11. Januar 2019 / 14:08 Uhr

"Es ist ruhiger geworden"

"Es ist ruhiger geworden"

Uwe Kläfker
Wieggrebe_4sp
Schiedsrichter unter Druck: Beim Hallenfußball kochen schnell die Emotionen hoch. Auf unserem Bild bedrängt der ehemalige Eveser Fatih Akkus (links) den Algesdorfer Unparteiischen Tim Wieggrebe. © uk
Anzeige

Im Fußballkreis Hameln-Pyrmont haben sich Veränderungen beim Umgang mit der letzten Spielminute bewährt. Kommt die Umstellung jetzt auch in Schaumburg?

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Hektik, Chaos – die letzte Spielminute während der einzelnen Begegnungen bei Hallenfußballturnieren hat es meist in sich. Im Mittelpunkt stehen dann die Schiedsrichter, die Spielverzögerungen per Zeichen an das Kampfgericht, das sogenannte Time-out, zu verhindern versuchen. So ist in Schaumburg die gängige Praxis, von den G-Junioren bis zum Endspiel beim Sparkassen-Masters der Herren.

Im Fußballkreis Hameln-Pyrmont wird das seit geraumer Zeit anders gehandhabt. Dort gibt es eine ähnliche Veranstaltung wie das Masters. Der Dewezet-Supercup ist noch größer, auch für auswärtige Mannschaften, Titelverteidiger ist der VfR Evesen, geöffnet. Gespielt wird vor knapp 2000 Zuschauern in der Hamelner Rattenfängerhalle. „Vor einigen Jahren gab es dort auch Tumulte, die Hamelner Schiedsrichter standen massiv unter Druck. Der Kreisvorsitzende Andreas Wittrock hat dann entschieden, dass die Ansetzung für die Endrunde vom Bezirk Hannover übernommen wird“, berichtet Dieter Schröder, langjähriger Unparteiischer und Schiedsrichter-Ansetzer im Nachbarkreis.

http://www.sportbuzzer.de/artikel/leistungen-der-schiedsrichter-sind-meist-besser-als-die-der-spieler/

Steht ein Spiel in den letzten 60 Sekunden remis, oder führt eine Mannschaft mit nur einem Tor, wird in Hameln von den Zeitnehmern automatisch die Hallenuhr angehalten, wenn der Ball im Aus ist oder der Schiedsrichter das Spiel unterbrochen hat. Wird der Vorsprung erhöht, geht die Hoheit wieder an den Schiedsrichter über. „Das hat sich zu 100 Prozent bewährt“, weiß Schröder, „der Schiedsrichter wird aus der Schusslinie genommen. Es ist viel ruhiger geworden.“
Bei den Fußballern im Kreis Hameln-Pyrmont ist die Maßnahme inzwischen voll verinnerlicht („Alle wissen Bescheid“) und wird auch bei allen Hallenspielen bis runter zur Jugend konsequent durchgezogen. Allerdings müssten am Zeitnehmertisch fähige Leute sitzen, räumt Schröder ein. Im Rahmen einer Sportbuzzer-Umfrage haben sich Schaumburger Schiedsrichter dafür ausgesprochen, die Handhabung der letzten Minute auch in Schaumburg zu übernehmen (wir berichteten).

http://www.sportbuzzer.de/artikel/die-letzte-minute-und-wurftore/

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Schaumburg
Sport aus aller Welt