Niclas Füllkrug kritisierte nach dem Köln-Spiel die schweigenden Fans. Niclas Füllkrug kritisierte nach dem Köln-Spiel die schweigenden Fans. © imago/Christian Schroedter/Team zur Nieden (Montage)
Niclas Füllkrug kritisierte nach dem Köln-Spiel die schweigenden Fans.

"Kann was nicht stimmen": Niclas Füllkrug enttäuscht über Stimmung bei Hannover 96

Die aktive 96-Fanszene schwieg auch gegen den 1. FC Köln. Auf Stimmungssabotage wurde dieses Mal allerdings verzichtet. Dafür gab es Plakate mit klarer Aussage.

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Fußball ist in Hannover immer auch ein Schauplatz für Politik. Während deutschlandweit die Abstimmung zur Bundestagswahl noch lief, sammelte die aktive 96-Fanszene am Sonntag Stimmen für die eigene Sache. Ein Fragenkatalog für die 96-Spitze wird an den Verein geschickt, Fans im Norden wurden informiert.

Der Streit um die 50+1-Regel, die Pläne von Martin Kind zu deren Abschaffung und die Forderung nach dem Rückkauf der 96-Markenrechte gehen in die nächste Runde. Am Montag kommt die E-Mail bei 96 an: das Wahlpogramm der aktiven Fanszene. Aber Politik im Fußball? Das Schweigen der aktiven Szene in der Kurve, kann die Mannschaft das langfristig verkraften?

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Die Antwort gab Niclas Füllkrug. „Die Stimmung war für mich enttäuschend“, sagte er. „Ich liebe die Stadt und ich liebe den Verein. Es ist traurig. Ich habe den Kölner Block 90 Minuten gehört und jedes Wort von dem verstanden, was die gesungen haben. Da kann was nichts stimmen. Das ist schade. Vielleicht kommen die anderen nicht durch. Die, die sonst Stimmung machen, streiken. Ich will nicht wissen, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn das Stadion gebebt hätte und da ein Ball nach dem anderen in den Strafraum des Gegners reingeflogen wäre.“

Füllkrug weiß natürlich, dass er sich damit nicht bei allen beliebt macht im Stadion. „Aber das ist eine Herzenssache für mich, das sage ich nicht nur so“, erklärte er. Derweil versucht Manager Horst Heldt, seine Spieler aus dem Fokus zu nehmen bei dem Zoff zwischen aktiver Fanszene und 96-Boss Martin Kind. „Die Spieler haben damit überhaupt nix zu tun“, sagte Heldt und möchte offenbar ein Treffen der Spieler mit den Fans eher verhindern und selbst mit Ultras und Kind-Gegnern sprechen.

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Gespräche sind natürlich nötig. Die Anti-Kind-Fangruppen verzichteten wie verabredet auf Stimmungssabotage und Kind-muss-weg-Rufe – das übernahmen die Kölner auf der Gegenseite. Hannovers Ultras traten erneut in den Sitzstreik und schwiegen. Diesmal blieben sie nach dem Spiel aber im Stadion und klatschten verhalten Beifall für die ordentliche Mannschaftsleistung der eigenen Lieblingsprofis.

Stille Plakate auf Tapete mit lauter Aussage gab es viele: „Markenrechte zum e. V.“ ist einer der zentralen Forderungen. Eine andere: „H96 darf niemals einer Person gehören“. Passend zur Stimmung gegen Köln stand auf einer Tapete: „Enjoy the silence“ (Genieße die Ruhe), angelehnt an den Hit von Depeche Mode.

Der Trend bei den anderen 96-Fans geht zur selbstgemachten Stimmung. Mit dem Lattenkopfball von Salif Sané wurde es laut – klatschen, rufen, Oh und Ah. Immer wieder gab es Versuche aus dem Westen: „Hannoooover“ oder „Schwarz-weiß-grün ein Leben lang“. Aber lange Zeit hielten die Gesänge nicht an.

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