24. November 2018 / 15:31 Uhr

Erzgebirge Aue vergibt Sekunden vor Abpfiff das Remis

Erzgebirge Aue vergibt Sekunden vor Abpfiff das Remis

dpa
24.11.2018, Nordrhein-Westfalen, Bochum: Fußball: 2. Bundesliga, VfL Bochum - Erzgebirge Aue, 14. Spieltag im Vonovia Ruhrstadion. Aues Florian Krüger (l) und Bochums Danilo Soares kämpfen um den Ball. Foto: Guido Kirchner/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk ++
Aues Florian Krüger und Bochums Danilo Soares im Kopfballduell. © dpa
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Tom Weilandt brachte mit seinem zweiten Treffer des Tages den VfL Bochum auf die Siegerstraße. Der Führungstreffer durch Pascal Testroet reichte nicht zum Punktgewinn für die Erzgebirger. 

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Bochum. Trotz einer aufopferungsvollen Abwehrarbeit hat Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue beim favorisierten VfL Bochum in letzter Sekunde einen Punkt hergeschenkt. Doppel-Torschütze Tom Weilandt (73.)sorgte mit seinem Siegtreffer in der dritten Minute der Nachspielzeit für die dritte Auer Niederlage in Serie, am Ende hieß es trotz Führung 1:2 (0:1) aus Sicht der Erzgebirger. Vor 17 012 Zuschauer hatte Pascal Testroet die Gäste in der zweiten Minute in Front gebracht. Danach verteidigten die Erzgebirger die gesamte Spielzeit das eigene Tor. Weil sie zu wenig für offensive Entlastung sorgten, brachten sie sich am Ende noch um den Punktgewinn. Während sich die Elf von VfL-Coach Robin Dutt auf den vierten Tabellenplatz vorschob, hat Aue nur vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone.

Damit bleibt es bei der Auswärtsschwäche des FCE, dem saisonübergreifend in den letzten elf Gastspielen nur ein Sieg gelang: ein 2:1 beim MSV Duisburg am 6. Spieltag dieser Saison. Zudem gelang Aue in den letzten acht Partien kein Sieg (fünf Niederlagen, drei Remis). Zuletzt hatte Aue im Oktober 2013 zu Hause gegen Bochum gewonnen (2:1). Nach den beiden Niederlagen vor der Länderspielpause gegen den Hamburger SV (1:3) und den 1. FC Heidenheim (0:1) wollte Aue punkten. Dafür kehrte Kapitän Martin Männel nach seiner überstandenen Knieverletzung wieder ins Tor zurück. Und der Kapitän stand bereits nach 14 Sekunden im Mittelpunkt, als er den Schuss von Weilandt aus Nahdistanz mit der Faust zur Ecke rettete.

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VfL Bochum - FC Erzgebirge Aue (2:1) Zur Galerie
VfL Bochum - FC Erzgebirge Aue (2:1) ©
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Im Gegenzug ging Aue dann in Führung: Nach einem Kopfball von Jan Hochscheidt passte Profi-Debütant Florian Krüger, der überraschend Dimitrij Nazarov auf die Bank verdrängte, zum völlig freistehenden Testroet. Der Stürmer ließ Tim Hoogland ins Leere laufen und markierte die Führung. Nach der Führung zogen sich die Gäste in eine tiefstehende Abwehr zurück, lauerten aber immer wieder auf Konter. Die Bochumer waren klar überlegen, hatten mit 70 Prozent eine haushohe Überlegenheit beim Ballbesitz und machten folgerichtig das Spiel. Doch gegen die taktisch klug agierende und engmaschige Abwehr der Sachsen erspielten sie sich keine klaren Chancen. Aue kam offensiv angesichts der drückenden Überlegenheit der Hausherren überhaupt nicht zum Zug, die wenigen Kontermöglichkeiten verpufften ergebnislos.

Zur Pause musste Testroet raus, Meyer richtete sein Team noch defensiver aus. Für den Stürmer schickte er den defensiven Mittelfeldmann Fabian Kalig auf's Feld. In der 53. Minute bejubelte Bochum den Ausgleich, doch der Treffer wurde zurecht wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Das zu defensive Verhalten der Sachsen wurde in der 61. Minute fast bestraft. Zuvor hatte Dennis Kempe den mit dem Rücken zum Tor stehenden Weilandt unnötig im Strafraum gefoult. Doch den berechtigten Elfmeter setzte Lukas Hinterseer, der zweitbeste Torschütze der 2. Liga, hoch an den Pfosten. Männel hätte keine Chance gehabt.

Doch in der 73. Minute war es dann soweit: Weilandt nutzte ein Durcheinander in der Auer Abwehr zum verdienten Ausgleich. Die Sachsen kamen zu keinerlei Entlastungsangriffen, da sie so gut wie nie in Ballbesitz waren. Die einzige Chance hatte Kempe, doch sein Schuss in der 77. Minute war für Bochums Keeper Manuel Riemann kein Problem. Bochum gab bis zuletzt nicht auf und wurde belohnt.

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