Aktionen habe“, sagt Hauptmann. Mit den neuen Stürmern Lucas Röser und Peniel Mlapa komme er gegenüber dem Vorjahr aber gut klar: „Ich spüre da keinen Unterschied. Die machen das sehr gut.“

Niklas Hauptmann am Ball.
Niklas Hauptmann am Ball. © Jochen Leimert

Ob er in naher Zukunft vielleicht sogar mal mit seinem jüngeren Bruder Marius zusammenspielen darf, das kann Niklas Hauptmann nicht wissen. Er und der Älteste der Trios, der in Laubegast kickende Lukas, fänden es aber klasse, wenn es der Außenbahnspieler aus Dynamos A-Jugend auch zu den Profis schaffen würde. Und Marius habe den Ehrgeiz, wie Niklas verrät: „Er hat mir schon mal gesagt, dass es ihn antreibt, mich zu sehen. Letzten Endes rede ich ihm aber nicht rein oder versuche neunmalklug was zu erzählen. Der Junge ist so klar im Kopf und so zielstrebig, der wird seinen Weg sowieso machen – egal in welche Richtung.“ Eine besondere Qualität habe der jüngste Hauptmann allemal: „Er ist schon ein anderer Spielertyp als ich. Er ist schnell – der einzige Schnelle in der Familie.“ Wenn das Vater Ralf liest...

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