10. August 2018 / 16:52 Uhr

Ein neuer VSK Osterholz-Scharmbeck an der Startlinie

Ein neuer VSK Osterholz-Scharmbeck an der Startlinie

Tobias Dohr
Legt Wert auf Kontinuität: Oliver Schilling, Neu-Coach des VSK Osterholz-Scharmbeck (rechts).
Legt Wert auf Kontinuität: Oliver Schilling, Neu-Coach des VSK Osterholz-Scharmbeck (rechts). © Tobias Dohr
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Mit Neu-Trainer Oliver Schilling will der Kreisstadt-Klub vor allem mehr Kontinuität an den Tag legen – auf und abseits des Platzes

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An eine Sache hat sich Oliver Schilling noch überhaupt nicht gewöhnt. Die neue Trikotfarbe. „Da würde ich mir manchmal wünschen, ich hätte eine Rot-Grün-Schwäche“, gibt der neue Trainer von Fußball-Bezirksligist VSK Osterholz-Scharmbeck schmunzelnd zu Protokoll. Nein, Grün und Weiß, das sind wahrlich nicht die Farben des 39-Jährigen. Noch nicht. Denn abgesehen von den neuen Vereinsfarben, gefällt Schilling, der beinahe sein komplettes Fußballerleben beim TSV Wallhöfen verbracht hat, sein neuer Klub schon ziemlich gut.

Keine Frage: Da scheint zusammenzukommen, was zusammengehört. Hier ein engagierter Trainer, der nachweislich seine Fähigkeiten – vor allem im Umgang mit jungen Spielern – unter Beweis gestellt hat. Dort ein Verein, der über die größte Jugendabteilung des Landkreises Osterholz verfügt. Hier ein Trainer, der mit großen Ambitionen ausgestattet ist und mittelfristig endlich mal in der Landesliga mitmischen will. Dort ein Klub, der in Sachen Infrastruktur, Stadion und Betreuerstab mehr zu bieten hat als fast jeder andere Verein.

Teammanager Markus Friedrichs hat zudem den Kader praktisch auf links gedreht. Im vergangenen Jahr wäre der damalige VSK-Trainer Torsten Just heilfroh gewesen, 18 Spieler regelmäßig im Kader gehabt zu haben. Oliver Schilling muss nun alleine 18 Neuzugänge einbauen – so groß ist die Zahl, wenn man die Akteure aus der zweiten Mannschaft mitzählt. Darunter befinden sich echte Routiniers und höherklassig erfahrene Akteure wie Tobias Stöhr, Malte Vollstedt oder Ali Dag. Aber auch junge Rohdiamanten wie Dustin Hirsch, Abel
Tsigab und Steffen Brünjes.

In den Vordergrund gespielt hat sich in den vergangenen Wochen aber vor allem einer: Evangelos Liouras. „Evo hat eine Bombenvorbereitung gespielt. Umso bedauerlicher, dass er in den ersten Punktspielen wegen Heimaturlaubs fehlen wird“, sagt Schilling. Aber auch Steffen Gardianczik und Eugen Zilke hätten zuletzt punkten können, so der Coach. Ein festes Gerüst hat Schilling bereits im Kopf, Namen nennt er indes noch nicht. Dass ein Tobias Stöhr, ein Hussain Taha, ein Mohamed Taha oder Evangelos Liouras dazu gehören dürften, wäre keine Überraschung. Und dann wäre da ja noch Felix Gartelmann.

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„Felix geht für diese Truppe durchs Feuer, er trägt die Mannschaft wie kaum ein Zweiter“, lobt Schilling seinen Mittelfeldantreiber, der allerdings mit einer Bänderverletzung noch einige Wochen ausfallen wird. „Das ist wirklich ganz, ganz bitter“, so Schilling. Im Tor haben der VSK-Coach und sein Co-Trainer Frank Müller die Qual der Wahl. Mit Malte Vollstedt und Kevin Meier kämpfen zwei starke Schlussleute um den Posten der Nummer eins. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus, eins stellt Schilling aber bereits klar: „Es wird definitiv nicht so sein, dass einer spielt und der andere gar nicht. Dafür sind beide einfach zu gut.“

Die Vorbereitungszeit – besonders die erste Hälfte mit hohen Testspielsiegen und den starken Leistungen bei der Bornreiher Sportwoche – lief ziemlich rund. Lediglich das 2:6 im Pokalspiel beim SV Lilienthal-Falkenberg sorgte für eine Euphoriedelle. Dennoch hat sich der neue VSK in den vergangenen Wochen in einige Notizblöcke gespielt. Vereinzelt werden die Kreisstädter von der Konkurrenz sogar in den Kreis der Titelkandidaten verortet. Von Themen wie der Landesliga will bei den Grün-Weißen aber vorerst niemand reden. „Das liegt letztlich ja an der Truppe selbst, was sie wollen und bereit sind, dafür zu tun“, sagt Markus Friedrichs.

Der Teammanager erinnert diesbezüglich an die vergangenen Spielzeiten des VSK: „Da haben die Spieler auch immer vorher gesagt: Landesliga wäre super und dann stand der Trainer im Oktober mit sieben Mann beim Training.“ Ein solches Szenario ist gegenwärtig nicht zu befürchten.

Deshalb weiß Friedrich natürlich auch: „Wenn es einen Verein gibt, der die Voraussetzungen hat, sich nachhaltig in der Landesliga zu etablieren, dann ist das sicherlich der VSK.“ Aktuell sei das aber kein Thema. Vielmehr sieht Markus Friedrichs den Verein eher an der Startlinie einer neuen Zeitrechnung. Mit Oliver Schilling soll endlich wieder Kontinuität Einzug halten.

„Die Jungs sollen spüren, dass hier etwas entsteht“, sagt Co-Trainer Frank Müller. „Deshalb ist es am Ende dieser Saison eigentlich auch egal, ob wir Dritter, Vierter oder Zehnter werden.“ Und wenn Oliver Schilling dann im Mai 2019 auch das grüne Trikot mit ganzer Überzeugung und Leidenschaft überzieht, wäre es wohl eine perfekte Saison für den neuen VSK Osterholz-Scharmbeck.

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