10. Februar 2018 / 07:51 Uhr

Dynamos Marcel Franke kehrt nach Fürth zurück

Dynamos Marcel Franke kehrt nach Fürth zurück

DNN
Twitter-Profil
Noch im Trikot von Greuther Fürth duellierte sich Marcel Franke (l.) einst auch mit Dynamo-Kapitän Marco Hartmann. Mittlerweile hat Franke jedoch die Seiten gewechselt. 
Noch im Trikot von Greuther Fürth duellierte sich Marcel Franke (l.) einst auch mit Dynamo-Kapitän Marco Hartmann. Mittlerweile hat Franke jedoch die Seiten gewechselt.  © Imago
Anzeige

Der Verteidiger der Schwarz-Gelben will am Sonntag seinem früheren Club Greuther Fürth das Leben schwer machen

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Dresden. Dass er so schnell zurückkehren würde in den Ronhof, hätte Marcel Franke sicher nicht gedacht, als er im Sommer 2017 aus Fürth zum englischen Zweitligisten Norwich City wechselte. Seine Absichten waren natürlich andere. Er wollte sich auf der Insel durchsetzen. Doch das schaffte der 24-Jährige nicht, was seinen Ausbildungsverein auf den Plan rief: Dynamo Dresden lieh den 1,93 Meter langen Innenverteidiger im Winter für die laufende Rückrunde aus.

„Da sieht man mal wieder, im Fußball kann alles passieren“, kommentierte Marcel Franke diese besondere Entwicklung. Nun spielt der gebürtige Dresdner erstmals als Ex-Franke wieder in Franken, wenn Dynamo am Sonntag (13:30 Uhr/Sky) im Auswärtsspiel der 2. Fußball-Bundesliga bei der SpVgg Greuther Fürth antritt. Ein gewöhnlicher Arbeitstag sei diese Begegnung für ihn sicher nicht. Nach Ablauf seines Vertrags bei Drittligist Hallescher FC war Franke 2015 zu den „Kleeblättern“ gewechselt und mauserte sich dort zum gestandenen Profi.

„Natürlich ist das für mich ein schönes Spiel. Ich habe dort zwei sehr gute Jahre gehabt und freue mich, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Aber gut, am Wochenende geht es im Endeffekt nur um die drei Punkte“, lenkte Marcel Franke den Fokus auf die Partie, die einmal mehr im Zeichen des Kampfs um den Klassenerhalt stehen wird. Denn der Gastgeber ist Tabellenvorletzter. „Die Fürther werden alles reinschmeißen, weil sie wissen, um was es geht. Sie sind auf einer Position, wo du eigentlich mit dem Verein nicht stehen darfst“, meint der Abwehrmann. „Uns wird dort ein großer Kampf erwarten. Darauf müssen wir uns einstellen und gegenhalten. So ein frühes Tor, wie wir es hier geschafft haben gegen Bochum, würde uns guttun“, schlägt Marcel Franke den Bogen zum 2:0-Heimsieg der Schwarz-Gelben gegen den VfL am letzten Sonntag, die schon nach zwei Minuten durch einen Foulelfmeter von Lucas Röser in Führung gegangen waren.

Die Fußballer von Dynamo Dresden müssen sich gegen die SpVgg Greuther Fürth, den Tabellenletzten der 2. Bundesliga, mit einem 1:1 (1:0) begnügen.

Zur Galerie
Anzeige

Erstmals in diesem Jahr blieb Dynamo dabei ohne Gegentor. Das gelang zuvor weder in den fünf Tests, noch in den Punktspielen Ende Januar gegen St. Pauli (1:3) und Sandhausen (0:1), die beide mit Niederlagen endeten und in denen Franke an der Seite von Florian Ballas verteidigte. Nach dessen fünfter Gelber Karte rückte Jannik Müller gegen Bochum in die Startformation, holte sich gegen den Revierclub jedoch seinerseits die fünfte Verwarnung ab und fehlt nun gesperrt in Fürth. Ohne die Verpflichtung eines Verteidigers nach dem langfristigen Ausfall von Sören Gonther (Kreuzbandriss) hätte Dynamo also spätestens jetzt ein Abwehrproblem bekommen. Umso glücklicher ist SGD-Trainer Uwe Neuhaus über seinen neuen Akteur: „Ich bin froh, dass Marcel bei uns ist. Die ersten Spiele haben gezeigt, dass er schon einen enormen Wert für die Mannschaft besitzt.“

Gegen die „Kleeblätter“, die sechs Zähler hinter den Schwarz-Gelben rangieren, erwartet der 58-jährige Chefcoach nicht nur Abstiegs-, sondern sogar einen „Existenzkampf“: „Die Fürther, die in der Rückserie noch kein Spiel gewonnen haben, stehen mit dem Rücken zur Wand.“ Wichtig sei für die Dresdner vor allem, mit dem nötigen Selbstvertrauen zu agieren. „Wir werden wahrscheinlich permanentem Druck ausgesetzt sein. Da brauchen wir Lösungen und darauf haben wir uns vorher dementsprechend vorbereitet“, erklärt Neuhaus. Dies allerdings sei witterungsbedingt nicht optimal gewesen. Von den Trainingsplätzen wich Dynamo zweimal ins Stadion und einmal in die Halle aus. Eine Einheit auf Kunstrasen brach Neuhaus mit Blick auf die Gesundheit seiner Spieler vorzeitig ab.

Verzichten muss er nämlich nach wie vor nicht nur auf die Langzeitverletzten Sören Gonther und Pascal Testroet (ebenfalls Kreuzband), sondern auch auf Torwart Marvin Schwäbe und Kapitän Marco Hartmann. Neben Jannik Müller fehlt Niklas Kreuzer aufgrund der fünften Gelben Karte. Ebenso gesperrt ist Haris Duljevic (Schiedsrichterbeleidigung). Diese sieben Spieler gilt es im Ronhof zu ersetzen. Außenverteidiger Fabian Müller hat zudem Probleme mit dem Schleimbeutel in der Ferse. Gerade defensiv ist es derzeit personell nicht gut bestellt. Doch Marcel Franke ist eine sichere Bank.

Schiedsrichter ist Thorben Siewer aus Olpe.

Caroline Grossmann und Stefan Schramm

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Dresden
Sport aus aller Welt