08. Juni 2018 / 07:28 Uhr

Englands Nationalspieler Rose spricht offen über Depression

Englands Nationalspieler Rose spricht offen über Depression

Redaktion Sportbuzzer
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Danny Rose ist 27 Jahre alt, er litt unter Depressionen. Mit England will er bei der WM in Russland auftrumpfen. 
Danny Rose ist 27 Jahre alt, er litt unter Depressionen. Mit England will er bei der WM in Russland auftrumpfen.  © imago/Colorsport
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Eine Verletzung warf ihn aus der Bahn, dazu die privaten Probleme. Im WM-Trainingslager der englischen Nationalmannschaft verriet Danny Rose, der Linksverteidiger der Tottenham Hotspur, dass er auch unter Depressionen litt. 

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Überraschend offene Worte eines hochbezahlten Fußballstars. Ein Blick hinter die Kulissen, in das Innenleben des Leistungssportlers. Danny Rose spielt in der Premier League für Tottenham Hotspur, dort ging er zuletzt durch eine schwere Zeit. Im Trainingslager der englischen Nationalmannschaft sprach der Auswahlspieler nun über seine Verletzung - aber auch über die Krankheit.

"Es ist kein Geheimnis, dass ich diese Saison bei Tottenham eine schwierige Zeit durchmachen musste", so Rose, der wegen eines 2017 erlittenen Innenbandrisses im Knie insgesamt acht Monate ausfiel. Doch erst jetzt machte er öffentlich, dass ihn die die Verletzung auch psychisch zu schaffen machte. Der Linksverteidiger hatte große Probleme, private Schicksalsschläge kamen hinzu: Sein Onkel nahm sich das Leben, seine Mutter wurde in seiner Heimatstadt Doncaster rassistisch beleidigt, sein Bruder im Haus der Familie mit vorgehaltener Schusswaffe bedroht.

"Ich habe einen Psychologen aufgesucht, der Depressionen bei mir diagnostizierte. Davon wusste bislang noch niemand. Ich habe es meinen Eltern nicht erzählt, und sie werden wahrscheinlich ziemlich wütend sein, wenn sie das lesen", erklärte Rose kurz vor WM-Start. Private Probleme, dazu die Verletzung, vor allem die Verletzung. Die Ärzte rieten ihm zunächst auf einen operativen Eingriff zu verzichten.

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"Ich weiß nicht mehr, wie viele Tabletten ich genommen habe, wie viele Spritzen ich bekam, um zu versuchen, für Tottenham fit zu werden", meinte Rose, der Kritik an der medizinischen Abteilung der Spurs durchklingen lässt. Dann wurde er doch operiert, es war nicht mehr zu vermeiden. Die Zeit seiner Therapie war sehr schwer. "Ich wurde sehr leicht sehr wütend. Ich wollte weder zum Fußball gehen, noch meine Reha angehen", sagte Rose.

Heute geht es ihm wieder besser. "Ich hatte Glück, dass das Nationalteam mir die Möglichkeit gab rauszukommen, den Kopf freizukriegen. England war meine Erlösung, und ich kann dem Trainer und der medizinischen Abteilung nicht genug danken", meint Rose: "Es ist denke ich nicht übertrieben zu sagen, dass ich der glücklichste Spieler im Kader bin."

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