11. Januar 2019 / 08:07 Uhr

Endlich! RB Leipzigs Emil Forsberg ist wieder am Ball

Endlich! RB Leipzigs Emil Forsberg ist wieder am Ball

Guido Schäfer
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Emil Forsberg absolvierte gestern seine erste Trainingseinheit nach dreimonatiger Pause – Dribbeln, Sprinten und Schießen hat der Schwede nicht verlernt.
Emil Forsberg absolvierte gestern seine erste Trainingseinheit nach dreimonatiger Pause – Dribbeln, Sprinten und Schießen hat der Schwede nicht verlernt. © PICTURE POINT
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Der drahtige RB-Star steht vor Rückkehr ins Teamtraining. Testgegner Galatasaray Istanbul schwebt am Freitag ein. 

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Leipzig. Nein, es ist „definitiv keine Schambeinentzündung“, ja, „meine Karriere geht definitiv weiter“. Und: „Wir haben das Problem erkannt und lösen es.“ O-Ton Emil Forsberg in seinem letzten öffentlichen (LVZ-)Statement. Ist schon eine Weile her, wird aber ab sofort mit Leben, sprich Trainingsbeteiligung, gefüllt. Forsberg ist zurück!

Am Donnerstag tauchte der schwedische Nationalspieler beim Üben auf, absolvierte eine individuelle Einheit mit Ball und RB-Reha-Coach Frank Roßner, dribbelte, sprintete, netzte. Erster Eindruck: Er kann es noch, mit rechts und links, auch der Übersteiger ist während seiner dreimonatigen Auszeit nicht verschütt gegangen. Zweiter Eindruck: Der 27-Jährige ist auffällig drahtig und behände wie ein Rehkitz unterwegs. Drittens: Er ist beschwerdefrei. Forsbergs letztes Spiel datiert vom 7. Oktober und dem 6:0 gegen Nürnberg. Seitdem fehlt der Mann, dem der beste erste Ballkontakt der Bundesliga nachgesagt wird. Der Mann mit eingebautem Radar unter der Semmelmütze. Der Mann, der bei ruhenden Bällen, auch Standards genannt, eine Waffe ist.

Der komplexen Problematik im Becken- und Bauchmuskelbereich wurde mit allen möglichen und durchaus schmerzhaften Methoden begegnet. Forsberg konsultierte RB-Goldfinger Alexander Sekora, Kurt Mosetter in Konstanz, Franz Leberbauer in Fuschl am See und den Münchner Akupunktur-Spezialisten Florian Pfad. Alle haben das Ihre zur Gesundung beigetragen. Aktuell ist die sensible Region des Schweden stabil und sagt ja zu härteren Belastungen. Weil Forsberg wichtiger als wichtig ist und ein Comeback-Versuch im Dezember keine gute Idee war, wird vorm Einstieg ins Teamtraining nichts überstürzt. Ein fitter Forsberg würde RB-Coach/Sportdirektor Ralf Rangnick in die komfortable Lage versetzen, das Transferfenster zu schließen.

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Einen nicht kleinen Vorteil auf dem Weg zur Spielfähigkeit und ins Glück gibt es übrigens: Emil Forsberg lebte nie von den Ausdauerwerten eines Waldemar Cierpinski und/oder dem Sprintvermögen eines Timo Werner. Forsbergs Spiel ist von Schläue und effizienter Schlichtheit geprägt. Einen 180er Puls hatte der geniale Fußballspieler nur einmal: bei der Geburt seines Töchterchens. Es wird demnach nicht ewig dauern, bis man den Regisseur wieder auf Vordermann gebracht hat und ins Rennen schicken kann.

Die Testpartien gegen Galatasaray Istanbul (Sonnabend, 15 Uhr, Red-Bull-Arena) und Wolfsberg (Sonntag, 12 Uhr, Cottaweg) kommen zu früh für Forsberg. Wie auch der Bundesliga-Hit gegen Dortmund (19. Januar, 18.30 Uhr). Am 26. Januar spielt RB in Düsseldorf. Comeback an der längsten Theke der Welt?

RB – Galatasaray ist auch das Duell der gut abgehangenen Trainer Ralf Rangnick, 60, gegen Fatih Terim, 65. Rangnick ist gerade dabei, ein Übergangsjahr mit Blattgold zu überziehen. Terim, langjähriger Nationaltrainer der Türken, weißes Hemd, hochgekrempelte Ärmel, hat Gala 2018 zur Meisterschaft geführt und gedenkt das auch 2019 so zu halten. Das Spiel ist ein Nebengeräusch des Bruma-Wechsels von Istanbul nach Leipzig. Galatasaray absolviert aktuell ein Trainingslager in der Nähe von Antalya, wird am Freitag um 12:20 Uhr in Leipzig einschweben. Nach dem Spiel hebt der Charter-Flug TK-3346 Richtung Istanbul ab. Genächtigt wird im Westin.

Transfergeflüster: Am Salzburger Stürmer Hannes Wolf, 19, soll jetzt auch Borussia Dortmund interessiert sein. Ändert nix. Wolf, Vertrag bis 2020, hat eine im Sommer greifende Ausstiegsklausel. Darin steht sinngemäß: „Wenn 0341 ... anruft, unbedingt drangehen, Hannes.“

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