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"Es liegt an mir, ob ich spiele"

Atlas-Zugang Patrick Degen über den Trainingsauftakt, Konkurrenzkampf und seine Rückennummer

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Herr Degen, am Sonntag ist der SV Atlas Delmenhorst in die Vorbereitung auf die neue Saison in der Fußball-Landesliga gestartet – und das vor rund 50 Zuschauern, die die erste Einheit auf keinen Fall verpassen wollten. Haben Sie mit einem derart großen Interesse gerechnet?

Patrick Degen: Ich hatte schon damit gerechnet, dass ein paar Leute da sein werden, aber dass es dann gleich so viele waren, einige ja sogar in kompletter Fan-Montur, hat mich doch überrascht. Der Verein hat sich einiges einfallen lassen. Die Aufmachung mit Moderation war schon klasse, man merkt einfach, dass sich bei Atlas viel bewegt. Die Euphorie im Umfeld ist jedenfalls deutlich zu spüren.

War die Begeisterung im Umfeld des SV Atlas auch ein Grund dafür, dass Sie den BV Bockhorn in Richtung Delmenhorst verlassen haben?

Ja, auf jeden Fall. Ich wollte zum einen fußballerisch eine Klasse aufsteigen, um mich gegen bessere Gegner zu beweisen, zum anderen war mir das ganze Drumherum aber auch wichtig. Ich habe in den letzten Jahren in den Spielen gegen Atlas mitbekommen, was die Fans alles auf die Beine stellen. Das ist wirklich etwas Besonderes.

Was für Erinnerungen haben Sie denn noch an die Duelle gegen Ihren neuen Klub?

Es waren eigentlich immer recht knappe Duelle, abgesehen von meinem letzten Spiel mit Bockhorn in Delmenhorst. Da gab es eine richtige Klatsche für uns, es war eine Machtdemonstration des SV Atlas (die Delmenhorster gewannen im März mit 6:0, Anm. d. Red.) Jetzt bin ich froh, Teil dieser starken Mannschaft zu sein.

Wie ist denn Ihr erster Eindruck von den neuen Kollegen?

Im ersten Moment war es schon ein komisches Gefühl, plötzlich mit den Gegenspielern von früher in einer Kabine zu sein. Ich saß am Sonntag aber kaum auf meinem Platz, da hatte ich schon die ersten Gespräche. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen. Es war direkt zu merken, dass die Trainer großen Wert auf den Teamgeist legen. Ich bin nach dem ersten Training jedenfalls mit einem richtig guten Gefühl nach Hause gefahren.

*Die Konkurrenz im Atlas-Kader ist sehr groß. Gerade in der Offensive, wo auch Sie zu Hause sind, ist die Mannschaft stark besetzt. Wie groß schätzen Sie ihre Chancen ein, sich durchzusetzen? *

Es liegt an mir, ob ich spiele oder nicht. Ich möchte im Training immer zeigen, dass ich in die erste Elf gehöre. Ob es dann reicht, ist eine andere Frage, das werde ich dann sehen. Bis ich eine ähnliche Rolle spielen kann wie in Bockhorn, wird es sicher etwas Zeit brauchen. Generell finde ich Konkurrenzkampf gut, weil er einen anspornt, sich ständig weiterzuentwickeln.

In einem Punkt haben Sie sich schon mal durchgesetzt: Sie tragen auch in Delmenhorst die Rückennummer elf, die Sie bereits seit Jahren begleitet...

(lacht) Ja, da habe ich etwas Glück gehabt. Von David Lohmann (Atlas' Torhüter, Anm. d. Red.) habe ich erfahren, dass die Nummer vor der neuen Saison frei wird, und dann habe ich gleich Interesse angemeldet. Auch wenn die Rückennummer natürlich nicht lebenswichtig ist, so hat sie ja doch eine gewisse Bedeutung. Die Elf trage ich jetzt schon eine ganze Zeit lang. Da ist es schön, dass sie mich auch in Delmenhorst weiter begleitet.

Sie gelten als Wunschspieler von Trainer Jürgen Hahn, was bei Ihrer Vorstellung am Sonntag nochmal extra betont wurde. Ist dieser Status für Sie eher ein Vorteil oder eine Bürde?

Sowohl als auch. Natürlich liest und hört man so etwas über sich gerne, weil es einem schmeichelt. Auf der anderen Seite erzeugt es aber auch eine gewisse Erwartungshaltung, der man natürlich erstmal gerecht werden muss. Mit dem Druck kann ich aber ganz gut umgehen, ich werde einfach von Beginn an Gas geben.

Nun startet Atlas als Aufsteiger in die Landesliga. Was glauben Sie, welche Rolle Ihre Mannschaft im ersten Jahr spielen kann?

Ich denke eine gute. Das obere Drittel sollte schon drin sein. Man darf aber nicht vergessen, dass das Tempo in der Landesliga höher und die Gegenspieler besser sind als in der Bezirksliga. Viele Vereine sind seit Jahren in der Klasse etabliert, einige haben schon Oberliga gespielt.

Stichwort Oberliga: Ist das Ihr Fernziel mit dem SV Atlas?

Ja. Ich habe schon die Ambition, mit Atlas diesen Sprung in den nächsten Jahren zu schaffen.

Landesliga Bezirk Weser-Ems (Herren) Region/Bremen SV Atlas Delmenhorst (Herren)

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