11. März 2018 / 16:24 Uhr

Ereignislose Nullnummer des TSV Jahn Delmenhorst

Ereignislose Nullnummer des TSV Jahn Delmenhorst

Michael Kerzel
anna mirbach jahn delmenhorst
Wenn es beim TV Jahn Delmenhorst gefährlich wurde, dann über Anna Mirbach. © Ingo Möllers
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Zweitliga-Frauen kommen zu Hause gegen Hohen Neuendorf nicht über ein 0:0 hinaus

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Es war ein zähes Fußballspiel am Sonntagmorgen im Stadion an der Düsternortstraße zwischen den Damen des TV Jahn Delmenhorst und B.W. Hohen Neuendorf in der 2. Bundesliga Nord. Kaum Torchancen, wenige Aufreger und keine Tore boten die 22 Akteure auf dem zwar etwas holprigen, aber gut bespielbaren Rasen. Letztlich können beide Teams mit dem 0:0 leben. "Wir hatten vielleicht einen Tick mehr Chancen, gerade in der zweiten Halbzeit. Aber wir hätten auch das 0:1 bekommen können", bewertete Jahn-Trainer Claus-Dieter Meier die Partie.

Trotz der durchwachsenen Leistung seiner Damen wechselte er während der 90 Minuten nicht aus. "Die Spielerinnen auf der Ersatzbank sind nicht unbedingt die torgefährlichsten und ich habe der Elf auf dem Rasen vertraut", begründete er diese Entscheidung. In den kommenden Wochen wird ihm voraussichtlich mit Nahrin Uyar wieder eine Offensivspielerin mehr zu Verfügung stehen. Diese feierte nach Kreuzbandriss ihr Comeback in der Reservemannschaft und soll schnell in den Kader der Bundesligamannschaft rücken, vielleicht schon Mittwoch beim Nachholspiel gegen FF USV Jena II.

Gegen Hohen Neuendorf gingen die Violetten favorisiert in die Partie. Doch diese Rolle konnten sie gerade in der ersten Halbzeit nicht wahrnehmen. Nahezu ereignislos verrannen die Minuten. Immer wieder flogen die Bälle aus den Viererketten auf beiden Seiten recht planlos in die jeweils gegnerische Hälfte. "Wir hatten schon den Plan, mit langen Bällen hinter die Abwehrreihe zu kommen. Aber diese wurden oft zu früh gespielt", bemängelte Meier. Mühe, diese Angriffsbemühungen abzuwehren, hatte beiden Defensiven nicht. Lediglich nach fünf Minuten musste Magdalena Flug im Jahn-Tor eine Chance vereiteln, sonst bekam weder sie noch auf der Gegenseite Inga Buchholz einen Ball auf den Kasten. Wenige Distanzschüsse segelten ungefährlich über und/oder neben das Tor. Wenn es halbwegs gefährlich wurde, hatte Anna Mirbach bei den Jahnerinnen ihre Füße im Spiel. Beispielsweise zirkelte sie in der 22 Minute einen starken Ball auf Julia Hechtenberg, die das Spielgerät hätte stoppen können, sodass sie und Neele Detken nur noch eine Gegnerin vor sich gehabt hätten. Doch ihr direkter Passversuch rutsche über den Fuß und so war die Möglichkeit im Ansatz vertan.

In der zweiten Hälfte übernahm Jahn die Kontrolle, ohne jedoch zwingend zu werden. Weiter waren vor allem die ungenauen Bälle im Aufbau das Problem. Bekam Mirbach einen Ball unter Kontrolle, konnte sie sich mehrmals gegen ihre Gegenspielerinnen durchsetzen und den Ball in die Mitte bringen, ohne dort jedoch eine Abnehmerin zu finden. Immerhin resultierte aus diesen Bemühungen die erste Ecke, bezeichnenderweise waren da schon knapp 50 Minuten gespielt und die Ecke brachte auch nichts ein. Die erste größere Gelegenheit verbuchte Hechtenberg in Minute 68: Nach einem schönen Steilpass von Nathalie Heeren auf Mirbach legte die Stürmerin quer, Hechtenbergs Abschluss konnte die Neuendorf-Verteidigung gerade noch zur Ecke abfälschen.

Nur zwei Zeigerumdrehungen später passte sich Schiedsrichterin Kathrin Heimann dem schwachen Niveau an. Die bereits gelb-verwarnte Svea Kurrek wurde von Mirbach ausgespielt, lief hinterher und stoppte die Jahnerin mit einer Grätsche kurzvor dem Strafraum. Viel klarer kann eine Gelbe Karte und damit ein Platzverweis kaum sein. Doch Heimann ließ Kurrek auf dem Rasen. Etwas Fahrt nahm die Partie ab Minute 80 auf. Eine der wenigen Offensivaktionen der tiefstehenden Gäste hätte fast für deren 1:0 gesorgt: Eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld landete an der Latte, Jahn-Torhüterin Magdalena Flug wäre wohl nicht an den Ball gelangt. Auf der anderen Seite scheiterte Mirbach an einer starken Fußabwehr von Buchholz. Im Nachsetzen sprang der Ball an Mirbachs Hand, sodass ihr Schuss ins leere Tor zurecht nicht zählte. Tatsächlich ging es in den letzten zwei Minuten schnell hin und her, ohne dass jedoch ein Team den Lucky Punch setzen konnte.

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