16. September 2018 / 16:51 Uhr

„Dann drück ich einfach ab": So erlebte Matchwinner Otto den erlösenden Sieg

„Dann drück ich einfach ab": So erlebte Matchwinner Otto den erlösenden Sieg

Alex Leppert
Yari Otto erlöste die Eintracht mit seinem Doppelpack gegen Jena.
Yari Otto erlöste die Eintracht mit seinem Doppelpack gegen Jena. © imago/osnapix
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Natürlich stand Yari Otto nach seinem Doppelpack und dem damit verbundenen ersten Dreier im Mittelpunkt. Die Erleichterung, dass es doch noch mit dem Siegen klappt, stand aber allen bei der Eintracht ins Gesicht geschrieben. 

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Diesen Stein von Herzen konnte man von Braunschweig aus bis in alle anderen Drittliga-Städte fallen hören: Das 2:0 der Eintracht-Fußballer gegen Jena war wie ein Befreiungsschlag. Die Blau-Gelben stehen zwar immer noch weit hinten in der Tabelle, haben aber endlich ihren ersten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht.

„Es ist eine große Erleichterung zu sehen, dass wir auch Spiele gewinnen können“, atmete Trainer Henrik Pedersen auf. Der Däne weiter: „Das bringt Selbstvertrauen und vielleicht ein bisschen Freiheit im Kopf.“

Wenngleich auch nicht immer alles Gold war, was glänzte: Das Trainingslager in Wesendorf hat sich ganz offensichtlich bezahlt gemacht. Denn zumindest der Teamgeist war bis unters Tribünendach zu spüren.

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Mannschaft hat sich „totgelaufen"

„Wie nach dem 1:0 die ganze Mannschaft zusammen gejubelt hat: Das ist ein Bild dafür, wie wir sind“, sagte Neuzugang Manuel Janzer, der nach seiner Einwechslung gleich mal zeigte, dass er noch eine wertvolle Verstärkung werden kann. Als er reinkam, stand's noch 0:0. Doch der eine Punkt war zu wenig. Janzer: „Wir wollten unbedingt gewinnen.“

Auch deshalb wechselte Pedersen danach noch mal offensiv, brachte Yari Otto, der mit seinen beiden Toren zum Mann des Tages wurde. „Das Ding hab nicht ich alleine gewonnen. Ich bin am Ende der, der davon profitiert hat, dass alle die anderen totgelaufen haben und ich dann den Platz hatte“, stellte der 19-Jährige klar.

Der schickte nach dem Spiel auch einen Gruß an seine schon früh verstorbene Mutter: „Sie guckt aus dem Himmel zu. Und sie wird sehr, sehr stolz sein.“ Es war beeindruckend, wie cool der junge Angreifer bei seinen Treffern war. Beim ersten gelangen Ballannahme und Abschluss in einer Bewegung. „Man hat so ein Gefühl, dass er perfekt hinkommen kann. In dem Fall kommt er perfekt, liegt gut – und dann drück ich einfach nur ab“, schilderte Otto die Szene zum 1:0.

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Endlich den Fans etwas zurückgegeben

Beim 2:0 bekam er den Ball von Stephan Fürstner ideal aufgelegt und stürmte frei auf den Torwart zu. „Wenn nicht den mache als Stürmer, dann kann ich mich als Innenverteidiger aufstellen“, lachte Otto mit einer Unbekümmertheit, die sein Trainer schmunzelnd als „Naivität“ bezeichnete.

Der frühere Wolfsburger hat zudem das Herz am rechten Fleck und spricht gern Klartext: „Das ist schön, den Fans was zurückzugeben. Jede Auswärtsfahrt fahren so viele mit, und dann spielen wir uns teilweise so eine Grütze zusammen.“ Im Trainingslager hatten sie, verriet Pedersen, auch über den Film-Helden Forrest Gump gesprochen. „Und das ist Yari Otto: Run, Yari, run“, lachte der Coach. Ein anderer bekannter Satz trifft jedoch viel mehr das, was die Fans über den jungen Stürmer denken: Otto – find ich gut!

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