19. April 2018 / 21:22 Uhr

Eishockey-Länderspiel in Wolfsburg: Deutschland fegt Frankreich vom Eis!

Eishockey-Länderspiel in Wolfsburg: Deutschland fegt Frankreich vom Eis!

Jürgen Braun
Tor-Party in Wolfsburg! Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft fertigte Frankreich ab
Tor-Party in Wolfsburg! Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft fertigte Frankreich ab © dpa
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Was für eine Länderspiel-Premiere in Wolfsburg! In einem beeindruckenden Spiel fegte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft am Donnerstagabend Frankreich vom Eis. 7:1 (5:0, 1:0, 1:1) hieß es am Ende - und es könnten nicht die letzten Länderspiel-Tore in der Eis-Arena im Allerpark gewesen sein...

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Jubel, enormer Lärm, Standing Ovations zu „Hells Bells“ – er herrschte schon vorm Spiel Play-Off-Atmosphäre. Und die gute Laune und das Gänsehaut-Gefühl blieben, weil Daniel Pietta schon nach wenigen Minuten per Rückhand das 1:0 erzielte. Mirko Höfflin und Bernhard Ebner legte das 2:0 und 3:0 nach, die DEB-Auswahl hatte auf dem guten Wolfsburger Eis (trotz 28 Grad) alles schnell im Griff.

Viel Applaus gab es für Lokalmatador Björn Krupp, der Grizzlys-Nationalspieler bildete zusammen mit dem Schwenninger Benedikt Brückner wieder das erste Verteidiger-Duo. Dass NHL-Superstar Leon Draisaitl (Edmonton Oilers) leider nicht im Aufgebot war, ebenso wie Sinan Akdag (Mannheim), Yasin Ehliz und Goalie Niklas Treutle (beide Nürnberg) geschont wurde, trübte die Stimmung nicht. „Super Deutschland, olé“, tönte es durch die Eis-Arena, in der das temporeiche Spiel der deutschen Nationalmannschaft die Gäste vor kaum lösbare Probleme stellte – das 4:0 durch Marcel Müller und das 5:0 durch Matthias Plachta entschieden die Partie quasi schon im ersten Drittel, der zwischenzeitliche Torwartwechsel der Franzosen half da auch nicht viel...

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Im zweiten Drittel dauerte es dann etwas länger, bis sich die enorme Überlegenheit der DEB-Mannschaft auszahlte, Marc Michaelis (College-Spieler der Minnesota State University) traf zum 6:0, die Dominanz des Sensations-Silbergewinners der Olympischen Spiele gegen die Franzosen (die mit ziemlich genau dieser Mannschaft auch bei der WM antreten werden) war enorm. Im Schlussdrittel sorgten dann Frankreichs Sacha Treille und Ebner mit seinem zweiten Treffer für das Endergebnis.

Schon vor dem Spiel war hinter den Kulissen in der Eis-Arena einiges los. Die Verantwortlichen der Grizzlys und des Deutschen Eishockey-Bundes trafen schon seit dem Morgen die letzten Vorbereitungen fürs Länderspiel gegen Frankreich. Und die liefen wie am Schnürchen. Robert Schütt, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes, hielt da schon weitere Länderspiele in Wolfsburg für möglich: „Das war eine Riesenbewerbung für die Stadt Wolfsburg und den Standort.“

Klar sei, so der Marketing-Chef des Verbandes: Ein weiteres Länderspiel müsse in den Spielplan des DEB und den des Gastgebers passen. Aber grundsätzlich bewerte man die Standorte natürlich. Schütt: „In Wolfsburg waren wir noch nicht, ich war vorher auch noch nicht hier. Ich bin extrem positiv überrascht. Sehr gut strukturiert und organisiert - da hat Wolfsburg ein super Visitenkarte abgegeben!“

Grizzlys-Manager Charly Fliegauf verfolgte das Länderspiel an der Seite seines künftigen Trainers Pekka Tirkkonen
Grizzlys-Manager Charly Fliegauf verfolgte das Länderspiel an der Seite seines künftigen Trainer Pekka Tirkkonen © Imago

Grizzlys-Manager Charly Fliegauf freut das Lob. „Unser Office und viele Helfer haben einen guten Job gemacht. Das ist eine tolle Geschichte für uns.“ Und er gesteht: „Das war schon aufregend“ – trotz aller Erfahrung, die er als Manager hat und die er auch als offizieller Vertreter der Liga bei Länderspielen gesammelt hat. Fliegauf: „Die Nationalmannschaft, ein Länderspiel im eigenen Haus – das ist schon etwas anderes.“ Als das Spiel dann lief, war Wolfsburgs Eishockey-Macher glücklich: „Es macht Spaß, wenn man sieht, dass die Mühe sich gelohnt hat. Ein großer Tag!“

Die Organisation gestemmt – Fliegauf freute sich dann auch auf das Spiel, hätte gern auch den jungen Markus Eisenschmid gesehen, der in der AHL bei Laval Rocket um eine Zukunft im NHL-Team der Montreal Canadiens kämpft. Eisenschmid ist ein deutsches Top-Talent, das Wolfsburgs Manager jüngst in Nordamerika bei seiner Scouting-Tour zweimal beobachtet hatte. Doch das Talent zählte genau wie Leon Draisaitl zu den noch pausierenden Nationalspielern.

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