13. März 2018 / 08:48 Uhr

Eilenburger Traumserie reißt in Plauen

Eilenburger Traumserie reißt in Plauen

Sanny Stephan
Eilenburgs Coach Nico Knaubel.
Eilenburgs Coach Nico Knaubel (Archivbild). © Alexander Prautzsch
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Dezimierte Knaubel-Elf kassiert schmerzhaftes 0:1.

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Plauen/Eilenburg. Die Eilenburger hatten das Verlieren eigentlich verlernt. Seit 14 Punktspielen oder besser seit September hatte der FCE in der Fußball-Oberliga Süd kein Spiel mehr verloren. Dann kam der 11. März und das Duell gegen den finanziell in Schieflage geratenen VFC Plauen. Nach 90 umkämpften Minuten leuchtete aus Eilenburger Sicht ein 0:1 auf der Anzeigetafel des Vogtlandstadions.

325 Fans verloren sich in der mehr als 10 000 Zuschauer fassenden Arena und wurden Augenzeuge der erste Niederlage seit einer Ewigkeit. Die war unnötig und fühlte sich bitter an. „Es war völlig überflüssig“, sagte Trainer Nico Knaubel. Seinen Jungs wollte er keinen Vorwurf machen. „Wir haben alles gegeben, was drin war und selbst die lange Unterzahl, die wir kompensieren mussten, hat man nicht gespürt.“

Jochmann sieht früh Rot

Der FCE spielte mehr als 70 Minuten zu zehnt, weil Henrik Jochmann früh Rot gesehen hat. Nach einem Zweikampf soll er eine Tätlichkeit begannen haben. Der 25-Jährige beteuerte seine Unschuld, half alles nichts. Schiedsrichter Magnus-Thomas Müller (VfB Nessa) schickte den Linksbeiner zum Duschen. Die zahlenmäßige Überlegenheit spielte Plauen, die in der Winterpause einige Hochkaräter und seitdem drei Spiele verloren hatten, in die Karten.

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So war es zumindest optisch auf dem extrem tiefen, schweren und holprigen Platz ein ausgeglichenes Spiel. Plauen verbuchte einen Lattenknaller, Eilenburg eine gute Chance durch Adam Fiedler. Das sonst so gefürchtete Spiel über die Außen zeigte allerdings kaum Wirkung. Knaubel reagierte deshalb zur Pause, schickte mit Dennis Kummer seinen schnellsten Spieler, der seit einigen Spielen in starker Form ist, auf das Feld.

Kummer dreht rasch auf

Für den diesmal blassen Christoph Bartlog war Feierabend. Und Kummer lief sofort von 0 auf 100. Immer wieder setzte er sich auf der Außenbahn durch und fütterte seine Mitspieler, die konnten die Chancen aber nicht verwerten. Die größte Möglichkeit versiebte Fiedler, der den Ball nach einem starken Kummer-Pass freistehend nicht optimal traf. Fehler auf den Untergrund zu schieben, ist immer einfach. Diesmal war der Rasen aber schuld an so manch technischer Schwäche auf beiden Seiten.

Viel oder besser fast alles ging über den Kampf und über Standards. Ein solcher führte zum Tor des Tages. Nach einer Ecke bekam Florian Thomas den Ball nicht zu fassen und Plauens Kapitän Varnhagen bugsierte das Leder ins Tor. Da fehlten dem spielstarken, aber mit 1,75 Meter kleinen FCE-Keeper die berühmten Zentimeter. Trotz dieses Rückschlages glaubten die Eilenburger, angetrieben von einem starken Stephan Hofmann, weiter an sich. „Wir haben uns nie aufgegeben und Druck gemacht“, lobte Knaubel, der sich bei den Wechseln in der Schlussphase gegen den einzigen echten Stürmer im Team, Fabian Döbelt, und für Max Röhrborn und Paul Stöbe entschied.

Heidel rückt ins Sturmzentrum

„Wir haben auf die Schnelligkeit von Max und Pauls Kreativität gehofft“, erklärte der Coach. Kapitän Sebastian Heidel rückte in den letzten Minuten neben René Winkler in das Sturmzentrum. Eilenburg wollte das Tor auf Biegen und Brechen. Es fiel nicht. Stattdessen lachte der VFC mit der Sonne um die Wette. Am kommenden Freitag (19 Uhr) kommt die BSG Wismut Gera mit Carsten Hänsel, der vom Trainer zum sportlichen Leiter rotiert ist, ins Ilburg-Stadion. Zeit, um eine neue Serie zu starten.

FCE: Thomas – Vogel, Majetschak, Hofmann, Sauer (80. Stöbe), Bartlog (46. Kummer), Heidel, Klemm, Jochmann (22./Rot), Fiedler (72. Röhrborn), Winkler.

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