Aues Christian Tiffert verabschiedet sich nach dem Spiel von den Fans. Ans Aufhören denkt der 35-jährige Routinier aber noch lange nicht: er hat seinen Vertrag bis 2019 verlängert.  Aues Christian Tiffert verabschiedet sich nach dem Spiel von den Fans. Ans Aufhören denkt der 35-jährige Routinier aber noch lange nicht: er hat seinen Vertrag bis 2019 verlängert.  © dpa
Aues Christian Tiffert verabschiedet sich nach dem Spiel von den Fans. Ans Aufhören denkt der 35-jährige Routinier aber noch lange nicht: er hat seinen Vertrag bis 2019 verlängert. 

Erzgebirge Aue verlängert mit Christian Tiffert 

Der 35-jährige Musterprofi gehört noch längst nicht zum alten Eisen und möchte seine Karriere bis 2019 fortführen. 

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Aue. Christian Tiffert bleibt dem Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue noch eine weitere Saison erhalten. Der 35 Jahre alte Routinier verlängerte seinen Vertrag bei den „Veilchen“ am Donnerstag vorzeitig bis zum 30. Juni 2019. „Wir sind sehr froh, dass Christian unserer Mannschaft noch ein weiteres Jahr zur Verfügung steht und wir auf ihn bauen können. Mit all seiner Erfahrung und seinem Können ist er absolut wichtig für unser Team“, freut sich Trainer Hannes Drews.

Eigentlich hatte Tiffert seine Karriere als Fußballprofi schon beendet, ehe er 2015 zu den Sachsen stieß: Hinter Tiffert lag damals ein nicht besonders beglückendes Jahr beim VfL Bochum. Nach 24 Zweitliga-Spielen und nur drei Torvorlagen hatte er am Ende der Saison 2013/14 nicht einmal mehr zum Kader der Westdeutschen gehört, der Vertrag des ehemaligen U21-Nationalspielers war aufgelöst worden. Da neue Angebote ausblieben waren, begann und endete die darauffolgende Spielzeit ohne den gebürtigen Hallenser. In einem Fitnessstudio und bei einem Landesligisten in Stuttgart hielt sich der damals 33-Jährige aber in Form – bis der FC Erzgebirge anrief.

Aus dem Ruhestand zurück in den Profifußball

Der Sportchef des damaligen Drittligisten, Steffen Ziffert, bot ihm im Sommer 2015 an, es im Lößnitztal noch einmal mit Profifußball zu versuchen – und der Routinier sagte zu. Trainer Pavel Dotchev (heute Hansa Rostock) wollte den offensiven Mittelfeldmann nach einem erfolgreichen Probetraining haben, Verein und Spieler einigten sich schnell. Was manch Auer Fan anfangs vielleicht als riskanten und teuren Testlauf ansah, erwies sich aber schnell guter Schachzug, denn der zentrale Mittelfeldspieler schlug bei den „Veilchen“ ein, wurde sogar ein Volltreffer.

Nachdem der Ex-Bundesligaspieler (225-Erstligaspiele für Stuttgart, Duisburg, Kaiserslautern und Salzburg) die ersten fünf Punktspiele wegen Trainingsrückstands noch verpasst hatte, wurde er beim 0:0 gegen Rostock erstmals eingewechselt und arbeitete sich fortan stetig weiter in die Mannschaft. Bis zum Saisonende verpasste er nur noch ein Spiel wegen einer Gelbsperre und gehörte seit dem 15. Spieltag zur Stammelf. Am Saisonende lief er sogar erstmals mit der Kapitänsbinde auf. 31 Spiele bestritt er im ersten Jahr für die Auer, wurde einer der Garanten für den Aufstieg.

Zentrale Schaltstelle im Auer Mittelfeld

Zurück in der 2. Bundesliga konnte Tiffert sein Niveau halten, war wiederum in 31 Partien lang am Ball – im zentralen Mittelfeld Antreiber und Ideengeber für Aue oder oft auch der Zerstörer für den jeweiligen Gegner. Wenn er nicht zweimal Gelb-Rot gesehen hätte, wäre seine Einsatzbilanz noch besser ausgefallen. Mehrfach vertrat er den verletzten Torwart Martin Männel wieder als Kapitän, machte sich unentbehrlich und hatte großen Anteil am Klassenerhalt. Im April 2017 verlängerte der Verein seinen Vertrag schon einmal bis 2018. Dotchev-Nachfolger Domenico Tedesco (heute Schalke 04) freute sich damals: „Christian ist eine absolute Führungspersönlichkeit und ein Sportsmann durch und durch. Dass wir Christian für ein weiteres Jahr in unserer Mannschaft haben, macht uns froh und stolz. Er ist ein echter Typ mit einer hohen Vorbildfunktion.“

Daran hat sich bis heute nichts geändert: In dieser Saison stehen schon wieder ein Dutzend Einsätze für Tiffert zu Buche, bis auf zwei Auswechslungen stand der Musterprofi jeweils über 90 Minuten auf dem Platz. Nur ein Spiel verpasste er, beim 1:2 in Heidenau gehörte er aber zum Kader. Dass er das noch eine Weile weiter in Aue mitkicken darf, macht ihn glücklich. Zu seiner Vertragsverlängerung sagte der Oldie: „Ich habe festgestellt, dass ich noch niemandem zur Last falle und momentan auch noch wichtig für die Mannschaft sein kann. Ich bin wahnsinnig froh, dass ich das noch machen darf.“

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