08. Dezember 2018 / 08:06 Uhr

Es "müllert" wieder bei Dynamo Dresden

Es "müllert" wieder bei Dynamo Dresden

Jochen Leimert
Beim FC St. Pauli rettete Jannik Müller Dynamo mit seinem Kopfball zum 1:1 einen wichtigen Punkt und ließ seinen Emotionen freien Lauf.
Beim FC St. Pauli rettete Jannik Müller Dynamo mit seinem Kopfball zum 1:1 einen wichtigen Punkt und ließ seinen Emotionen freien Lauf. © imago/Steffen Kuttner
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Verteidiger Jannik Müller wartet nach Verletzungspause schnell wieder mit Top-Leistungen auf. 

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Dresden. Drei Operationen hat er 2018 hinter sich bringen müssen, doch jetzt hält der rechte Fuß wieder – und prompt trumpft Jannik Müller bei Dynamo Dresden wieder mit starken Leistungen auf. Drei Monate war er zuletzt außen vor, weil der Knöchel gepflegt werden musste, doch als er beim 2:0-Heimsieg gegen den FC Ingolstadt sein Punktspiel-Comeback feierte, war der Ex-Kölner gleich voll da. Vergangenen Sonnabend köpfte der 24-Jährige beim 1:1 auf dem Hamburger Kiez sogar sein erstes Saisontor und rettete den Schwarz-Gelben in der 86. Minute einen wertvollen Punkt. Einen wie Müller kann Trainer Maik Walpurgis auch am Sonntag (13.30 Uhr) im Heimspiel gegen Holstein Kiel gut gebrauchen.

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23. August 2002: Dynamos Steffen Heidrich im Duell mit Kiels Carsten Pukaß. Dynamo siegte mit 2:1.  Zur Galerie
23. August 2002: Dynamos Steffen Heidrich im Duell mit Kiels Carsten Pukaß. Dynamo siegte mit 2:1.  ©
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Als der 24-Jährige am Freitag den Dresdner Journalisten auf der Spieltagspressekonferenz Rede und Antwort steht, da ist ihm anzusehen, wie glücklich er über seine gelungene Rückkehr ist: „Ich bin einfach froh, dass ich wieder auf dem Platz stehen kann und schmerzfrei bin. Dass ich wieder leidenschaftlich dem Fußballspielen nachgehen kann – das ist das, was wir alle am liebsten machen.“ Wiederholt bedankt er sich für das Vertrauen von Walpurgis, der ihn bei seinem Amtsantritt nicht aus den Augen verlor. Die Umstellung des Systems habe er wegen der Verletzung selbst zwar nicht von Anfang an mitmachen können, so Müller, aber sich nach seinem Abschied aus der Reha wieder einzufügen, sei nicht so schwer gewesen: „Es wurde mir leicht gemacht – unter anderem vom Trainerteam, das viel mit mir gesprochen hat, als auch von den Jungs.“

Mit denen möchte der Rheinländer in den verbleibenden drei Partien vor der Winterpause noch Spaß haben und sich weitere Zähler unter den Weihnachtsbaum legen: „Ich hoffe, dass wir uns in den nächsten Spielen noch ein schönes Punktepolster erarbeiten können.“ Je häufiger man gewinne, je weiter man mit der Mannschaft in der Tabelle oben stehe, desto größer werde das Selbstvertrauen, unterstrich Müller. Das sei wichtig für eine erfolgreiche Rückrundenvorbereitung.

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Die Kieler, die im vergangenen Jahr gegen Dynamo daheim 3:0 und in Dresden 4:0 gewannen, erwartet Müller am Sonntag erneut als sehr anspruchsvollen Gegner: „Letztes Jahr war es so, dass Kiel extrem spielstark war. Das ist aber dieses Jahr auch so, da hat sich nicht viel geändert, obwohl viele Leistungsträger weggegangen sind und auch der Trainer gewechselt wurde.“ Ungewöhnlich bei ihnen sei, dass auch der Innenverteidiger mal ins Mittelfeld vorrückt und sich anspielen lässt, hat Müller beobachtet: „Ihre große Stärke ist es, dass sie das Spiel von hinten gut eröffnen und vorne Torchancen kreieren.“

Wie man gekonnt Angriffe einleitet und abschließt, das kann Müller derzeit auch wieder üben, wenn er nicht selbst auf dem Platz steht. Nachdem er einen Tag vorm Nikolaus erfuhr, dass er sein Bachelor-Studium im Fach Finanzmanagement erfolgreich mit der Note 2,7 abgeschlossen hat (Thema der Abschlussarbeit: Vergleich von externer und interner Unternehmensanalyse), kann er in seiner Freizeit ab und an die Play-Station in die Hand nehmen und am Bildschirm seine virtuell zusammengekaufte Mannschaft dirigieren. Selbst aufgestellt hat er sich nicht, dazu ist er zu bescheiden. Ihm reicht es, wenn er gegen Kiel in der Realität glänzt und er bei Trainer und Sportdirektor weiter punktet. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus, Gespräche über eine Verlängerung gab es wegen seiner Verletzungspause bisher noch nicht. Müller hätte aber durchaus Interesse daran: „Ich fühle mich auch außerhalb des Platzes sehr wohl in Dresden.“

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