30. August 2018 / 20:33 Uhr

Emil Forsberg schießt RB Leipzig nach Europa

Emil Forsberg schießt RB Leipzig nach Europa

Guido Schäfer
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Leipzigs Emil Forsberg (r) jubelt nach seinem Elfmeter-Treffer zum 3:2 mit Kevin Kampl.
Leipzigs Emil Forsberg (r) jubelt nach seinem Elfmeter-Treffer zum 3:2 mit Kevin Kampl. © dpa
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Gruppenphase erreicht: Der Schwede verwandelt in der 90. Minute einen Handelfmeter zum glücklichen aber verdienten 3:2-Erfolg gegen tapfer kämpfende Gäste aus Luhansk.

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Leipzig. Pressen, pressen, pressen, hoffen, bangen, nochmal pressen, dann ist es vollbracht: RB Leipzig zieht nach einem dramatischen 3:2 (1:1) gegen Zorja Luhansk und torlosem Hinspiel in die Gruppenphase der Europa League. Ja, eine schwere Geburt. Nein, kein sonderlich hübsches Baby. Aber ein gesundes, wehrhaftes. Tore: Timo Werner (1:0/7.), Rafael Ratao (1:1/34.), Artem Gordiyenko (1:2/48.), Jean-Kevin Augustin (2:2/69) und Emil Forsberg, der in der 90. Minute einen Handelfmeter eiskalt versenkt. Am Freitag werden im Grimaldi-Forum in Monaco die Gruppen ausgelost.

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Coach Ralf Rangnick schont wie erwartet und im Hinblick aufs nahe Ligaspiel gegen Düsseldorf die Herren Diego Demme, Emil Forsberg, Dayot Upamecano und Jean-Kevin Augustin. Hart ran müssen dafür Stefan Ilsanker, Willi Orban, Konrad Laimer und Matheus Cunha. 20 Fans des Tabellenfünften der ukrainischen Liga haben den 2300-Kilometer-Trip auf sich genommen, 16 mehr als sich die vor einer Woche umgekehrt verhielt.

In der siebten Minute fällt es, das von den Trainern dieser Welt so gerne genommene frühe 1:0. Cunha zieht ab, Werner fälscht ab - 1:0. Mit dem Tor des Nationalspielers geht Teil Eins von Rangnicks Wunsch in Erfüllung. Teil Zwei: Zeitig 3:0 führen und den Turbo für die längste Theke der Welt - Düsseldorf - schonen. 18. Minute, fast das 2:0. Marcel Sabitzer mit No-Look(man)-Pass auf Laimer, der quer auf Werner, knapp vorbei ist auch daneben. RB ist griffig, giftig, Schwungrad Kevin Kampl legt Werner auf, drüber (21.). Luhansk macht auch mit, wissend, dass sie ein Tor machen müssen. Das fällt in der 26. Minute um ein Haar bzw. einen Laimer. Der Ösi rettet gegen Oleksandr Karavaev.

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RB Leipzig verliert den Faden und kassiert das 1:1. Karavaev flankt, Willi Orban fälscht ab, Rafael Rataos hängt Ibrahima Konate ab, der Kopfball-Aufsetzer zappelt im Netz. Eine Chance, ein Tor. Kann man so machen. 43.: Werner zirkelt den Ball an die Unterkante der Latte. Die Halbzeit-Wahrheiten: 13:4 Torschüsse. Eine Verlängerung ist nicht mehr möglich. Und: Wenn es beim 1:1 bleibt, ist Luhansk weiter. Stargast Reiner Calmund am Stadionmikro seines Bruders im Geiste, Tim Thoelke: „Ralf Rangnick muss den Wecker klingeln lassen, jetzt muss die Post abgehen. Und ihr seid der zwölfte Mann!“ Applaus, Applaus, Applaus.

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Wiederbeginn. Nein, sie haben den Wecker nicht gehört, lassen sich wie Rotation 1950 auskontern. Der starke Luhansker Kapitän Karavaev passt auf Artern Gordiyenko, der schiebt zum 1:2 ein (48.). Rangnick geht all in, bringt Forsberg und Augustin (59.). Düsseldorf ist jetzt weit weg, die Blamage nah. Orban hat das 2:2 auf dem Schädel, Augustin macht es nach genialer Werner-Vorarbeit (69.). Motto bis zum Abpfiff: Dawai, dawai! 87.: Augustin schießt das vermeintliche 3:2 - Abseits. 90.: Elfmeter für RB nach Hand von Vitaliy Vernydub. Forsberg schießt das 3:2 und RB nach Europa. Ja, verdient. Ja, auch glücklich.

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