12. September 2018 / 16:04 Uhr

Elfmeter-Killer und Siegtorschütze: Christian Schulz wird zum Pokalhelden

Elfmeter-Killer und Siegtorschütze: Christian Schulz wird zum Pokalhelden

Lennart Wunderlich
Christian Schulz im Tor des SV Germania 90 Berge.
Christian Schulz im Tor des SV Germania 90 Berge. © Janno Neubauer
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Kreispokal Havelland: Der Torwarttrainer von Kreisoberligist Germania Berge wurde in der Partie gegen den RSV Eintracht II zum Matchwinner.

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Eigentlich wollte Christian Schulz beim SV Germania 90 Berge etwas kürzer treten. Seit der letzten Saison, damals standen dem Verein fünf Schlussmänner zur Verfügung, stand der gelernte Torhüter daher nur noch als Torwarttrainer an der Seitenlinie. Weil in der neuen Spielzeit aber Knappheit zwischen den Pfosten in Berge herrscht, ist der 31-Jährige aber wieder zurück - und wie. In der 2. Runde des Kreispokals Havelland hat er sein Team am vergangenen Sonntag gegen den RSV Eintracht II nicht nur mit seinen Paraden im Elfmeterschießen, sondern auch mit einem für Torhüter ungewöhnlichen kühlen Abschluss vom Punkt in die nächste Runde gebracht,.

Schulz soll in dieser Saison zwar das Tor der Reserve aus Berge hüten, vertrat im Pokalspiel gegen den Ligakonkurrenten aber Dustin Günther im Tor der ersten Mannschaft, um auch auf Kreisoberliga-Niveau in Form zu bleiben. "Ich bin nicht mehr der Jüngste, aber gerade in so einem Pokalspiel freut man sich dann schon, noch einmal spielen zu können", ging der Berliner seine Aufgabe motiviert an. In der regulären Spielzeit der Partie gegen die RSV-Reserve, die mit einem 1:1 endete, musste er kaum eingreifen. "Er war komplett routiniert. Viel eingreifen musste er aber nicht, wir hatten die Partie ab der 30. Minute komplett übernommen", verrät Trainer Daniel Kuhnt.

​Elfmeterschießen musste Entscheidung bringen

Erst in der 120. Minute wurde es für das Berger Gebälk richtig ernst, als Schulz einen Konter der Gäste erst vereiteln musste und dann von Glück sagen konnte, dass der durchgebrochene Angreifer den Nachschuss über das Gehäuse setzte. Danach war auch die torlose Verlängerung Geschichte und es kam zum von vielen Fußballern gefürchteten Elfmeterschießen.

Nachdem die ersten beiden Versuche der Gäste aus Stahnsdorf ihren Weg an Schulz vorbei ins Netz fanden, wehrte er den dritten Schuss in der von ihm aus gesehen rechten Ecke ab. Weil zuvor auch ein Spieler der Hausherren vom Punkt Nerven zeigte, war das Entscheidungsschießen nun wieder ausgeglichen. Die weiteren Schützen trafen und so stand es nach fünf Schützen auf beiden Seiten 4:4-Unentschieden im Elfmeterschießen.

​Daniel Kuhnt: "Christian ist nicht gerade für seine Schussstärke bekannt"

Dann der zweite Streich von Schulz: Der gelernte Maschinen- und Anlagenführer sprang erneut in die rechte Ecke und parierte auch diesmal. Während seine Mitspieler im Anschluss diskutierten, wer nun zum entscheidenden Elfmeter antreten sollte, schnappte sich der ehrgeizige Torhüter den Ball und legte ihn sich zur Ausführung zurecht. "Ich habe nicht lange überlegt, war aber schon etwas nervös", gibt Schulz zu.

Christian Schulz verwandelt den entscheidenden Elfmeter im Pokal-Krimi gegen den RSV Eintracht II

Trainer Kuhnt bekam von dem Vorhaben seines Schlussmannes zunächst nichts mit: "Es hat überhaupt keiner mitbekommen, wie er sich den Ball zurecht gelegt hat. Auf einmal pfiff der Schiedsrichter an und wir wussten überhaupt nicht, was los ist." Besonders entspannt war der Coach aber nicht, denn: "Christian ist nicht gerade für seine Schussstärke bekannt", fügte Kuhnt mit einem Augenzwinkern an. Doch der Elfmeter-Killer setzte ungeahnte Fähigkeiten frei und lag erneut mit der vom Tor aus gesehen rechten Ecke richtig. Sein erster selbst geschossener Elfmeter bescherte Germania Berge so den 6:5-Sieg und den Einzug in die nächste Pokalrunde. Nun ist Schulz aber erst einmal froh, wieder an die Seitenlinie zurückzukehren. Auch dort weiß Cheftrainer Kuhnt die Dienste des 31-Jährigen zu schätzen: "Er bringt auch als Torwarttrainer viel Stimmung und Ehrgeiz mit in die Mannschaft."

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