Falette (l.) drückt Bittencourt, es gibt keinen Elfmeter. Ganz anders, als Horn (o.r.) Gacinovic legt. Kölns Sportchef Schmadtke ist außer sich. Falette (l.) drückt Bittencourt, es gibt keinen Elfmeter. Ganz anders, als Horn (o.r.) Gacinovic legt. Kölns Sportchef Schmadtke ist außer sich. © imago
Falette (l.) drückt Bittencourt, es gibt keinen Elfmeter. Ganz anders, als Horn (o.r.) Gacinovic legt. Kölns Sportchef Schmadtke ist außer sich.

Chaos pur in Köln! Drei Elfmeter-Fehlentscheidungen trotz Videoschiedsrichter

In zwei strittigen Szenen wurde zwischen dem FC und Frankfurt auf den Einsatz der neuen Technologie verzichtet. Unter Experten und im Internet wächst deshalb die Kritik am Videobeweis.

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Elfmeter-Stress in Köln!

Der Elfmeter, den Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart) den Frankfurtern in der 21. Spielminute gab, war einer, über den diskutiert werden kann. Eintrachts Mijat Gacinovic zog in den Kölner Strafraum, FC-Torwart Timo Horn kam raus und stoppte den Mittelfeldmann – dabei berührte Horn auch den Ball. Für Petersen (erstes Bundesligaspiel) reichte das, er zeigte auf den Punkt. Sebastien Haller verwandelte sicher, Kölns Manager Jörg Schmadtke besuchte erstmals den Vierten Offiziellen an der Linie – und lachte dabei. Galgenhumor?

Weil die Szene knifflig und eben keine eindeutige Fehlentscheidung war, schaltete sich der Videoschiedsrichter nicht ein. Zum erneuten Ärger der Kölner. Denn da war ja was mit dem FC und dem Schiedsrichter vor dem Fernseher. Erst am vorangegangenen Spieltag hatte der FC überlegt, Protest gegen die Wertung seines Spiels bei Borussia Dortmund (0:5) einzulegen. Dortmunds Treffer zum 2:0, den Schiedsrichter Patrick Ittrich nach Hinweis seines Video-Assistenten Felix Brych gab, hätte nicht zählen dürfen. Ittrich hatte die Spielsituation abgepfiffen, bevor der Ball die Torlinie überschritt. Köln entschied sich auch aufgrund der aussichtslosen Rechtslage dann doch gegen einen Einspruch – und fand gestern wieder seine Gründe, um ordentlich in Rage zu geraten.

Wie definiert der Videoschiri klare Fehlentscheidungen?

Fakt ist: Der Videoschiedsrichter meldet sich nur bei krassen Fehlentscheidungen zu Wort. Aber wie definiert sich eine solche? Nach dem Spiel gegen den BVB hatten die Kölner gefordert, „dass im Sinne der gesamten Liga Rechtssicherheit an den strittigen Punkten geschaffen wird.“ Gestern kam also ein strittiger Punkt hinzu – genauer gesagt mehrere Punkte. Alle im Zusammenhang mit möglichen Elfmetern.

Nach dem Elfer zur Frankfurter Führung hätte Petersen durchaus einen Strafstoß für den FC geben können, nachdem Simon Falette in den Rücken von Leonardo Bittencourt gesprungen war (33.). Kein Pfiff. Keine Meldung vom Videoschiedsrichter – obwohl die Szene diesmal ziemlich eindeutig war. Jetzt besuchte auch Köln-Trainer Peter Stöger den Vierten Offiziellen an der Seitenlinie. Der FC auf der Palme, tosendes Pfeifkonzert von den Heimfans. Dabei hatten die und ihr Team zuvor auch einmal Glück – nämlich als Dominique Heintz Frankfurts Torschützen Haller im Strafraum zu Boden riss (23.). Elfmeter gab es nicht – diesmal entschied dabei auch der Videoschiedsrichter mit. Richtiger wurde die Entscheidung dadurch aber nicht.

Zwei krasse Fehlentscheidungen

Video-Elfer-Rätsel in Köln. Und in der Pause gab Ex-Schiedsrichter und Sky-Experte Markus Merk seine Meinung ab. Der erste Elfer für Frankfurt sei keiner gewesen, danach hätte Köln Bittencourt einen bekommen müssen. Also zwei krasse Fehlentscheidungen. Trotz Video-Schiri. Wieder mal. Leider.

Die Expertenrunde von Sky war ohnehin dabei deutlich auf Seiten der Kölner. Ex-Schiedsrichter Dr. Markus Merk beurteilte beide Szenen gegenteilig zum Unparteiischen Martin Pedersen und kritisierte, dass der Videobeweis nach aktueller Regellage eher Konfusion als Klarheit bringe. Auch Dietmar Hamann betonte: "Für die eine klare Situation, die wir aufklären, haben wir 40, 50 strittige Situationen. Merk forderte deshalb klare Vorgaben durch den DFB, um künftige Diskussionen zu vermeiden.

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So sah das Netz die Szene

Fussball Bundesliga 1. FC Köln (Herren) Eintracht Frankfurt (Herren) 1. FC Köln-Eintracht Frankfurt (20/09/2017 18:30)

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