Leipzigs Timo Werner (M) versucht, sich gegen Hoffenheims Benjamin Hübner durchzusetzen. Leipzigs Timo Werner (M) versucht, sich gegen Hoffenheims Benjamin Hübner durchzusetzen. © dpa
Leipzigs Timo Werner (M) versucht, sich gegen Hoffenheims Benjamin Hübner durchzusetzen.

Eiszeit bei RB Leipzig im Frühling: Vertragsgespräche unterbrochen, viel Verunsicherung

15 Gegentore in vier Spielen, weit und breit Verunsicherung. Die Vertragsgespräche sind aufs Ende der Saison verschoben worden. Bei RB Leipzig wird es ungemütlich. Sogar die Europa League ist in Gefahr.

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Leipzig. Alarmstimmung bei RB Leipzig. Der Vizemeister hat nach dem 2:5 gegen die TSG Hoffenheim nicht nur die Champions League aus den Augen verloren, sondern die dritte Klatsche innerhalb von zwei Wochen kassiert. Mit solchen Ergebnissen wird es für den Tabellensechsten in den verbleibenden drei Partien auch im Rennen um die Europa League ganz eng. Trainer Ralph Hasenhüttl fand nach der bitteren Heimpleite, 0:3 lag seine Mannschaft zur Halbzeit noch nie zurück, bereits auf dem Rasen deutliche Worte: „Wenn wir in den letzten Spielen nicht wieder eine Schippe drauflegen und diese Fehler hinten abstellen, haben wir dort oben auch nichts verloren. Dann haben wir zwar ganz nette individuelle Qualität, aber als Mannschaft nicht die Qualität, dort oben zu stehen. Daran habe ich meine Mannschaft sehr schnell nach dem Schlusspfiff erinnert.“

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Dabei hatte der Verein bereits vor dem Hoffenheimspiel dafür gesorgt, dass der volle Fokus dem Bundesligaendspurt gilt. Alle Vertragsgespräche wurden bis Mitte Mai auf Eis gelegt. Sportdirektor Ralf Rangnick erklärte: „Wir haben dem Trainer gesagt, dass wir in den verbleibenden Spielen den Fokus darauf brauchen. Das gilt für alle. Auch für mögliche Spieler wie Timo Werner oder andere. Wir werden bis zum Ende der Saison keine Vertragsgespräche führen, sondern das unmittelbar nach dem Ende wieder aufnehmen. Und auch insgesamt dann noch mal die Saison analysieren.“

In den verbleibenden drei Partien gilt es für RB Leipzig nur noch, den Fokus nach hinten zu richten – die eigene Abwehr wieder in den Griff zu bekommen. Besonders bitter: Am Samstag brachten zwei der erfahrenen Spieler den Vizemeister auf die Verliererstraße. Torwart Peter Gulacsi nahm das 0:1 auf seine Kappe, Willi Orban erwischte nicht nur bei seinem Patzer vor dem 0:2 keinen guten Tag. „Es braucht nicht viel, um den ein oder anderen im Moment zu verunsichern“, meinte Hasenhüttl.

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An den Entscheidungen des Coachs liegt das nicht, erklärte Gulacsi: „Das ist eine ganz bittere Phase, vor allem defensiv. Für mich als Torwart auch. Aber es ist nichts Taktisches, sondern sind einfach zu viele individuelle Fehler.“ Trotzdem weiß der Trainer genau, dass ihm die zwei vergangenen Wochen (1:4 gegen Leverkusen, 2:5 in Marseille, 1:1 in Bremen) bei den Vertragsverhandlungen im Sommer von den Vereinsverantwortlichen zuungunsten ausgelegt werden. „Ja, das müssen sie ja. Es ist auch neu für mich, in so kurzer Zeit 15 Tore zu kassieren.“, sagte Hasenhüttl konsterniert.

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Um den Europapokal für nächste Saison nicht komplett zu verspielen, immerhin hat der Tabellensiebente aus Frankfurt am Samstag auch verloren, fordert Sportdirektor Rangnick: „Unser Spiel gegen den Ball muss wieder in den Fokus. Wir müssen besser als Mannschaft verteidigen und den Turnaround kriegen.“

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Trotz Rückschlägen zusammenstehen – dass das funktioniert, hat der Fanblock von RB Leipzig am Samstag bewiesen. Nach den Auseinandersetzungen beim Montagsspiel vor knapp zwei Wochen präsentierten sich die Anhänger wieder als Einheit und unterstützen die Mannschaft auch noch lautstark, als sie 1:5 zurücklag. Der Fanverband schrieb hinterher auf Facebook: „Allerdings fehlt der Mannschaft irgendwie das, was eine Mannschaft ausmacht. Füreinander einstehen, Zusammenhalt und der gemeinsame Wille zum Sieg. Lasst uns den Spielern zeigen, dass wir das Ziel Europa gemeinsam schaffen können.“

Morgen 11 Uhr am Cottaweg dem Team zeigen: Wir stehen weiter hinter euch! Gemeinsam in die letzten Spiele für das groß Ziel: Auch nächste Saison international spielen!

Gepostet von RB-Fans.de am Samstag, 21. April 2018

Dafür verabredeten sich die Fans am Sonntag fürs Auslaufen am Cottaweg, um gemeinsam mit Pauken und Trompeten zum Trainingsplatz zu ziehen. Schon am Samstagabend, als Coach Hasenhüttl noch nichts von dieser Aktion wusste, hatte er gesagt: „Jetzt haben wir noch ein bisschen Zeit, um den Zuschauern etwas zurück zu zahlen, was sie uns heute gegeben haben. Das war beeindruckend.“

RB-Fans singen für ihre Mannschaft

200 RB Leipzig-Fans singen nach der 2:5-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim beim Auslaufen für die Mannschaft und den Europapokal.

Gepostet von LVZ Sportbuzzer am Sonntag, 22. April 2018
Region/Leipzig RB Leipzig-TSG 1899 Hoffenheim (21/04/2018 15:30) RB Leipzig (Herren) TSG 1899 Hoffenheim (Herren) RB Leipzig 1899 Hoffenheim Bundesliga

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