a159833035i0014_max1024x Der Unternehmer Manfred Engelbert will den SV Atlas Delmenhorst künftig als Präsident unterstützen. © Ingo Moellers
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Engelbert: "Ich will den Verein nicht im Stich lassen"

Manfred Engelbert will neuer Präsident des SV Atlas Delmenhorst werden und die Nachfolger von Jörg Borkus antreten

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Manfred Engelbart kandidiert für das Amt des Ersten Vorsitzenden des SV Atlas Delmenhorst. Der 73-Jährige wird auf der Jahreshauptversammlung am 19. Februar aller Voraussicht nach zum dritten Chef des neu gegründeten SV Atlas gewählt. Einen Gegenkandidaten wird es nach derzeitigem Stand nicht geben. „Ich möchte die sehr gute Arbeit von Jörg Borkus und des gesamten Vorstands fortsetzen. Ich sehe mich in der Verantwortung, für dieses Amt bereitzustehen. Ich will den Verein nicht im Stich lassen“, sagte der Inhaber mehrerer Autohäuser bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur am Donnerstagabend. Seine Leidenschaft für den SV Atlas sei die Triebfeder gewesen.

Eines seiner Ziele, falls ihn die Mitglieder der Blau-Gelben wählen, sei zunächst die Etablierung in der Oberliga. „Diese Liga zu erreichen, ist für eine Stadt wie Delmenhorst schon großartig. Viel mehr ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage hier kaum möglich. Trotzdem wollen wir mittelfristig in die Regionalliga. Eigentlich haben wir da keine Chance, aber die wollen wir nutzen“, kündigte er an. Ein weiterer Aufstieg sei das ganz große Ziel. Erst mal gehe es jedoch darum, weiter guten Fußball anzubieten. „Ich habe seit 25 Jahren das Ziel, dass die guten Delmenhorster Fußballer in der Stadt spielen. Ich hoffe, das klappt zukünftig. Vielleicht kommen sogar welche zurück“, sagte Engelbart. Thade Hein sei ein gutes Beispiel. Sportvorstand Bastian Fuhrken habe es geschafft, das Talent in Delmenhorst zu halten. So soll es auch zukünftig laufen. Falls es sportlich weiter bergauf ginge und tatsächlich die Qualifikation für die Regionalliga bevorstünde, müsste die Zusammenarbeit mit größeren Unternehmen ausgelotet werden. Engelbart selbst werde sich nicht stärker finanziell engagieren als bisher. „Das ist jetzt schon grenzwertig. Ich habe da auch eine Verantwortung gegenüber meinen Mitarbeitern“, stellte er klar. Wichtig sei daher, Jörg Borkus mit seinen Unternehmen Taxe Borkus und Dynamik als Sponsor im Boot zu behalten. Dieser hatte im Herbst aus beruflichen Gründen seinen Rückzug als Präsident angekündigt.

„Den Zeitaufwand, den Jörg für den SV Atlas aufgebracht hat, werde ich nicht leisten können“, sagte Engelbart. Er sehe seinen Schwerpunkt im Bereich der Verwaltung. „Falls ich gewählt werde, will ich zusammen mit dem Vorstand klarere Strukturen und eine klarere Aufgabenverteilung festlegen“, sagte der 73-Jährige. Ihm sei bewusst, dass er in große Fußstapfen treten würde. „Mit Jörg Borkus ist der Verein jedes Jahr aufgestiegen. Da wird die Luft für mich dünn, und ich will ja auch nicht als Loser-Präsident in die Atlas-Geschichte eingehen“, sagte er lachend. Die Bande mit dem aktuellen Vorstand ist bereits jetzt eng. „Der Vorstand weiß, dass er mit mir einen Mann hat, mit dem er im Team gut zusammenarbeiten kann“, sagte Engelbart. Dem kann Teammanager und Vorstandsmitglied Bastian Fuhrken nur zustimmen. „Dass sich Manfred als Kandidat aufgestellt hat, ist mit das Beste, was uns passieren konnte. Er kennt den Vorstand und hat ein Super-Standing bei den Spielern und auch in der Wirtschaft“, meinte Fuhrken. Freude und Erleichterung hätten er und der Vorstand gefühlt, als die Kandidatur feststand.

Engelbart ist mit den Delmenhorster Sportvereinen eng verbunden: Der Unternehmer unterstützt den SV Atlas Delmenhorst finanziell und ist beispielsweise Sponsor des Block H im Delmenhorster Stadion, in dem die gleichnamige Fangruppierung bei jedem Heimspiel steht. Auch der HSG Delmenhorst ist er unter anderem über den Toyota Engelbart Cup verbunden, und er fungiert auch als einer der Geldgeber des Hockey Club Delmenhorst, auf dessen Kunstrasenplatz die Oberligafußballer des SVA bei Unbespielbarkeit der Plätze auf dem Stadiongelände trainieren. Zudem engagiert er sich auch für die Fußballer des Delmenhorster TB und des TV Jahn Delmenhorst. Engelbart betreibt Autohäuser in Delmenhorst, Oldenburg und Schortens. Der Hauptsitz befindet sich seit 1964 in Delmenhorst. Der Unternehmer beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter, darunter auch Atlas-Spieler. Beispielsweise half Engelbart bei der Verpflichtung des ehemaligen Drittliga-Spielers Musa Karli, indem er ihm im Sommer 2014 einen Ausbildungsplatz in seinem Autohaus verschaffte. Die Hauptversammlung für die Jahre 2017 und 2018 soll am Montag, 19. Februar, ab 19 Uhr in der Gaststätte Jan Harpstedt am Hasporter Damm 100 abgehalten werden. Alle anwesenden volljährigen Mitglieder sind stimmberechtigt. Neben dem Vorsitzenden werden auch die anderen Mitglieder des Vorstands turnusmäßig gewählt. „Ich plädiere dafür, nicht im Block abzustimmen, sondern über jede Position einzeln“, sagte Engelbart. Der Präsident wird für drei, die weiteren Vorstände für zwei Jahre gewählt.

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