Stadtklasse-Meister Lok Engelsdorf Die Kicker des SV Lok Engelsdorf hatten viel zu feiern. © Verein
Stadtklasse-Meister Lok Engelsdorf

Engelsdorfer Lok wieder in Fahrt

Klinger-Team will nach dem zweiten Aufstieg in Folge im oberen Drittel der Stadtliga mitmischen .

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Leipzig. „Die Lok, die niemand bremsen kann“, so lautet das Motto von den Engelsdorfer Fußballern. Dabei stand die Lok zwischenzeitlich fast auf dem Abstellgleis. 2014/15 war das Team quasi zusammengebrochen, das Spielrecht der 1. Kreisklasse konnte nur mit Mühe, sprich dem Einsatz von Junioren und Senioren gerettet werden. Unterdessen dampft die Lok wieder ordentlich. Seit Wochen ist klar, dass sie auf den Stadtliga-Bahnhof einfährt, sprich von Liga neun in Liga acht aufsteigt.

Die Engelsdorfer Weichenstellung begann mit einem Anruf. Die Spieler Marco Weichert, Alexander und Patrick Jacobi riefen 2015 bei Hans-Joachim Klinger an. Der ehemalige Verbandstrainer, der schon den FC Eilenburg und weitere gecoacht hatte, war vor Jahren mit den Engelsdorfern von der Bezirksklasse in die Bezirksliga aufgestiegen. Die drei Initiatoren hatten offenbar nicht die schlechteste Meinung von ihrem „Ex“. Der damals 67-jährige, bis heute drahtige Klinger sagte zu, mit Daniel Mißlitz als Co-Trainer wieder einzusteigen. „Wir holten alte Engelsdorfer zurück und hatten für die Saison 2015/16 in der 1. Kreisklasse 20 bis 25 Spieler zusammen“, erinnert sich Klinger. Es sei nicht von Anfang an alles gut gewesen, aber seitdem gelangen zwei Aufstiege. „Dieses Jahr war unser Meisterstück.“ Denn seit dem 22. Spieltag hat das Team keinen Punkt mehr abgegeben. Klinger stolz: „Acht Spieltage vor Ultimo standen wir als Aufsteiger fest.“ Nur eine Niederlage stand zu Buche, es wurde ein riesiger Vorsprung von 34 Punkten vor den Nichtaufstiegsplätzen erspielt.

Es geht auch sichtbar aufwärts

„Wir hatten keinen Zwang aufzusteigen, die Mannschaft hat aber eine hervorragende Mentalität. Auch im Verein läuft es wieder so, wie ich mir das vorstelle, welche Rolle eine erste Mannschaft spielen sollte.“ Noch ein Jahr will Klinger als Trainer dranhängen und die Truppe dann, mit 70 Jahren, an „Co“ Mißlitz übergeben. „Ich bin der Meinung, dass wir im oberen Drittel der Stadtliga mitspielen können.“ Klinger weiß aber auch: „Die Auswirkungen vom vorherigen Niedergang sind manchmal noch spürbar.“ Insgesamt geht es bei der Lok dennoch sichtbar aufwärts. Der Sportplatz an der Hans-Weigel-Straße macht einen passablen Eindruck. „Wir haben vor, einen Kunstrasenplatz zu bauen“, sagt Abteilungsleiter Jörg Ullrich“, wohl wissend, welch finanziellen Kraftakt dies trotz aller Fördermittel darstellt. „Wir wollen die Trainingsbedingungen weiter verbessern, und wir werden das schaffen“, bekräftigt Ullrich ungeachtet mancher Skeptiker. Schließlich kann die Lok ja niemand bremsen … und wenn sie mal auf dem Nebengleis landet, findet sie zurück. 

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