16. Dezember 2018 / 22:00 Uhr

Dynamo-Fans gehen nach Paderborn-Pleite auf die Barrikaden

Dynamo-Fans gehen nach Paderborn-Pleite auf die Barrikaden

DNN
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Ein kurzer Applaus mit viel Abstand zur Kurve: Dynamos Profis bekamen die Wut der Fans zu spüren und gingen daher nach Abpfiff schnell zur Kabine.
Ein kurzer Applaus mit viel Abstand zur Kurve: Dynamos Profis bekamen die Wut der Fans zu spüren und gingen daher nach Abpfiff schnell zur Kabine. © Mike Worbs
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Die Unzufriedenheit mit der Leistung der Schwarz-Gelben wächst. Trainer Maik Walpurgis steht bei den Fans heftig in der Kritik .

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Paderborn. Nicht nur die Temperaturen waren bei der Niederlage der Dynamos am Sonnabend in Paderborn frostig – auch die Stimmung der Fans nach Abpfiff. Hatten Dresdens Anhänger ihre Mannschaft im Anschluss an das 1:8-Debakel beim 1. FC Köln noch gefeiert, gab es auf die Minute genau fünf Wochen später vor allem zahlreiche böse Blicke, nicht druckreife Rufe – und ein bisschen auch die kalte Schulter für die Profis der Schwarz-Gelben. Statt die Spieler wie üblich durch den Zaun abzuklatschen, schickten die Fans die Fu0baller wieder weg, als sie in die Kurve gelaufen kamen. Ein seltenes Bild bei der SGD, das nur als klares Signal an die Mannschaft zu verstehen ist: Die Anhänger wollen mehr Engagement sehen, mehr Biss.

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Keine Punkte in Ostwestfalen: Die SG Dynamo Dresden unterlag beim SC Paderborn mit 0:3. Zur Galerie
Keine Punkte in Ostwestfalen: Die SG Dynamo Dresden unterlag beim SC Paderborn mit 0:3. ©
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Innenverteidiger Jannik Müller zeigte zwar Verständnis, meinte nach der 0:3-Pleite aber auch: „Wir sind erst mal mit unserer eigenen Leistung beschäftigt. Das tut weh genug.“ Trainer Maik Walpurgis forderte gerade für die Fans eine Reaktion beim Auswärtsspiel in Duisburg am nächsten Sonntag. „Wir haben wieder eine tolle Unterstützung gehabt und da gilt es auch, sich komplett den Hintern aufzureißen. Auch beim Spielstand von 0:2 erwarte ich einfach von unserer Mannschaft maximalen Widerstandskampf und, dass wir uns bis zur letzten Minute hier für den Verein und für die Fans zerreißen“, so der bei den Anhängern mehr und mehr in die Kritik geratende 45-Jährige.

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„Walpurgis raus“, machte auf Twitter mancher Fan seinem Ärger Luft. Der Trainer habe keine Spielidee, die Offensive sei komplett außer Form. Und auch das, was Dynamo unter Walpurgis zunächst stark gemacht habe, sei seit dem Köln-Spiel verschwunden: die starke Defensive. Diskutiert wurde sogar die Maximalforderung, Sport-Geschäftsführer Ralf Minge solle die Partie beim MSV Duisburg für Walpurgis zu einem Alles-oder-Nichts-Spiel deklarieren und im Falle einer erneuten Niederlage die Wintervorbereitung mit einem anderen Trainer starten. Doch längst nicht nur der Chefcoach bekommt sein Fett weg – auch die Spieler und den großen Trainerstab mit Psychologe Sascha Lense hinterfragen die Fans kritisch. Vielleicht hilft ja dieser zusätzliche Druck, um zum Jahresabschluss beim MSV zu punkten und dadurch wenigstens einen für Verein, Fans, Mannschaft und Trainer versöhnlichen vierten Advent zu erleben.

Caroline Grossmann/Stefan Schramm

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