Peter Neururer Hoher Besuch bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst: Peter Neururer (Mitte), Kenny Krause (vorne links) und Hans Sarpei (rechts). © Jonas Kako
Peter Neururer

Ein Wochenende für die Ewigkeit

Fußball-Prominenz in Seckenhausen: Peter Neururer und Hans Sarpei trainieren zwei Teams der TSG

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Die Sonne hat sich verzogen, eine graue Wolkendecke prägt die Kulisse. Regenschauer am Mittag lassen nicht das beste Fußballwetter erwarten. Deswegen verlegen die fünfte und die sechste Mannschaft der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst ihr Training lieber auf den Kunstrasenplatz nach Brinkum. Der Naturrasen in Fahrenhorst soll geschont werden für das große Aufeinandertreffen beider Teams am Sonntag. Schließlich hat sich hoher Besuch angekündigt: Hans Sarpei, Peter Neururer und Kenny Krause sind mit der Sport1-Sendung „Hans Sarpei – Das T steht für Coach“ bei der TSG vor Ort und wollen auch das vereinsinterne Duell in der 3. Kreisklasse coachen.

Freitag, kurz vor 18 Uhr: In den Umkleidekabinen ziehen sich gerade die beiden Mannschaften um. Peter Neururer nimmt noch eine kurze Mahlzeit zu sich, Hans Sarpei holt ein paar Sachen aus seinem Auto, während Kenny Krause mit ein paar Helfern der TSG die Übungseinheiten vorbereitet. Sie pumpen Bälle auf, entknoten die Koordinationsleitern und holen die Markierungs-Hütchen. Im Hintergrund stellt das Fernsehteam die Kameras auf dem Platz auf und bereitet den Dreh vor. Auf der Anlage herrscht reger Betrieb.

1-7573 Taktische Beratung zwischen Hauke Janssen (rechts) und Kenny Krause. © Jonas Kako

Für die Kreisklasse-Spieler der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst ist nicht nur der Fernseh-Besuch ein Novum. Normalerweise trainieren vier Mannschaften gemeinsam, von der dritten bis zur sechsten Herren. Da stehen dann deutlich mehr Spieler auf dem Platz als jetzt – mehr als ein Kleinfeld-Turnier ist an solchen Abenden kaum möglich. „Es ist das erste Mal, dass wir als Mannschaft nur für uns trainieren“, schildert Sechstherren-Spieler Marius Huntemann – und dann gleich mit Profi-Begleitung. Eikeclaas Müller, der in Kader fünf trainiert, merkt an: „Es ist ein Unterschied, ob du mit 20 oder 60 Leuten trainierst.“ Zwischen Trainern, Fernsehteam und Spielern befindet sich Hauke Janssen. Er führt Gespräche, erklärt, gibt Anweisungen an seine Jungs – er trainiert eigentlich beide Seckenhauser Teams und noch weitere im Verein. An diesem Wochenende wird er aber Neururer und Krause als Coaches der fünften sowie Sarpei als Trainer der sechsten Mannschaft unterstützen. So muss er im Punktspiel nicht selbst Partei für eines seiner beiden Teams ergreifen.

Hans Sarpei Die Chancenverwertung seiner Schützlinge brachte Hans Sarpei zur Verzweiflung. © Jonas Kako

Dann geht’s los: Die Spieler kommen aus den Kabinen. Wenig später schreiten auch die drei Trainer auf den Platz, begrüßen ihre neuen Schützlinge und erhalten ein kräftiges „Moin!“ zurück. Es wird noch etwas geschnackt, es folgen die ersten Anweisungen der Trainer, und dann starten sie auch schon in die Übungseinheiten. Hopserlauf, Seitwärtslauf, Sprints – das Aufwärmen bleibt weder Profis noch Amateuren erspart. In den anschließenden Einheiten gehen die Profi-Coaches ins Detail. „Mitnahme und Pass mit dem Innenrist“, erklärt Neururer mit seinem typischen Ruhrgebiets-Slang: „Der Ball muss am Boden bleiben, der darf nicht ruckeln. Sonst ist er nicht sauber gespielt.“

Auch Hans Sarpei fängt bei den Grundlagen an, übt Doppelpässe und fordert von seinem Team: „Ihr müsst miteinander reden!“ Den Spielern beider Lager wird schnell klar, dass sich hier keine Show abspielt, sondern die Trainer ihnen an diesem Wochenende einiges abverlangen werden und später eine ordentliche Partie sehen wollen. „Das ist ein Battle zwischen Peter und mir sowie der fünften und der sechsten Mannschaft“, stellt Sarpei klar, fügt aber sofort hinzu: „Wenn wir keinen Spaß und keine Freude haben, ist das ein Problem.“ Das
wird später auch Marius Huntemann bestätigen: „Es war absolut geil und hat Mega-Spaß gemacht. Schade, dass es nur drei Tage waren. Das Training war anstrengend und ungewohnt für uns. Hans hat das gut gemacht. Wenn wir nicht mitzogen, mussten wir auch mal zehn oder 20 Liegestütze machen.“ Hauke Janssen beobachtet derweil genau, was die Profis und seine Spieler so treiben. Ein Unterschied fällt ihm sofort auf: „Es sind fast alle da.“ Ein solches Wochenende lässt man sich eben nicht entgehen. Aber auch bei den Übungen selbst merkt Janssen, dass „Hans und Peter zwei Autoritäten sind. Da hört man sofort zu. Ich muss bei 60 Spielern schon sehen, dass ich die nötige Aufmerksamkeit bekomme.“ Das stellt Janssen aber keineswegs wehmütig fest, er hat Spaß daran, wie es in seinem unkonventionellen Training läuft – und die Spieler auch. Aber jetzt genießen sie erst einmal dieses Wochenende. „Das ist überragend“, sagt Janssen voller Freude.

Wie das vereinsinterne Duell ausgegangen ist, lesen Sie hier http://www.sportbuzzer.de/artikel/das-vereinsduell-erfahrung-schlagt-jugend/

Ein Interview mit Hans Sarpei lesen Sie hier http://www.sportbuzzer.de/artikel/die-jungs-sind-eine-mega-truppe/

Region/Bremen Bezirk Hannover TSG Seckenhausen-F. V (Herren) TSG Seckenhausen-F. VI (Herren)

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