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Enttäuschung am Deadline-Day: Kein Neuzugang mehr bei RB Leipzig

Anne Grimm
RB Leipzigs Sportdirektor und Trainer Ralf Rangnick konnte am letzten Tag der Transferfrist keinen weiteren Neuzugang verpflichten.  © dpa

Mit nur drei Neuzugängen geht RB Leipzig in die Dreifachbelastung der neuen Saison, verpflichtet keinen Ersatz für Naby Keita. Die dünne Besetzung im defensiven Mittelfeld birgt viele Risiken. Nachwuchsakteure müssen im Notfall in die Bresche springen.

Leipzig. RB Leipzig geht mit einem dünnen Kader von nur 18 Feldspielern in die neue Saison. Am Freitag, dem letzten Tag der Sommertransferperiode für die Bundesliga, schaffte es Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick nicht, sein Team weiter zu verstärken. Dabei muss der Bundesligist nach der Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League bis zum Jahresende fast ununterbrochen im Drei-Tages-Rhythmus spielen.

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Trotz der dünnen Personaldecke durfte Massimo Bruno zum Schluss noch RB Leipzig verlassen. Rangnick hatte am Freitagmittag erklärt: „Er hätte einen Verein, zu dem er jetzt wechseln könnte, nach Belgien. Wir haben es vorbereitet – werden es danach entscheiden, ob noch jemand kommt.“ Es kam keiner mehr an den Cottaweg, der 24-jährige Mittelfeldspieler durfte trotzdem gehen – zum belgischen Erstligisten Sporting Charleroi.

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Ein Jahr lang hatte der Verein Zeit, um einen Nachfolger für den nach Liverpool gewechselten Naby Keita zu finden. Es ist nicht gelungen. „Klar ist, dass die Qualität die er mitgebracht hat, Eins zu Eins nur ganz schwer zu ersetzen ist“, hatte der Sportdirektor gesagt. Kevin Kampl sei im vergangenen Sommer schon perspektivisch dafür verpflichtet worden. Auf der wichtigen Sechserposition sind die Leipziger nun mit nur drei Akteuren, dem Slowenen Kevin Kampl, Diego Demme sowie Stefan Ilsanker, dünn aufgestellt.

Wie riskant findet es der Sportdirektor und Coach in Personalunion, mit so wenigen Spielern in die Saison zu gehen? „Ist es für mich nicht. Das ist der Weg, den wir seit sechs Jahren gemeinsam entwickelt haben und der uns auch abhebt, von anderen Vereinen. Den müssen nicht alle gut finden und verstehen“, meinte Rangnick wenige Stunden vor Transferschluss und ergänzte: „Natürlich wäre es gut, wenn wir auch mit der Europa League-Gruppenphase noch ein oder zwei Neue dazu gewinnen können. Aber es geht nicht darum, dass wir einfach mehr Spieler im Kader haben. Das müssten welche sein, die schnell auf einem ähnlichen Niveau sind, das wir schon haben. Sonst nehme ich zehnmal lieber eigene Jungs aus der U19 und gebe ihnen eine Chance.“

Der Poker um Wunschspieler Ademola Lookman war wohl erst am Freitag gescheitert. Die Vorstellungen bei der Ablösesumme lagen beim Premier-League-Club Everton sowie Leipzigs Oliver Mintzlaff einfach zu weit auseinander. Viel mehr als 20 Millionen Euro wollte und konnte der RB-Geschäftsführer nicht ausgeben. Rangnick hatte bei der Pressekonferenz am Mittag bereits gesagt: „Wenn nichts mehr gelingt, bricht hier auch keine Sinnkrise aus. Dann versuchen wir aus der Situation das Beste zu machen.“

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