Konrad Laimer Konrad Laimer wird künftig für RB Leipzig jubeln. © GEPA Pictures
Konrad Laimer

Roter Bulle reinsten Wassers : RB Leipzig holt Konrad Laimer

Der 20-Jährige kommt aus Salzburg an die Pleiße. Arena-Kauf verzögert sich.

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Leipzig. Ja, Konrad Laimer kommt. Auf dem kurzen Dienstweg von Salzburg zu RB Leipzig. Keine Ergänzung, eine Verstärkung mit Champions-League-Potenzial. Jung (20), dynamisch, gierig.

Der beste Kicker der abgelaufenen österreichischen Bundesliga ist ein Vorzeige-Produkt des Salzburger Fußball-Labors. Als zehnjähriger Bub unterschrieb er seinen ersten Passantrag bei RB Salzburg, war seitdem in jedem Jahrgang Klassenbester. Ein Roter Bulle reinsten Wassers. Ein Balljäger und -sammler. Österreich war schön, Zeit für ihn zu gehen.

Abräumer wie Demme und Ilsanker

Salzburgs Neu-Coach Marco Rose ist im Bilde, die Ablöse liegt bei sechs bis acht Millionen Euro Bei einem Weiterverkauf partizipieren die Ösis in angemessener Form. Geld lindert Trennungsschmerzen. In der Presseaussendung der Rasenballer wird (wie immer) vom (wie immer logischen) „nächsten Karriereschritt“ die Rede sein. Beraten wird der gebürtige Salzburger von Andreas Sadlo. Sadlo war 2009 erster RB-Leipzig-Präsident, ging nach einem Richtungs- und Kompetenzstreit mit Gesamt-Fußball-Chef Dietmar Beiersdorfer am 14. Januar 2010 von Bord. Seitdem kümmert er sich wieder ausschließlich um die Karrieren von Fußballern. Zu seinen zufriedenen Klienten gehören Vedad Ibisevic (Hertha), Georg Teigl (Augsburg) und eben jener Laimer. Die Gespräche mit Leipzig laufen schon länger. In der Endphase der Bundesliga weilte Sadlo mit seinem Assistenten Andreas Ottl (32, früher FC Bayern) bei RB-Sportdirektor Ralf Rangnick. Dessen Verführungskünste sind berühmt und berüchtigt.

Laimer ist ein Abräumer wie Diego Demme/Stefan Ilsanker und lässt sich dazu gerne in der Nähe des gegnerischen Tores blicken. In Salzburg hat er das Mittelfeld zusammen mit Naby Keita bespielt. Man sieht sich wieder. Am 3. Juli zum Trainingsauftakt am Cottaweg.

Laimer kommt parallel zum Ja der Uefa zur Champions-League-Teilnahme des Bundesliga-Zweiten. Eine Punktlandung. Die Uefa ist nahezu tief drin in der RB-Materie. Laut Homepage firmieren die Rasenballer unter dem Spitznamen „Rotten“. Kaum auszudenken, wenn einer der Sprachakrobaten auch noch o mit a verwechselt hätte.

Arena-Kauf zieht sich in die Länge

Übrigens: Bei der Eigentumsübertragung der Red-Bull-Arena von Michael Kölmel auf RB klemmt die Säge. Der für Ende Juni avisierte 65 bis 70 Millionen Euro schwere Akt muss bis in den Herbst verschoben werden. Grund sind komplexe Vertragsinhalte, die auch Interessen der Stadt Leipzig betreffen. Das fängt mit dem Posaunentag im Stadion an, hat mit der Übernahme von Greenkeepern zu tun und hört mit den im Sportforum beheimateten Verbänden nicht auf. Beim Anstoß zur Bundesliga ist eines klar: RB ist Mieter und noch nicht Besitzer einer Eigentumswohnung.

Region/Leipzig RB Leipzig RB Leipzig (Herren) Fussball Bundesliga Konrad Laimer (FC Red Bull Salzburg)

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