DSC_4328 Wollen trotz schwieriger Personallage auch in Gifhorn punkten: die Kicker des SV Atlas. © Ingo Moellers
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Ersatzgeschwächter SV Atlas muss nach Gifhorn

Vor dem Oberliga-Auswärtsspiel drohen den Delmenhorstern bis zu elf Spieler auszufallen

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Sebastian Kmieć, Lars Scholz, Dennis Metzing und Thore Sikken: verletzt. Dennis Janssen, Patrick Degen und Kevin Radke: gesperrt. Stefan Bruns, Marco Prießner, Simon Matta und Dominik Entelmann: angeschlagen. Bis zu elf Feldspieler fallen beim SV Atlas Delmenhorst eventuell aus, blieben zehn fitte Akteure, dazu zwei Torhüter. "Personell waren wir letztes Spiel gegen den Vfl Oldenburg schon am Limit und diese Woche sieht es noch schlechter aus", berichtet Atlas-Coach Jürgen Hahn. Das liegt daran, dass durch die Gelb-Rote Karte für Kevin Radke ein weiterer Spieler gegen den MTV Gifhorn sicher fehlen wird. "Bei Stefan Bruns und Marco Prießner sieht es zudem schlecht aus. Sie mussten beide gegen Oldenburg angeschlagen spielen und konnten die ganze Woche nicht trainieren. Durch die Personallage sind die beiden unnötigen Platzverweise von Dennis Janssen und Patrick Degen in Northeim noch viel schlimmer", sagt Hahn. Er füllt den Kader mit Patrick Klenke und dem ehemaligen Mannschaftskapitän Daniel von Seggern auf.

Doch erst im Laufe des Sonnabends, um 11 Uhr ist eine Platzbegehung angesetzt, entscheidet sich, ob das Fußball-Oberligaspiel angepfiffen wird oder ob es verlegt werden muss. "Ich sehe die Chancen bei 50 zu 50", mutmaßt Gifhorns Trainer Uwe Erkenbrecher. Dieser ist vielen Delmenhorstern ein Begriff, spielte er in der Saison 1979/80 selbst für die Blau-Gelben. "Ich erinnere mich in der Saison an Spiele gegen den VfB Oldenburg vor 16.000 in Oldenburg und vor 10.000 in Delmenhorst", sagt Erkenbrecher. Er freue sich, dass Atlas wieder da sei. "Der Verein ist im Norden schon eine bekannte Nummer und ich spiele lieber gegen Teams als gegen die ein oder andere Mannschaft, ohne jetzt Namen zu nennen", meint Erkenbrecher.

Mit zwölf Punkten (Atlas) sowie zehn (Gifhorn) stehen beide Mannschaften im Mittelfeld der Liga. Gifhorn spielt seine zweite Oberliga-Saison, Atlas seine erste. Ein Duell auf Augenhöhe. "Gifhorn hat sehr wechselhafte Leistungen bisher gezeigt, es ist eine kleine Wundertüte", meint Hahn. So habe der kommende Gegner beispielsweise beim aktuellen Tabellenzweiten VfL Oldenburg gewonnen, jedoch zu Hause gegen den Letzten TB Uphusen verloren. "Vielleicht ist das auch dem Alter der Mannschaft geschuldet", vermutet Hahn. Gifhorn ist eine der wenn nicht die jüngste Truppe der Oberliga Niedersachsen. 21,58 Jahre seien die Spieler im Schnitt alt, sagt Erkenbrecher. "Wir haben viele eher schmächtige, dafür aber wendige Spieler. Bei Atlas fällt auf, dass sie sehr kampfstark sind und körperbetont spielen. Die spielen echten Männerfußball", meint der MTV-Trainer. Es komme am Sonntag darauf an, welche Seite ihre Stärken besser einbringen könne.

Der voraussichtlich tiefe Boden könnte den Kampffaktor noch weiter in den Vordergrund stellen. "Klar spielen wir Männerfußball. Aber wir kommen nicht nur über Kraft und Arbeit. Wir können auch richtig guten Fußball spielen", betont Hahn. Welche elf Männer es richten sollen, entscheidet Hahn wie üblich erst nach dem Abschlusstraining am Freitag. "Wir müssen erstmal schauen, wer überhaupt auflaufen kann. Ich habe aber ein, zwei Ideen, wie wir es taktisch machen wollen. Aber die verrate ich natürlich nicht", sagt Hahn lachend. Den Platzverhältnisse misst er dabei keine große Bedeutung bei. "Wenn der Platz freigegeben wird, ist er auch vernünftig bespielbar", sagt Hahn. Von seiner arg dezimierten Mannschaft erhoffe er sich, dass diese noch näher zusammenrückt. Im Tor wird Florian Urbainski stehen, auch wenn David Lohmann wieder fit ist. "Florian hat sehr gut gehalten, es gibt keinen Grund, zu tauschen. Ich freue mich, dass David Lohmann wieder im Kader steht, aber er muss sich erstmal hinten anstellen. Das weiß er auch", sagt Hahn.

Für Gifhorn gilt es, den Negativtrend zu stoppen. Nach vier ungeschlagenen Partien mit acht Punkten zu Saisonbeginn, verloren die Erkenbrecher-Mannen zuletzt drei von vier Begegnungen. "Jedes Spiel ist wichtig, aber nach den letzten Ergebnissen wäre es schon sehr wichtig, das Heimspiel zu gewinnen", betont der MTV-Coach. Zwei Mal habe Atlas beobachtet, Sulingen und Oldenburg. "In der Oberliga gibt es aber keine ausführliche Videoanalyse, keine kompletten Spielerprofile. Dafür ist das Level nicht professionell genug. Es gibt daher immer Überraschungen", sagt Erkenbrecher. In der Liga sind viele Partien sehr ausgeglichen, einzelne Szenen oder Spieler entscheiden die Begegnungen regelmäßig, sagt der Trainerveteran, der schon in Iran, Estland und Indonesien Erstligisten Mannschaften betreute. "Bei dem Spiel ist alles möglich, das Pendel kann in beide Richtungen ausschlagen. Man sieht bei Atlas die Handschrift des Trainers und eine klare Struktur", sagt Erkenbrecher.

Region/Bremen Bezirk Weser-Ems SVG Göttingen-SC Spelle-Venhaus (01/10/2016 16:00) MTV Gifhorn (Herren) SV Atlas Delmenhorst (Herren) Oberliga Niedersachsen (Herren)

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