IMG_Eintracht_Braunschwe_1_1_BA124A63 Packendes Duell: BTSV-Innenverteidiger Gustav Valsvik (re.) und Heidenheims Robert Glatzel. Vor der Partie in Kiel stapeln die Braunschweiger tief. © DPA
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Eintracht Braunschweig lobt Holstein Kiel

Vor dem DFB-Pokalspiel: Löwen weisen Favoritenrolle von sich - Kumbela und Schönfeld fallen aus

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In der Liga passt es. Eintracht Braunschweig ist vorn dabei, hat vier Punkte gegen Mitkonkurrenten um den Aufstieg geholt, das Selbstvertrauen ist entsprechend groß. Große Worte sind von den Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten dennoch nicht zu hören. Schon fast gewohnheitsgemäß halten sie sich vornehm zurück. Sollen doch die anderen reden und Sprüche machen. Auch vor dem Pokalspiel am Freitag um 20.45 Uhr bei Holstein Kiel geben sich die Braunschweiger zurückhaltend – und loben den Gegner. „Die Kieler haben zwei klasse Punktspiele abgeliefert“, sagt Marc Arnold, der Sportliche Leiter der Eintracht.Der 46-Jährige hat ganz genau hingesehen, und darum spricht er in den höchsten Tönen von Holstein.

„Die Kieler bestechen durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit“, sagt Arnold. „Sie spielen mit dem Team, das aus der 3. Liga aufgestiegen ist und sind richtig gut in der 2. Liga angekommen.“ Die Euphorie, den Heimvorteil und die enthusiastischen Zuschauer zählt er weiter auf. „Das wird ein verdammt schweres Spiel für uns“, sagt der 46-Jährige. Erstrundenspiele sind für Eintracht allerdings fast immer schwer. In den vergangenen drei Jahren war für die Blau-Gelben zweimal bereits in dieser ersten Runde das Aus gekommen: 2014 bei Arminia Bielefeld, 2016 bei den Würzburger Kickers. Lediglich 2015 schaffte man es bis ins Achtelfinale, in dem es ein unglückliches 2:3 nach Verlängerung beim Bundesligisten VfB Stuttgart gab. „Wir hatten das Pech, dass uns da jeweils Zweitliga-Aufsteiger zugelost wurden“, sagt Arnold. „Dieses Pech hatten wir diesmal wieder.“Diesmal aber, beim Aufsteiger Kiel, hofft er auf ein besseres Ergebnis, sprich auf den Sprung in die zweite Runde. „Weil der Pokal-Wettbewerb bei uns einen sehr hohen Stellenwert hat“, sagt Arnold.

Pokaleinnahmen sind im Eintracht-Etat jedoch keine fest eingerechnete Größe. „Das wäre fahrlässig“, sagt Arnold, „ein Weiterkommen kann man doch nicht planen. Das kann vielleicht Bayern München – wir jedenfalls nicht.“In welcher Formation die Braunschweiger am Freitag auflaufen werden, ist völlig offen. Auch wenn die Abstimmung in den ersten beiden Punktspielen bei Fortuna Düsseldorf (2:2) und gegen den 1. FC Heidenheim (2:0) schon überraschend gut war für die Anfangsphase der Saison, muss man immer mit Umstellungen im Team rechnen. Trainer Torsten Lieberknecht liebt es nämlich, Änderungen vorzunehmen. Spannend wird sein, ob Saulo Decarli, unumstrittener und starker Abwehrchef der vergangenen Saison, wieder berücksichtigt wird. Der Schweizer war wegen „teamschädigenden Verhaltens“ suspendiert worden und musste zwei Wochen lang in der Regionalligareserve der Eintracht trainieren und spielen, verpasste so auch den Zweitligastart.

Der Grund der Suspendierung ist nicht öffentlich geworden, es liegt aber nahe, dass es an den Wechselgerüchten um Decarli liegt. Der Innenverteidiger wird immer wieder mit dem Hamburger SV und dem FC Basel in Verbindung gebracht.Torjäger Domi Kumbela (Muskelfaserriss) und Mittelfeldspieler Patrick Schönfeld (Viruserkrankung) sind auf gar keinen Fall eine Alternative für Lieberknecht.Spannend wird auch zu beobachten sein, welche taktische Ausrichtung der Eintracht-Coach in Kiel wählt. Bisher schwärmten alle, Gegner und BTSV-Spieler, vom neuen 3-4-3. „Wir haben die richtigen Spieler für dieses System“, sagt etwa Eintracht -Offensivspieler Hendrick Zuck. Und Publikumsliebling Mirko Boland fügt an: „Wir hatten kaum Abgänge, und die Neuen haben das alles schnell aufgenommen.“ Taktikfuchs Lieberknecht schmunzelt nur darüber. „Die sollen sich ruhig darüber freuen, dass sie das System gut umgesetzt haben“, sagt er. „Mal sehen, was wir am Freitagabend in Kiel machen.“

Fussball 2. Bundesliga Holstein Kiel (Herren) Eintracht Braunschweig (Herren) Region/Kiel

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