13. November 2017 / 22:50 Uhr

Erstes WM-Aus seit 60 Jahren: Italien versinkt im Tal der Tränen - Schweden fährt zur WM

Erstes WM-Aus seit 60 Jahren: Italien versinkt im Tal der Tränen - Schweden fährt zur WM

Redaktion Sportbuzzer
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Diese Gesichter sagen mehr als tausend Worte: Italien verpasst die WM 2018 und Schweden darf jubeln.
Diese Gesichter sagen mehr als tausend Worte: Italien verpasst die WM 2018 und Schweden darf jubeln. © imago
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Jetzt ist es bittere Wahrheit: Italien verpasst die Weltmeisterschaft 2018, weil sich Schweden das Ticket für Russland ermauert. Die Aquadra Azzurra versinkt im Tal der Tränen.

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Mehr Brisanz geht nicht! Bereits vor dem Anpfiff bekamen die Zuschauer im altehrwürdigen San Siro einen Vorgeschmack auf das, was sie in den kommenden 90 Minuten erwarten sollte. Voller Inbrunst schmetterten Mannschaft und Fans in Mailand die italienische Nationalhymne, während die Schweden niedergepfiffen wurden. Torwart-Legende Gianluigi Buffon klatschte aus Repekt vor dem Gegner dagegen an und setzte das erste Zeichen, ehe Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz das Play-off-Rückspiel überhaupt angepfiffen hatte. Spätestens jetzt war jedem klar: Der Spanier musste sich auf ein hitziges Duell einstellen.

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Dass der Unparteiische nach nicht einmal einer halben Stunde vier Gelbe Karten verteilt hatte, war ein weiteres Indiz für die Bedeutung dieses Spiels. Die beiden Mannschaften schenkten sich nichts. Gefordert waren vor allem die Italiener, die einem 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel hinterherrannten. Dementsprechend offensiv ging die Squadra Azzurra dann auch in die Partie. Den ersten Aufreger gab es in der 8. Minute, als Marco Parolo im schwedischen Strafraum zu Boden ging. Ludwig Augustinsson hatte ihn am Oberschenkel getroffen. Es gibt Schiedsrichter, die in einer solchen Situation auf Elfmeter entscheiden.

Führung längst überfällig - Italien drängt auf den Treffer!

Ausgleichende Gerechtigkeit dann in der 29. Minute: Der Pass von Leipzigs Emil Forsberg springt dem Ex-Wolfsburger Andrea Barzagli an den Arm. Tendenziell ging der Arm des Italiners Richtung Ball - und eben nicht umgekehrt. Im Anschluss nimmt sich die hitzige Partie eine kurze Verschnaufpause, nur um etwa zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff wieder an Fahrt aufzunehmen. Und wie! Die Italiener drängten auf das 1:0, erspielten sich unter anderem durch Ciro Immobile und Alessandro Florenzi Chancen im Minutentakt. Nachdem die Schweden zu Beginn noch für Entlastung sorgen konnten, wurden die Hausherren im Verlauf der ersten Halbzeit immer dominanter. Die Führung war längst überfällig, fiel aber (noch) nicht.

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Nachdem die Schweden bereits in der 19. Minute erstmals wechseln mussten (ausgerechnet Hinspiel-Torschütze Jakob Johansson musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz), kamen die beiden Teams unverändert aus der Kabine. Auch auf dem Platz blieb alles beim Alten: Italien drückte weiter, erarbeitete sich hochkarätige Chancen - blieb jedoch glücklos. Von den Skandinaviern kam in der zweiten Halbzeit so gut wie nichts mehr. Ihr Ziel war es, das 1:0 aus dem Hinspiel über die Zeit zu retten und damit die erste WM ohne Italien seit 60 Jahren perfekt zu machen.

Schweden mauert, Italien verzweifelt

Ab der 87. Minute startete die Squadra Azzurra ihre wütende Schlussoffensive. Erst prüfte der eingewechselte Stephan El Shaarawy den Gäste-Keeper mit einem Volleyschuss, ehe kurz darauf Alessandro Florenzi knapp am Tor vorbeiköpfte. Dennoch deutete nichts auf eine Erlösung hin - bis der Assistent die Nachspielzeit anzeigte: 5 Minuten! Bei den Zuschauern im San Siro keimte noch einmal Hoffnung auf, doch Schweden machte komplett dicht und ließ die Italiener verzweifeln. Um 22:41 Uhr war die Sensation perfekt: Schweden ermauerte sich das Ticket für Russland ... und Italien versank im bitteren Tal der Tränen.

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