08. September 2018 / 21:19 Uhr

Ekel-Attacke überschattet Sieg von Fortuna Babelsberg (mit Galerie)

Ekel-Attacke überschattet Sieg von Fortuna Babelsberg (mit Galerie)

Kevin Päplow
Tim Riedelsheimer (Fortuna Babelsberg)
Es ging wir hier zwischen Tim Riedelsheimer (links) und Eric Moldenhauer (rechts) ordentlich zur Sache im Duell Fortuna gegen den SC Oberhavel. © Kevin Päplow
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Landesliga Nord: Im vorgezogenen Ligaspiel gewannen die Gastgeber gegen den SC Oberhavel Velten. Fortuna-Spieler bespuckt offenbar Steven Goetsch.

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Fortuna Babelsberg - SC Oberhavel Velten 2:0 (1:0). Tore 1:0 Maximilian Schmidt (21.), 2:0 Andreas Plaue (83.).

Endlich konnte die Fortuna aus Babelsberg auf dem heimischen Sternsportplatz vor knapp über 90 Fans die ersten Zähler in der Landesliga einfahren. In einer ruppigen Partie, die vom Dezember vorgezogen wurde, begann im ersten Abschnitt erst einmal alles mit absolutem Ballbesitzfußball der Hausherren. Velten griff erst ab der Mittellinie an und so blieben knackige Zweikämpfe bis auf ein paar wenige Fouls Mangelware.

Nachdem Velten-Keeper Christian Strehk erst noch gut gegen Maximilian Schmidt halten konnte, war er nach einer Freistoßfinte machtlos. Die Kugel wurde an der Strafraumgrenze auf Schmidt abgelegt worden, der machte einen Haken und zirkelte die Kugel mit der linken Innenseite in den Giebel des SCO-Kastens. Vor dem Seitenwechsel bot sich dann noch aus dem Gewühl eine Halbchance für die Veltener zum Ausgleich an. Steven-Henry Wolffs Schuss konnte aber von einem Abwehrspieler zur Ecke abgewehrt werden. Nach 45 Minuten Magerkost ging es in die Kabinen.

In Bildern: Fortuna Babelsberg schlägt Velten mit 2:0.

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Spuck-Attacke an der Eckfahne

Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit rückte der Fußball immer weniger in den Mittelpunkt. Viele Fouls, Hektik und eine unsportliche Aktion ließ die Seele der Veltener hochkochen. Als sich Steven Goetsch den Ball zur Ecke legte, wurde dieser von einem Reservespieler der Hausherren angespuckt.

"Ich leg mir den Ball hin und habe bemerkt, wie mich was am Bein trifft. Ich habe sofort realisiert, dass ich bespuckt worden bin. Ich habe es mit den Händen abgewischt und in den Rasen getan. Das ist eine Unsportlichkeit, die ich nicht toleriere. Der Schiedsrichter hat sich darum überhaupt nicht gekümmert. Das Wohl verletzter Spieler war ihm egal, lieber hat er mit anderen Spielern diskutiert", stellte der aufgebrachte Steven Goetsch klar.

In der Folge waren Tormöglichkeiten weiter so selten wie Schnee in der Sahara. Den Sack zumachen konnte dann Andreas Plaue mit seinem Freistoß, den er in der Schlussphase rechts um die Mauer ins kurze Eck schlenzte. Fortuna Babelsberg holt so die ersten Zähler in der Landesliga, was auch Trainer David Karaschewitz freute. "Dieser Befreiungsschlag tut den Jungs gut. Heute haben wir auch endlich mal, vor allem in der ersten Halbzeit, sehr guten Fußball gespielt. Es war der Plan, in der zweiten Halbzeit etwas stabiler zu stehen, was uns bis auf eine Chance, die wir zugelassen haben, gut gelungen ist."

Christian Eichelmann fordert Konsequenzen

Für die Ofenstädter aus Velten setzte es nach dem guten Saisonstart die erste Pflichtspielpleite. "Der Knackpunkt war das Schiri-Gespann. Es wurde viel zu wenig durchgegriffen und das hat das ganze Spiel kaputt gemacht. Wir verlieren aber auch, weil die Gegentore nach zwei Schlafmomente fallen", war Eichelmann nach Abpfiff erbost. In aller Munde war aber die Spuck-Attacke gegen SCO-Mittelfeldspieler Steven Goetsch. "Mein Spieler wird sich das nicht ausdenken. Ich hoffe, dass mein Trainerkollege nicht nur spricht, sondern auch Konsequenzen zeigt", wünscht sich der Trainer der Veltener.

Betroffen und wütend über den Vorfall kündigte Fortuna-Trainer David Karaschewitz die vom Kollegen geforderten Konsequenzen an. "Das ist ein Ding was gar nicht geht. Das wird intern ausgewertet, sowas funktioniert nicht bei mir", ließ Karaschewitz verlauten.

Fortuna reist nach Zehdenick, Velten empfängt Schwedt

Am kommenden Samstag will Fortuna beim schweren Auswärtsspiel in Zehdenick nachlegen. Gespielt wird am 15. September auf dem Havelsportplatz um 15 Uhr. Zeitgleich versucht Velten in der heimischen Rewe-Gabrich-Arena den FC Schwedt 02 zu bezwingen, um die unnötige Niederlage am Stern vergessen zu machen.

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