Die Dynamo-Profis waren nach dem Abpfiff am Freitagabend maßlos enttäuscht. Kapitän Marco Hartmann (Mitte) versucht, Aias Aosman zu trösten. Die Dynamo-Profis waren nach dem Abpfiff am Freitagabend maßlos enttäuscht. Kapitän Marco Hartmann (Mitte) versucht, Aias Aosman zu trösten. ©
Die Dynamo-Profis waren nach dem Abpfiff am Freitagabend maßlos enttäuscht. Kapitän Marco Hartmann (Mitte) versucht, Aias Aosman zu trösten.

Dynamo: Spieler hadern mit ihrer Chancenverwertung

Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus nimmt sich nach dem 1:1 gegen Fürth lieber die Schiedsrichter zur Brust

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Dresden. Wer die geknickten Dynamo-Profis am Freitagabend schnippisch mit einem „Hätte, hätte, Fahrradkette“ – oder neuerdings frei nach Lothar Matthäus auch mit einem„Wäre, wäre, Fahrradkette“ – konfrontiert hätte, der wäre wohl mit einem Veilchen heimgegangen. Dass sie nach einem ordentlichen Spiel gegen Tabellenschlusslicht Greuther Fürth selbst den Sieg verschenkt hatten und sich wegen ihrer schlechten Chancenverwertung am Ende mit einem 1:1 begnügen mussten, das wussten die Spieler im Kapitän Marco Hartmann sehr wohl allein. Sie haderten anders als ihr Trainer nicht groß mit Fürths Joker Philipp Hofmann und Schiedsrichter Martin Thomsen, die beim Ausgleich die Regeln großzügig ausgelegt hatten, sondern ärgerten sich vor allem über die vielen verpassten Chancen zum möglichen 2:0.

„Es ist schon sehr bitter, weil wir heute eine gute Leistung gezeigt haben“, kommentierte Hartmann das 1:1. „Wir haben es einfach verpasst, die Konterchancen besser auszuspielen“, übte der Spielführer Selbstkritik, „der Ausgleich kam aus dem Nix, aber das ist die Gefahr, wenn du nur ein Tor machst.“ Stürmer Lucas Röser meinte: „Wir haben es verpasst, noch eins drauf zu legen, dann ist vielleicht der Deckel drauf.“ Linksverteidiger Philip Heise runzelte die Stirn: „Ich glaube, wir haben zu lange 1:0 geführt. Das war unser Problem. Wenn wir das 2:0 machen, geht die Partie ganz anders aus. Solange wir nur 1:0 führen, lassen wir Fürth auch am Leben.“ Für ihn war es kein gewonnener Punkt, sondern das 1:1 fühlte sich für den Torschützen zum 1:0 an „wie ein verlorenes Spiel“. Dass Hofmann in der 82. Minute mit Hilfe des Oberarmes und dem Wohlwollen des Referees noch dazu kam, den Ausgleich zu schießen, das war für Heise zweitrangig. Für ihn stand fest: „Am Ende des Tages haben wir vorne das Spiel verloren und nicht hinten.“

Die Fußballer von Dynamo Dresden müssen sich gegen die SpVgg Greuther Fürth, den Tabellenletzten der 2. Bundesliga, mit einem 1:1 (1:0) begnügen.

Auch Trainer Uwe Neuhaus bemängelte: „Man muss die Chancen irgendwo auch verwerten.“ Auf ähnlich harte Einheiten wie nach dem 2:3 in Bochum muss sich seine Mannschaft aber nicht einstellen, denn insgesamt war Neuhaus zufrieden mit ihrem Auftreten. „Ich glaube, dass die Mannschaft alles versucht und auch ordentlichen Fußball gespielt hat. Sie war zum Beispiel viel offensivstärker als im Heimspiel gegen Duisburg, wo wir uns nicht so viele Chancen herausgespielt haben gegen einen ähnlich defensiv stehenden Gegner.“ Er sei keineswegs enttäuscht von ihr – „nicht im Ansatz“. Zwar habe sie gute Möglichkeiten vergeben, „aber den Schiedsrichter kann ich aus der Verantwortung nicht rausnehmen“. Hofmanns Treffer zu geben, da ließ sich Neuhaus nicht beirren, „war eine klare Fehlentscheidung“. Dass von vier Unparteiischen auf und neben dem Platz keiner reagiert hatte, „das darf nicht passieren“.

Region/Dresden SG Dynamo Dresden SG Dynamo Dresden (Herren) SpVgg Greuther Fürth SpVgg Greuther Fürth (Herren) SG Dynamo Dresden-SpVgg Greuther Fürth (08/09/2017 18:30) Fussball 2. Bundesliga

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