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Eisbombe geplatzt: Aus für den EHC Timmendorfer Strand 06

Redaktion Sportbuzzer
Bruchlandung: Auch der Rückzug aus der Oberliga in die Regionalliga konnte den Eishockey-Klub EHC Timmendorf 06 nicht mehr retten. © FELIX KÖNIG/54°

Rettungsversuche gescheitert – Eishockey-Klub will Insolvenz anmelden

Aus und vorbei: Drei Monate hat Eishockey- Klub EHC Timmendorf 06 ums Überleben gekämpft, wollte nach dem Rückzug aus der Oberliga in der Regionalliga neu starten. Doch am Ende steht die bittere Erkenntnis: die sind Schulden zu hoch. Es bleibt nur der Gang zum Insolvenzgericht.

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Eigentlich hätte dieser Schritt schon erledigt sein sollen, doch es stellte sich heraus, dass der amtierende Vorstand mit dem 2. Vorsitzenden Florian Bolus und Schatzmeisterin Claudia Jacob noch immer nicht im Vereinsregister eingetragen ist und daher gar nicht berechtigt ist, die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu beantragen.

EHCT nicht mehr handlungsfähig


Und gestern kam es für den Klub von der Ostsee noch dicker. Schatzmeisterin Jacob erklärte frustriert ihren Rücktritt. Damit ist der EHCT als Verein nicht mehr handlungsfähig, es muss vom zuständigen Amtsgericht ein Notvorstand eingesetzt werden. Dessen erste Aufgabe dürfte wohl der Insolvenzantrag sein.

„Ich hatte immer noch die Hoffnung, dass man vielleicht gemeinsam mit einem Insolvenzverwalter den EHCT 06 noch retten kann. Aber wenn im Verein und Umfeld keiner mehr hinter dieser Idee steht, macht das keinen Sinn“, sagt die zurückgetretene Schatzmeisterin – und räumt ein: „Es sind in den letzten Tagen und Wochen Forderungen von Gläubigern aufgetaucht, mit denen wir nicht gerechnet hatten. Solche Rückstände sind natürlich niederschmetternd. Aber wir wussten von Beginn an, dass so etwas passieren kann.“

Hinter verschlossenen Türen wurde bereits über die Gründung eines neuen Klubs geredet

Doch während Jacob weiter kämpfen wollte, mehrten sich im Umfeld die Stimmen, dass der Schuldenberg ein Fass ohne Boden sei und man einen Schlussstrich ziehen müsse. Aber nicht nur das. Hinter verschlossenen Türen wurde bereits über die Gründung eines neuen Klubs geredet – ohne dass der amtierende Vorstand mit am Tisch saß.

„Man hat uns durch die Blume zu verstehen gegeben, dass man uns in einem neuen Verein nicht dabei haben möchte. Das hat mich persönlich sehr getroffen, nachdem ich drei Monate lang alles gegeben habe, um den EHCT zu retten. So viel, dass meine Familie sich schon vehement darüber beschwert hat, dass ich viel zu viel Zeit in der Eishalle verbracht habe“, sagt die vierfache Mutter, die mit ihrer Familie in Haffkrug lebt. „Ich wünsche all denen, die jetzt mit einem neuen Klub wieder anfangen wollen, viel Erfolg. Aber für mich ist Schluss. Ich bin mit meinen Kräften am Ende“, erklärt Jacob ihren Rücktritt.

Mehr zum EHC Timmendorf

Wie es in Timmendorf weiter geht, weiß im Moment aber noch niemand genau. Fest steht nur, dass den Beteiligten die Zeit davonläuft. Um in der Saison 2018/2019 überhaupt noch am Spielbetrieb teilnehmen zu können, müsste der neue Verein noch in diesem Monat gegründet und eingetragen sein, Ausrüstung bestellt – und ausreichend Spieler gefunden werden.

Keine einfache Aufgabe, denn der neue Klub müsste ganz unten in der Landesliga beginnen, einen Start in der Regionalliga haben die zuständigen Verbände ausgeschlossen. Zudem müssen Gespräche mit der Gemeinde über die Nutzung der Eishalle und Eiszeit verhandelt werden. Pikant dabei: Am 16. August treffen sich die Gemeindevertreter zu einer außerordentlichen Sitzung, auf der eigentlich endlich die Maßnahmen zum Beginn der durch einen Bürgerentscheid im Februar 2017 beschlossenen Sanierung des Eissport- und Tenniscentrums ETC auf den Weg gebracht werden. Fraglich, wie die Gemeindevertreter auf die EHCT-Insolvenz reagieren... Axel Wronowski

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Internationale Pressestimmen zum deutschen Eishockey-Wunder

Klickt euch durch: Das schreibt die internationale Presse zum deutschen Sensationssieg über Kanada im Eishockey. © imago/Screenshot
Die kanadische "Metro" titelt auf Deutsch: "Wunder auf eis!" © Screenshot
„Toronto Sun“: „Der größte Sieg in der nicht-denkwürdigen Geschichte des deutschen Eishockeys. Es war eine Eishockey-Nacht, bei der es angemessen war, zu schreien. Eine Nacht, an die sich die Deutschen für den Rest ihres Lebens erinnern werden und die die Kanadier niemals vergessen werden - aus den falschen Gründen.“ © Screenshot
„Toronto Star“: „Kanadas Crew der Ungewollten hat ihre Chance bei der Halbfinale-Niederlage gegen Deutschland vergeigt. Es gibt einen guten Grund, warum viele dieser Spieler in der Eishockey-Anonymität schuften. Nach der 4:3-Peinlichkeit gegen die gar nicht so mächtigen Deutschen ist es nur fair, dass es für viele von ihnen so bleiben wird. Legenden werden nicht in Bronze-Spielen gemacht. Gesellen werden nicht zu Olympia-Helden, wenn sie 40 Minuten im wichtigsten Spiele ihres Lebens nicht auftauchen. Es gibt keine Punkte für den Einsatz, wenn man sich Zwei-, Drei-Tore-Rückstände einhandelt gegen das Team eines Landes, das sich für Jahrzehnte an eine Bronzemedaille von 1976 als olympischen Höhepunkt klammerte - bis zu diesen Spielen.“ © Screenshot
„National Post“: „Schwarzer Tag für Kanadas Eishockey. Das schlechteste Resultat für ein olympisches Team ohne NHL-Spieler landete in einer beschämenden Nacht für das kanadisches Eishockey in der Gangneung Hockey Arena wie ein Speer in der Magengrube.“ © Screenshot
Der Nachbar (im Viertelfinale ausgeschieden) hat wie "USA Today" Spott übrig: "Oh weh, Kanada". © Screenshot
Ein Reporter der schwedischen Zeitung "Aftonbladet" schreibt: "Größtes Wunder seit dem Miracle on Ice 1980. Ich war gezwungen, mich auf der Tribüne in den Arm zu kneifen. Deutschland – Kanada 4:3. Habe ich wirklich gesehen, was ich eben gesehen habe? " © Screenshot
Die "Bild-Zeitung" spricht von den "härtesten Helden". © Screenshot
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