13. Februar 2017 / 14:59 Uhr

Sperrung der BVB-Südtribüne: Ein populistisches Zeichen

Sperrung der BVB-Südtribüne: Ein populistisches Zeichen

Marco Fenske
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Die Südtribüne bleibt gegen den VfL Wolfsburg gesperrt.
Die Südtribüne bleibt gegen den VfL Wolfsburg gesperrt.
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Sportchef Marco Fenske kommentiert die Sperrung der Dortmunder Südtribüne. Wegen der Ausschreitungen während des Spiels gegen RB Leipzig bleibt die Stadionseite gegen Wolfsburg komplett leer.

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Die größte Stehplatztribüne der Welt bleibt nach den Plakat-Ausschreitungen gegen RB Leipzig für ein Spiel gesperrt – eine Strafe, verstanden als Zeichen, das der DFB setzen wollte und gesetzt hat. Leider nur ein populistisches Zeichen.

Bestraft werden nicht die asozialen Initiatoren der schäbigen Aktion – die werden einen Spieltag ohne Bundesliga überstehen, sie haben eh kein Interesse am Fußball. Bestraft wird nur am Rande der Verein Borussia Dortmund, der diesen kleinen Teil seiner Zuschauer seit Jahren leider nicht im Griff hat. Die 100 000 Euro Geldstrafe kann Klubboss Hans-Joachim Watzke aus der Portokasse zahlen.

Bestraft werden in erster Linie die vielen, vielen Unschuldigen: die fantastischen Fans, die in der Überzahl sind und ihre Mannschaft jeden Spieltag großartig unterstützen. Sie müssen jetzt ein Spiel lang zu Hause in die Röhre schauen.

Der Effekt der Strafe wird verpuffen, die Idioten werden wiederkommen. In Dortmund. In anderen Stadien. Die Bundesliga muss andere Mittel finden, mit denen sie die Verbrecher, die nur kommen, um den Fußball zu missbrauchen, ausschließt. Und zwar nachhaltige, keine populistischen.

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