10. Februar 2018 / 19:26 Uhr

"Es tut weh, ich bin traurig": Ex-Lübecker André Senger beendet Karriere

"Es tut weh, ich bin traurig": Ex-Lübecker André Senger beendet Karriere

Volker A. Giering
André Senger
André Senger © 54°/Felix Koenig
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Wieder das Knie: Eine falsche Bewegung beim ersten Training des Oldenburger SV reichte aus

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Eine Tragödie spielte sich am Donnerstagabend beim Training des Landesliga-Dritten Oldenburger SV ab. 20 Minuten vor dem Ende verletzte sich ausgerechnet André Senger auf dem Kunstrasen am Schauenburger Platz, so dass er daraufhin sein sofortiges Karriereende erklärte.

Eine falsche Bewegung reichte aus

Nach seiner Rückkehr von Oberliga-Spitzenreiter NTSV Strand 08 hatte Senger, der schon in der Jugend beim OSV spielte, das erste Mal überhaupt mit seinen neuen Kollegen trainiert. Bei einem Passspiel machte er einen normalen großen Schritt zur Seite, ehe es passierte. „Das war die gleiche Bewegung wie im Oktober 2016 im Spiel beim TSV Pansdorf, die gleiche Stelle und das gleiche Gefühl“, schilderte der 1,67 große Wirbelwind. Sein Knie wurde danach von Tag zu Tag dicker. Erst vor 16 Monaten wurde er operiert (Knorpelschaden vierten Grades), nachdem er sich 2011 einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Nach seinem frühen Karriereende zeigen wir in der folgenden Galerie André Sengers fußballerische Laufbahn in Bildern. Zur Galerie
Nach seinem frühen Karriereende zeigen wir in der folgenden Galerie André Sengers fußballerische Laufbahn in Bildern. ©
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Die Vernunft siegte am Ende

„Solch eine Geschichte kann man nicht schreiben. Mein Ziel war es, zurückzukommen“, sagte der bald 29-Jährige zu den LN, „die Enttäuschung ist groß. Es tut weh, ich bin traurig.“ Den Schritt, die Laufbahn zu beenden, habe er sich gut überlegt. „Es ist eine meiner härtesten Entscheidung und macht aus gesundheitlicher Sicht keinen Sinn. Ich habe zu meiner Zeit beim VfB Lübeck (129 Spiele mit 27 Toren, die Red.) ein gutes Gefühl zu meinem Körper entwickelt. Nochmal acht bis 12 Monate Reha will ich mir nicht antun. Ich habe das Vertrauen in mein Knie verloren. Die Vernunft muss größer sein.“

"Solch eine Geschichte kannst du nicht schreiben"

Senger will sich zukünftig mehr seinem Job als Fitnesstrainer im Rehasportzentrum in Heiligenhafen widmen. „Ich bin dankbar für das, was ich erleben durfte, und dankbar für jeden einzelnen Moment. Eine Tür geht zu, eine andere geht aber auf“, betonte er. Auch beim OSV muss man den Schock erstmal verdauen. „Das ist bitter für André, dass das so endet. Natürlich für uns auch“, sagte Trainer Andreas Brunner.

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