Pascal Testroet ist wieder voller Zuversicht. Pascal Testroet ist wieder voller Zuversicht. © Jochen Leimert
Pascal Testroet ist wieder voller Zuversicht.

Dynamo Dresdens Pascal Testroet: In „Giraffenschritten“ Richtung Comeback

Dynamo-Stürmer schuftet mit Fitnesscoach Tobias Lange – und es zahlt sich aus.

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Marbella/Dresden. Während die Mannschaft im Trainingslager Marbella viel am Spielaufbau und an der Verteidigung feilte, sah das Programm von Pascal Testroet ganz anders aus. Der Dynamo-Stürmer schwitzte abseits der Truppe jeden Tag mit Reha- und Fitnesscoach Tobias Lange für sein Comeback. In „Giraffenschritten“ (O-Ton Testroet) ging es vorwärts, inzwischen kann der Bocholter nach seinem Kreuzbandriss Ende Juli schon wieder leichtes Balltraining absolvieren. Selbst ein paar Torschüsse waren schon drin. Lange ist voll des Lobes über seinen Schützling: „Er gibt Vollgas. Es macht wahnsinnig Spaß, mit ihm zu arbeiten.“ Testroet habe generell eine sehr professionelle Einstellung zum Fußball, jetzt zeige sich die noch mehr.

Tobias Lange arbeitete in Marbella jeden Tag intensiv mit Testroet. Tobias Lange arbeitete in Marbella jeden Tag intensiv mit Testroet. © Jochen Leimert

Angetan vom Heilungsverlauf ist „Paco“, wie Testroet von allen gerufen wird, vor allem selbst: „Es ist wirklich toll, wieder dabei zu sein und den Ball am Fuß spielen zu dürfen.“ Das Vertrauen in sein operiertes linkes Knie sei groß: „Das hatte ich komischerweise vom ersten Tag an.“ Er schone sich nicht, ziehe nicht zurück, wenn die Belastung steigt. „Das ist das Wichtigste“, glaubt der Familienvater. Beinahe täglich sei es im Marbella Football Center vorangegangen, wenngleich er beim Passspiel vieles erst wieder neu einüben muss: „Wenn man seine Hand fünf Monate steifhält, dann geht sie danach auch nicht direkt.“

Pascal Testroet passt auf einem Gummikissen stehend zu Tobias Lange. Pascal Testroet passt auf einem Gummikissen stehend zu Tobias Lange. © Jochen Leimert

Wann der 27-Jährige wieder voll mit der Mannschaft trainieren kann, ist noch unklar: „Der Plan jetzt ist, dass ich Anfang Februar nochmal zu Dr. Eichhorn nach Straubing fahre, der mich dann untersuchen muss. Ich glaube, wenn er mir da das Okay gibt und die Tests alle positiv sind, dass ich dann mit der Mannschaft trainieren kann. Da muss man dann sehen, wie schnell ich mich einfüge, wie schnell ich wieder in die Bälle oder Zweikämpfe reingehe.“

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Bis dahin vertraut er ganz auf Tobias Lange, der ihm sehr abwechslungsreiche und gut dosierte Übungen anbietet: „Ich mache wirklich das, was ,Tobi‘ mir sagt.“ Wenn sie zusammen arbeiten, erleben sie auch schon einmal eine Überraschung: „Neulich lag ein Ball auf dem Rasen und dann habe ich einfach einen Flugball gespielt. Und dann sagt der ,Tobi‘: ‚War der gerade mit links? Ja klasse, dann haben wir den Schritt auch schon geschafft, wenn das geht‘.“ Mit Lange versteht er sich mittlerweile prächtig: „Vorher war es eine Athletiktrainer-Spieler-Beziehung. Aber jetzt ist daraus natürlich schon eine Freundschaft entstanden. Aus meiner Sicht werde ich ihm lebenslang dankbar sein. Er hat mich in einem Moment aufgefangen, als ich ganz am Boden war.“

Rückblick auf das Trainingslager der SG Dynamo Dresden

Geholfen hat Testroet in den letzten Monaten natürlich die Unterstützung seiner Familie, aber auch der Zuspruch der Fans. „Über die sozialen Medien verfolgen es ja doch viele mit. Wie viele Reaktionen man von Menschen bekommt, bei denen man überhaupt nicht damit rechnet, das ist schon schön zu sehen.“ Regen Anteil nimmt auch Duisburgs Torwart Mark Flekken, mit dem er am 30. Juli beim 1:0 gegen den MSV so schwer zusammengeprallt war: „Ich glaube, der hat mich schon 50 Mal angeschrieben. Immer wieder. Niklas Kreuzer hat mir erzählt, dass er mich jetzt nach dem Rückspiel wieder gegrüßt und gesagt hat, dass es ihm so leid tut. Am Abend der Verletzung hat er sich direkt noch bei mir gemeldet. Ich habe ihm sofort geschrieben, dass er nix dafür kann.“

Als der Pechvogel jetzt wieder seine ersten Torschüsse abgeben konnte, war Testroet förmlich überwältigt: „Im Training war ich ja völlig euphorisiert, da haben sie ja immer gesagt: ‚Bleib ruhig, bleib ruhig!‘. Als ich dann auf dem Zimmer war und nochmal drüber nachgedacht habe, sind schon ein paar Freudentränen gekommen.“ Er ist überzeugt, dass sein Comeback nicht mehr so fern ist: „Irgendwann wird die Aufstellung kommen und dann werde ich wahrscheinlich irgendwo ganz unten auftauchen, aber dann werde ich wieder auf dem Zettel mit draufstehen.“

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