Großer Jubel: Enes Uzun feiert nach seinem Tor zum 1:0. © Hajo von Coelln

Enes Uzun machts wie Arjen Robben

Brandenburgpokal: SV Babelsberg 03 zieht nach Erfolg über Union Fürstenwalde ins Finale ein.

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Nach einem Jahr Pause stehen die Regionalliga-Fußballer des SV Babelsberg 03 wieder im Finale des Fußball-Landespokals. Gegen den FSV 63 Luckenwalde wollen die Spieler von Trainer Cem Efe ihre Position als Rekordsieger ausbauen und Titel Nummer neun (inklusive eines Erfolgs der zweiten Mannschaft in der Spielzeit 2009/10) einfahren. „Der Titel wäre natürlich extrem wichtig – für uns als Mannschaft und den gesamten Verein“, berichtete Mittelfeldspieler Enes Uzun nach dem 2:0 (0:0)-Halbfinalerfolg des SVB beim Oberliga-Zweiten FSV Union Fürstenwalde. „Es ist immer schön, einen Titel zu gewinnen.“

Babelsberger Geduld zahlt sich aus

Dass die Babelsberger am 28. Mai darauf die Chance erhalten, haben sie sich am Ostersonnabend mit einer souveränen und disziplinierten Vorstellung verdient. „Ich denke, wir waren über 90 Minuten die klar spielbestimmende Mannschaft. Bis auf ein, zwei Halbchancen für Fürstenwalde haben wir nichts zugelassen“, analysierte Uzun nach der Partie vor 1227 Zuschauern, darunter etwa 350 Anhänger des SV Babelsberg 03, in der Fürstenwalder SOS-Arena. "Der Trainer hat uns in der Halbzeit gesagt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das Tor fällt und wir geduldig bleiben sollen", so der 1,68 Meter große Techniker, der 2011 mit der A-Jugend des VfL Wolfsburg deutscher Meister wurde. Nach einer guten Stunde war es der 24-Jährige höchstpersönlich, der seine Farben auf die Siegerstraße brachte - und wie.

Enes Uzun trifft per Traumtor

Mit einem herrlichen Schlenzer aus rund 13 Metern halbrechter Position traf er genau in den Winkel des Fürstenwalder Kastens (66.). FSV-Keeper Konstantin Filatow, der in der Saison 2013/14 das Tor des FSV 63 Luckenwalde hütete, war bei diesem Traumtor Marke Arjen Robben chancenlos. "Ich hatte die lange Ecke anvisiert. Dass er dann so genau passt, ist natürlich schön", sagte der Kunstschützen, der auch an der Entstehung des zweiten Tores maßgeblichen Anteil hatte. Er spielte Außenverteidiger Ugurtan Cepni auf der linken Seite schön frei. Der erfahrene Außenverteidiger fand mit seiner scharfen Hereingabe am zweiten Pfosten Andis Shala, der die Kugel nur noch über die Linie drücken musste (70.). In der Schlussphase hatten beide Teams Chancen auf weitere Treffer, vergaben diese aber. Bei den Gästen kam A-Junior Lionel Salla, der im Winter vom Nachwuchs des 1. FC Union Berlin an den Babelsberger Park wechselte, zu seinen ersten Pflichtspielminuten für die erste Mannschaft.

Lionel Salla mit Pflichtspieldebüt

Am Ende stand ein verdienter Sieg der Gäste. "Es war kein schönes Spiel, aber ein ganz wichtiger Sieg", befand Nulldrei-Trainer Cem Efe.

"Beim letzten Aufeinandertreffen in der Liga war Luckenwalde sehr schwach", erinnerte sich Enes Uzun, als er kurz nach dem Abpfiff der Halbfinalpartie hörte, dass es jetzt gegen Luckenwalde geht. Mit 6:1 behielt sein Team im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion Ende Februar die Oberhand und war klar überlegen. "Aber Pokal ist immer etwas ganz anderes. Sie haben ja im Viertelfinale auch Cottbus rausgeworfen", mahnt der Torschütze zum 1:0 vor Leichtsinn und freut sich schon jetzt auf das Finale: "Ein Endspiel zu bestreiten ist immer ein Highlight."

SV Babelsberg 03: Otremba - Mihm (77. Salla), Saalbach, Akdari, Cepni - Fiegen (46. Uslucan), Hellwig - Uzun, Cubukcu, Steinborn (83. Grundler) - Shala.

SV Babelsberg 03 FSV Union Fürstenwalde Region/Brandenburg SV Babelsberg 03 (Herren) FSV Union Fürstenwalde (Herren)

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