Weltmeister Hans Schäfer starb im Alter von 90 Jahren. Weltmeister Hans Schäfer starb im Alter von 90 Jahren. © imago
Weltmeister Hans Schäfer starb im Alter von 90 Jahren.

Er wurde 1954 Weltmeister: Hans Schäfer ist tot

Der (indirekte) Vorlagengeber des entscheidenden Tores gegen Ungarn verstarb im Alter von 90 Jahren. Schäfer ist Klublegende des 1. FC Köln.

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Weltmeister Hans Schäfer ist tot. Die Legende des 1. FC Köln sei im Beisein seiner Familie "friedlich entschlafen", berichtet bild.de. Schäfer wurde 90 Jahre alt.

Schäfer wurde 1954 mit Deutschland Weltmeister und vor allem wegen seiner (indirekten) Vorlage des entscheidenden 3:2 im Finale gegen Ungarn durch Helmut Rahn berühmt. Der Offensivspieler, der zwischen 1952 und 1962 39 Länderspiele für Deutschland absolvierte und dabei 15 Tore schoss, flankte den Ball in die Mitte. Der Rest ist bekannt: Das Leder wurde abgewehrt, Rahn schoss aus dem Hintergrund Deutschland zum ersten WM-Titel.

Schäfer, der neben Horst Eckel der letzte verbliebene Weltmeister von 1954 war, hatte erst am 19. Oktober seinen 90. Geburtstag gefeiert. Von 1948 bis 1965 spielte Schäfer für den 1. FC Köln und erlebte mit dem Effzeh auch die Geburt der Bundesliga, die das "weiße Ballett" um Altmeister Schäfer und den jungen Wolfgang Overath gleich gewinnen konnte.

Eckel: "Fühle mich jetzt alleine"

Hans Schäfers langjähriger Mannschaftskamerad Horst Eckel ist nun der einzige noch Lebende aus der Weltmeistermannschaft von 1954. „Das ist ein sehr trauriger Tag. Hans war ein sehr guter Kamerad von mir. Zum letzten Mal Kontakt hatte ich, als ich vor ein paar Wochen mit ihm zu seinem 90. Geburtstag telefoniert habe. Da hatte ich das Gefühl, dass es ihm gut geht“, sagte der 85-Jährige bei bild.de. „Jetzt bin ich der letzte der Mannschaft von 1954, ich fühle mich jetzt auch alleine“.

Schäfer galt als bester Linksaußen der Welt

"De Knoll" galt zu aktiven Zeiten als bester Linksaußen der Welt. "Von allen großen Spielerpersönlichkeiten des 1. FC Köln ist Hans Schäfer mit dem "Wunder von Bern" der Größte. Die FC-Familie verliert mit ihm einen Kölner Giganten, der Vorbild für unzählige Fußballer war", erklärte Kölns Vizepräsident Toni Schumacher. "Stolz war ich stets darauf, wenn er sagte: "Toni, wir beide hätten gut zusammen in eine Mannschaft gepasst." Wir trauern mit seiner Familie und werden sein Andenken in unserem Verein stets in Ehren halten."

Schäfer wurde 1927 in Köln-Sülz geboren und wuchs im Stadtteil Zollstock auf. Schäfer debütierte am 6. August 1948 in Wuppertal für den FC und machte schnell von sich reden. 1954 nahm in Sepp Herberger mit zur WM in die Schweiz, wo Schäfer in einer eingeschworenen Gemeinschaft als einer der Leistungsträger galt. Nach dem Titelgewinn 1954 nahm Schäfer auch an den Weltmeisterschaften in Schweden 1958 und Chile 1962 teil.

RedaktionsNetzwerk Deutschland

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