Das deutsche Eishockey-Team hat bei der Weltmeisterschaft einen Pflichtsieg gegen Südkorea eingefahren. Das deutsche Eishockey-Team hat bei der Weltmeisterschaft einen Pflichtsieg gegen Südkorea eingefahren. © dpa
Das deutsche Eishockey-Team hat bei der Weltmeisterschaft einen Pflichtsieg gegen Südkorea eingefahren.

Eishockey-WM: Souveräner Pflichtsieg gegen Südkorea - Abstieg zunächst verhindert

Der verjüngte und neuformierte Eishockey-Olympiazweite Deutschland hat nach drei WM-Auftaktpleiten die Nerven bewahrt. Durch das souveräne 6:1 gegen Außenseiter Südkorea ist der Abstieg wohl abgewendet. Das DEB-Team sieht nun wieder Chancen aufs Viertelfinale.

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Deutschlands Eishockey-Nationalteam kann nach dem ersten Sieg im vierten WM-Spiel zunächst durchatmen. Dem neuformierten Olympia-Zweiten von Pyeongchang gelang mit dem 6:1 (1:0, 3:0, 2:1) am Mittwoch in Herning der Pflichtsieg gegen den unbequemen WM-Neuling Südkorea. Zweimal Yasin Ehliz (21. Minute/49.), NHL-Top-Star Leon Draisaitl (11.), Patrick Hager (30.), Frederik Tiffels (35.) und Yannic Seidenberg (53.) sicherten den dringend benötigten Erfolg, um die Abstiegsgefahr zunächst zu bannen.

Nach dem schlechtesten WM-Auftakt seit fünf Jahren mit drei Niederlagen aus drei Spielen schoss sich das Team von Bundestrainer Marco Sturm vor 7092 Zuschauern den Frust von der Seele. Für die mit sechs eingebürgten Nordamerikanern verstärkte südkoreanische Auswahl traf nur Brock Radunske (58.) in Überzahl. Die Asiaten bleiben damit punktlos und spielen 2019 wahrscheinlich wieder in der zweitklassigen B-Gruppe. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hat dagegen mit nun fünf Punkten aus vier Spielen weiterhin die theoretische Chance, zum dritten Mal am Stück ein WM-Viertelfinale zu erreichen. Dafür muss die deutsche Auswahl am Samstag gegen Lettland (12.15 Uhr/Sport1) nachlegen. Zudem müsste wohl eine Überraschung gegen die Top-Teams Kanada oder Finnland her.

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Auf den zweifachen Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl muss das DEB-Team dabei aber verzichten. Der angeschlagene NHL-Stürmer wird nach dem Playoff-Aus mit Pittsburgh nicht mehr als vierter Profi aus der stärksten Liga nach Dänemark kommen. Zum ersten Mal bei der Weltmeisterschaft hat die deutsche Mannschaft nun zwei freie Tage.

Südkorea versucht es mit einer extremen Defensivtaktik

Nach drei unglücklichen Niederlagen in den ersten drei WM-Spielen war das stark verjüngte Team des Olympia-Finalisten unter Druck geraten. Immerhin hatte es für die Pleiten nach Penaltyschießen gegen Dänemark und Norwegen jeweils einen Punkt gegeben. Wäre auch das Duell mit dem Olympia-Gastgeber schief gegangen, hätte aber sogar der erstmalige sportliche Abstieg seit 2009 gedroht. Damals war Deutschland unter Trainer Uwe Krupp nur wegen der Heim-WM 2010 erstklassig geblieben.

„Soweit denken wir nicht“, hatte Sturm behauptet und vor dem Spiel gegen den Außenseiter bei Sport1 gesagt: „Die Mannschaft ist bereit für einen tollen Tag, für einen tollen Sieg.“ Und der gelang tatsächlich gegen die emsigen Südkoreaner, die es mit einer extremen Defensivtaktik versuchten. In Überzahl schlug das DEB-Team aber entscheidend zu und holte sich damit die Sicherheit für weitere Tore.

Draisaitl trifft nach sieben Sekunden im ersten Powerplay

Top-Scorer Draisaitl schoss nach nur sieben Sekunden im ersten Powerplay die erste deutsche Führung überhaupt in diesem Turnier heraus. Im zweiten Drittel waren dann 41 Sekunden gespielt, als Ehliz erneut in Überzahl die Nerven beruhigte. Zehn Minuten später nutzte Münchens Meisterstürmer Hager die Not des gebürtigen kanadischen Keepers Matt Dalton aus, der seinen Stock verloren hatte.

Draisaitl-Kumpel Tiffels erarbeitete sich noch im Mittelabschnitt sein erstes Tor bei dieser WM, als er den Puck an Dalton vorbei stocherte. Im Schlussabschnitt traf Ehliz erneut nach einer schönen Kombination. Draisaitl steuerte dabei seine zweite Vorlage zu und sammelte damit ebenso wie Yannic Seidenberg, der noch einmal in Überzahl das sechste Tor nachlegte, drei Scorerpunkte.

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