03. Januar 2018 / 11:03 Uhr

Erster HSV-Bundesliga-Trainer Wilke: "Der Ruf ist international beschädigt"

Erster HSV-Bundesliga-Trainer Wilke: "Der Ruf ist international beschädigt"

Redaktion Sportbuzzer
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Ärgert sich über den HSV: Martin Wilke (links) hier zusammen mit Gert Dörfel.
Ärgert sich über den HSV: Martin Wilke (links) hier zusammen mit Gert Dörfel. © imago
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Der Hamburger SV überwinterte wieder einmal auf einem Abstiegsplatz. Der erste Bundesligatrainer der Hanseaten, Martin Wilke, kritisiert den Verein und ist traurig über die Entwicklung. Zudem kritisiert er die Eventisierung des Fußballs.

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Seit 55 Jahren spielt der Hamburger SV in der Bundesliga. Doch rund läuft es seit längerer Zeit nicht mehr. Auch die Hinrunde beendete der HSV wieder einmal auf einem Abstiegsplatz. Martin Wilke stimmt das traurig. Er war der erste Bundesligatrainer der Hanseaten und gewann mit dem HSV sogar gegen den FC Barcelona im Europapokal.

"Dass der Ruf international beschädigt ist, das ist schlimm. Wenn ich mich heute damit begnügen muss, dass ich dem HSV wünsche, dass er nicht wieder auf einem Relegationsplatz landet, dann ist das für mich peinlich", sagte Wilke der SportBild.

Immerhin: Der HSV ist in der Bundesliga noch nie abgestiegen. "Gott sei Dank ist es so! Dieses Privileg haben wir noch", betonte Wilke. Das ewige Zittern um den Klassenverbleib nennt er "unsäglich", die Angst vor dem Gegner gehöre heutzutage wohl dazu.

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Er hat aber auch Positives beim Ex-Klub erkannt. So erinnert ihn das erst 17-Jährige Toptalent Jann-Fiete Arp an den jungen Uwe Seeler, den Wilke damals zu den Profis hochzog. "Ich habe ihm gesagt: Uwe, mit dem Fiete Arp kann es so laufen wie mit Dir damals", erklärte Wilke dem ebenfalls in Norderstedt lebenden HSV-Idol Seeler. Und gab dem aktuellen HSV-Coach Markus Gisdol gleich noch einen wichtigen Tipp: "Wenn der Trainer aufpasst, kann ein junger Bursche wie Fiete Arp dem HSV einen echten Schub geben."

Ins Stadion geht er allerdings nur noch selten. "Früher gingen die Menschen zum Fußball, weil die ihren Verein im Herzen trugen. Heute sind die Spiele Events. Das ist nichts für mich", sagte er der SportBild.

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