14. Juli 2017 / 21:32 Uhr

Dynamo Dresdens Testroet: „Der muss erst mal besser sein als ich“

Dynamo Dresdens Testroet: „Der muss erst mal besser sein als ich“

Stefan Schramm
Pascal Testroet wie ihn die Dynamo-Fans lieben: beim Torjubel.
Pascal Testroet beim Torjubel. © Matthias Koch
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Auch nach dem Trainingslager im bayrischen Bad Gögging geht Stürmer Pascal Testroet davon aus, sich gegen die Neuzugänge im Sturm von Dynamo Dresden durchsetzen zu können.

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Bad Gögging. Neue Saison, neues Glück. Das denkt sich auch Pascal Testroet. Der Stürmer der SG Dynamo Dresden hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Nach wenigen Zweitligaspielen verlor er seinen Stammplatz, kam danach kaum zum Zug. Im März zog sich „Paco“ in einem Future-League-Spiel einen Muskelfaserriss zu. Damit war das erste Zweitligajahr in seiner Karriere praktisch gelaufen. Erst am letzten Spieltag gegen seinen alten Verein Arminia Bielefeld kam er noch zu einem Kurzeinsatz.

Nun aber meldet sich der gebürtige Bocholter zurück. „Mir geht es endlich wieder gut. Ich habe zu alter Stärke zurückgefunden“, so seine Einschätzung nach dem mit 2:1 gewonnenen Testspiel gegen Bundesligist VfB Stuttgart. Dort war er bemüht, vergab aber per Kopf die beste Dynamo-Chance in Halbzeit eins. Und nachdem Neuzugang Lucas Röser, der mit ihm um den wohl einzigen Startelfplatz im Sturm kämpft, in Minute 62 für ihn eingewechselt worden war, traf der prompt nach 20 Sekunden zum Siegtor. „Das war Teamarbeit. Ich habe meine Gegenspieler plattgerannt und immer wieder gearbeitet. Er hat dann den Moment der Unachtsamkeit genutzt“, sagt Testroet.

„Dynamo ist was anderes als Aspach“

Dass Röser ihm aber den Stammplatz wegschnappt, glaubt „Paco“ nicht: „Es gibt keinen Grund für mich, daran zu zweifeln, dass ich am ersten Spieltag in der Startelf stehe.“ Schließlich sei er jetzt topfit, habe im Training viele Tore geschossen und auch gegen den VfB eine gute Figur gemacht. Zudem warnt er den drei Jahre jüngeren, aus Großaspach zu Dynamo gewechselten Röser, mit dem er im Trainingslager in Bad Gögging ein Doppelzimmer bewohnte: „Es war sein erstes Spiel gegen einen großen Gegner. Da wird noch mal was anderes auf ihn zukommen, wenn er bei uns im Stadion von 30 000 Leuten nach vorne gepeitscht oder auch mal kritisiert wird, wenn es mal nicht so läuft. Das ist was anderes als in Aspach.“

Auch die mögliche Verpflichtung eines dritten Stürmers beeindruckt Pascal Testroet nicht: „Ich gehe davon aus, dass noch einer kommen wird, aber der muss erst mal besser sein als ich. Lukaku wird nicht kommen, der ist bei ManU unter Vertrag.“ Gegen den belgischen Nationalstürmer könne es schwierig werden, sich durchzusetzen, meint der Ex-Bielefelder.

„Stefan Kutschke hat einfach funktioniert“

Genug Selbstbewusstsein hat der 26-Jährige offenbar gesammelt, nachdem es für ihn im Vorjahr mäßig lief. Damals setzte sich kurz nach Saisonbeginn der inzwischen vom FC Ingolstadt verpflichtete Stefan Kutschke gegen ihn durch. „Das war schwierig zu akzeptieren“, blickt Testroet zurück. „Ich hatte meine Leistung gebracht, nur nicht so viel Glück vorm Tor. Stefan hat einfach funktioniert.“ Er habe den berühmten Schlüssel zur Torfabrik an Kutschke verliehen. Deshalb habe Trainer Uwe Neuhaus auch keinen Grund gehabt, im weiteren Saisonverlauf noch mal auf der Stammposition im Sturm zu tauschen, auch wenn dies „total frustrierend“ gewesen sei.

Die Spieler, Trainer und Betreuer von Dynamo Dresden haben innerhalb ihres Trainingslagers in Bad Gögging auch eine Schlauchboottour auf der Donau unternommen. Hier ist unsere Sportbuzzer-Foto-Story von Stefan Schramm.

01) An ihrem trainingsfreien Donnerstagnachmittag im Trainingslager in Bayern begeben sich Spieler, Trainer und Betreuer von Dynamo Dresden auf eine Schlauchboot-Tour auf der Donau. Nach kurzer Einweisung geht es los. Zur Galerie
01) An ihrem trainingsfreien Donnerstagnachmittag im Trainingslager in Bayern begeben sich Spieler, Trainer und Betreuer von Dynamo Dresden auf eine Schlauchboot-Tour auf der Donau. Nach kurzer Einweisung geht es los. © Stefan Schramm
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Allerdings kam Pascal Testroet, sofern er nicht verletzt war, oft zu Kurzeinsätzen und konnte sich wenigstens für ein paar Minuten zeigen. „Wenn ich keine Einsatzchancen mehr bekomme, müsste ich mir Gedanken machen, ob die alle so viel besser sind als ich. Aber das habe ich auch nicht gesehen“, erinnert er sich und wisse auch in Sportdirektor Ralf Minge einen Fürsprecher: „Ralf hat eine sehr hohe Meinung über mich und das mehrfach nach außen kundgetan.“ Letztlich entscheide aber der Trainer.

Testroet hofft, dass Uwe Neuhaus ihm langfristig das Vertrauen schenkt, damit es mehr werden als die drei Tore und vier Vorlagen aus der Vorsaison. „Paco“ sagt: „Ich habe höhere Erwartungen. An die will ich dieses Jahr näher herankommen.“ Am Sonnabend (14.30 Uhr) testet Dynamo zum Abschluss des Trainingslagers gegen Unterhaching.

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