Hatte drei gute Chancen, aber ein Tor war nicht drin: Deniz Undav (links, hier im Testkick gegen Royale Union Saint-Gilloise). © Christian Hanke (Archiv)

Eine Hälfte hält Havelse gegen Lotte gut mit, dann merkt man den Klassenunterschied

Dennoch: Für TSV-Coach Alex Kiene war der Auftritt in Halbzeit eins, der bislang beste in der Vorbereitung seiner Mannschaft.

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Nach der 0:3-Niederlage gegen den Drittligisten Sportfreunde Lotte hat Alexander Kiene ein positives Fazit gezogen. „Ergebnis und Leistung muss man differenziert betrachten“, betonte der Coach des Fußball-Regionalligisten TSV Havelse nach der Niederlage in Nienstädt. „Wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit, können wir auch mit einem Drittligisten auf Augenhöhe mithalten. Schaffen wir das nicht, ist die individuelle Qualität bei einem solchen Gegner einfach höher.“

Gegentor in der 45.: Bitter!

Die ersten 45 Minuten nahm der TSV-Trainer erfreut zur Kenntnis: „Es war die bisher beste Halbzeit dieser Vorbereitung“, lobte Kiene. Die Havelser präsentierten sich taktisch diszipliniert, enorm laufbereit und extrem aggressiv. „Gegen den Ball hat die Mannschaft richtig gut gearbeitet. Und auch im Spiel nach vorne hat es wieder gute Ansätze gegeben, auch wenn die finale Aktion im letzten Drittel noch nicht immer wie gewünscht passte.“ Dennoch kamen die Havelser durch Christoph Rischker, zweimal Deniz Undav und Marcel Kunstmann zu vier guten Möglichkeiten. Ein Tor wollte dem TSV jedoch nicht gelingen.

Das Team aus Lotte erarbeitete sich die gleiche Anzahl an Chancen: Allerdings gab es einen feinen Unterschied: Nachdem Bernd Rosinger (8.), Niclas Treu (14., Lattenschuss) und Tim Wendel (40.) ihre Gelegenheiten ungenutzt gelassen hatten, machte es Matthias Rahn besser. Er sorgte per Kopf nach einem Freistoß, der vom Querbalken abprallte, für das 1:0 (45.). „Das war natürlich bitter, dass Lotte mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit noch in Führung ging“, ärgerte sich Kiene.

Ab der 60. baut Havelse ab

Nach dem Seitenwechsel verschoben sich die Gewichte: „Da müssen wir klar anerkennen, dass Lotte einfach besser war“, räumte der TSV-Trainer ein. Beide Seiten wechselten durch, doch die Sportfreunde sind personell einfach noch besser aufgestellt. „Die konnten noch mal nachlegen, haben die Spieler quasi eins zu eins ersetzt, wenn nicht sogar noch bessere gebracht.“

Zudem sei bei dem einen oder anderen seiner Schützlinge, der durchgespielt habe, ab der 60. Minute zu spüren gewesen, dass der Akku nicht mehr auf Maximum stand: „Man hat den Verschleiß gemerkt. Die Intensität und Aggressivität der ersten Halbzeit haben wir nicht mehr zeigen können, sodass die Lotter jetzt häufiger zu Chancen kamen.“ Semih Daglar (63.) nach einem Patzer in der Havelser Innenverteidigung und Dennis Engel (75.) im Anschluss an einen perfekten Konter legten für die Sportfreunde nach.

Kiene: "Ein aufschlussreiches Spiel ..."

Für den TSV hätte es zumindest noch für einen Ehrentor reichen können: Doch weder Undav, der aus erstklassiger Position am Keeper scheiterte, noch Marcel Goslar und Fabian Wenzel brachten den Ball im Lotter Tor unter. „Es war ein aufschlussreiches Spiel“, resümierte Kiene. Er habe viel Gutes gesehen, aber auch Dinge, die optimiert werden müssen. „Es war genau der Gegner, den wir zum jetzigen Zeitpunkt gebraucht haben.“

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