Timo Hübers konnte bei seinem Startelfdebüt für Hannover 96 überzeugen Timo Hübers konnte bei seinem Startelfdebüt für Hannover 96 überzeugen © imago/Sportfoto Rudel
Timo Hübers konnte bei seinem Startelfdebüt für Hannover 96 überzeugen

"Er hat eine Duftmarke gesetzt": 96-Debütant Hübers erntet viel Lob - und bleibt bescheiden

Der Stellverteter von Waldemar Anton wird nach seiner Leistung gegen den VfB Stuttgart von allen Seiten gelobt. Das Eigengewächs von Hannover 96 scheint endgültig angekommen zu sein in der Bundesliga. Trotzdem bleibt Timo Hübers bescheiden.

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Gerade mal 18 Sekunden dauerte es, da war Innenverteidiger Timo Hübers (21) mittendrin bei seinem Bundesliga-Debüt. Er klärte mit Blick zum Tor nach vorn per stehendem „Fallrückzieher“ vor Stuttgarts Starstürmer Mario Gomez. Weil die Abwehrprobleme 96 nicht losließen, war das Talent mit Regionalliga-Erfahrung gegen den VfB in die Startelf gerückt – und spielte richtig abgezockt im Abwehrzentrum neben Salif Sané.

Hübers blieb lange unter dem Radar

Fast zwei Jahre schwamm der Hildesheimer nur mit bei den Profis. Nach einem Jahr bei der Reserve des 1. FC Köln war er 2016 zu seinem Jugendclub 96 zu­rückgekehrt. Die zweite Liga sollte eine erstklassige Chance werden für Hübers, doch daraus wurde nichts: Er riss sich im Training das Kreuzband, fiel eine ganze Saison aus – und blieb unter dem Radar bei 96. Bis Sonnabend.

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Der 21-jährige Hübers nutzte in Stuttgart seine Chance, die wegen Verteidigermangel eher aus der Not geboren wurde. Selbst 96-Boss Martin Kind hatte sein Juwel nicht so richtig auf dem Zettel. „Wie lange ist der bei uns? Zwei Jahre?“, fragte er: „Super. Er ist schnell und kopfballstark.“

"Eigentlich das gleiche Spiel wie in der Regionalliga"

Von Lampenfieber war nichts zu spüren. „Am Morgen im Hotel, da war ich schon ein bisschen nervös, aber auf dem Weg zum Spiel wurde es weniger. Es sind gewohnte Rhythmen, das macht man mit der zweiten Mannschaft genauso wie in der ersten“, erzählte Abwehrtalent Hübers, „das Gefühl, das erste Mal einzulaufen, ist schon riesig. Aber wenn man seine erste gelungene Aktion hat, sieht man, dass es eigentlich das gleiche Spiel ist wie in der Regionalliga.“ Nur eben mit Gegenspielern von anderem Format.

Hübers bekam es beim Debüt mit Gomez und Daniel Ginczek zu tun. „Ich habe versucht, mich auf meine Zweikämpfe zu konzentrieren. Wenn dann am Ende ein Punkt dabei herausspringt, kann ich auch nicht alles verkehrt ge­macht haben“, befand das Abwehrtalent.

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Stamminnenverteidiger? "Davon bin ich weit entfernt"

Tatsächlich machte Hübers mehr richtig als nur in den Zweikämpfen. „Er hat’s wirklich gut gemacht, auch im Spiel nach vorne“, lobte 96-Manager Horst Heldt, „das freut mich sehr für den Jungen, weil er sich total darauf gefreut hat. Er hat eine Duftmarke gesetzt.“ Das fand auch Trainer André Breitenreiter: „Klasse-Debüt. So stellt man sich das vor.“

Nicht nur wegen des Spielstils erinnert Hü­bers an 96-Juwel Waldemar Anton. Sie sind am selben Tag geboren, auch Hübers ist 96-Eigengewächs. Aus dem Aushilfs-Anton Hübers kann was werden. „Ich glaube, ich habe heute meine Chance ganz gut ge­nutzt“, sagt Hübers. Aber: „Ich sage jetzt nicht, dass ich nächste Saison Stamminnenverteidiger sein muss, davon bin ich weit entfernt.“

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